just4ikarus.wordpress.com
Mit Dominik ist eine fleissig bloggende Arbeitsbiene zu Gast. Er unterhält mehrere Blogs und versteht es nebenbei auch noch, schlummernde Emotionen seiner Leser(innen) gekonnt zu wecken.
Ich grüsse dich Dominik. Wer ist Ikarus?
Die Geschichte, wie ich zu diesem Nickname gekommen bin, ist mehr langweilig als interessant. Jetzt, nach mehr als fünf Jahren just4ikarus im Internet freue ich mich, mit dem Mythos Ikarus einen Menschen widerzuspiegeln, der zu hoch hinauswollte und schlussendlich doch abstürzte. Ich sehe mich da als einer, der immer mal wieder ganz oben ist und doch von Zeit zu Zeit nach unten gezogen wird. Aber gerade das sehe ich als Aufgabe. Immer mit dem Träumen von neuen Höhen.
Einige deiner Blog-Kommentare sind voll des Lobes über deinen Schreibstil und deine Fähigkeit, Gedanken auszudrücken. Was bedeutet dir das Schreiben?
Schreiben ist für mich eine "Leidenschaft", wie auch eine Stammleserin kürzlich bemerkte. Ich sehe es als wirkliche Passion von mir an, schreibe ich doch schon mehr oder weniger laienhaft, seit ich 12 oder 13 bin. In den letzten Monaten hat mir das Medium Blog dabei geholfen, Dinge zu verarbeiten und mich selbst mehr zu verstehen. Ich sehe es als kleine Selbsttherapie mit Resonanzmöglichkeit an. Und es ist für mich die einfachste Art, Gefühle zu zeigen. Schon mehrmals kam ich ganz unten an, und dachte an eine Blogpause, und doch habe ich es nie lange ausgehalten. Es ist wie eine Sucht, mit positiven Auswirkungen. Und es ist ein großartiges Kompliment für meinen Schreibstil, wenn ich mit Texten Emotionen bei meinen Lesern hervorrufe.
Welche Botschaften möchtest du den Lesern deines Blogs vermitteln?
Viele Kommentare haben mir gezeigt, dass sich die Leser in meinen Erzählungen wiederfinden. Das finde ich schön, schreibe ich doch vor allem nur Erlebnisse aus meinem Leben. Oder Gedanken über solch Grundbedürfnisse wie Liebe, Freundschaft oder das Gefühl von Familie. Ich scheine ein 08/15-Jugendlicher zu sein und zeige doch mehr oder weniger meine Einzigartigkeit, die doch in uns allen steckt. Ich möchte meine Leser dazu bewegen, einfach nur mal nachzudenken. Sich Zeit zu nehmen, und für kurze Zeit einen Bruch mit allem zu versuchen. Und dabei doch nicht aufs Leben zu vergessen.
Wie stehts eigentlich um deine Buchprojekte?
Zu "Volle Distanz. Näher zu dir." habe ich bereits eine wunderbare Grundidee und versuche nun, die richtigen ersten Worte zu finden. Sie sollen fesseln und zum weiterlesen animieren. Schon zwei, drei Mal habe ich Kapitelentwürfe verworfen, da ich selbst nicht damit zufrieden war. Aber zurzeit habe ich es mir wiedervorgenommen, noch einmal durchzustarten. Sobald die letzte Seite geschrieben wurde, werde ich es an einen Verlag ausschicken.
"Trotzdem." ist ein Buchprojekt mit meiner Psychologin. Nach dem Tod meines eineinhalbjährigen Neffen Ende Oktober 07 befand ich mich für zwei Monate und unzählige Sitzungen in Therapie. Und meine Psychologin (und ehemalige Psychologie-Lehrerin) erzählte mir von ihrer Projekt-Idee. Texte von Jugendlichen für Jugendliche, mit dem Überthema "Und trotzdem ja zum Leben sagen." Zurzeit sind nur ein oder zwei Texte eingelangt, aber ich hoffe, dass dieses Projekt bald und umfassend abgeschlossen wird.
Welche Blogs liest du regelmäßig?
Man kann sagen, dass ich mich zumindest einmal täglich durch die Blogs meiner Blogroll wühle. Manchmal nur durch Schnell-Zapping mit meinem Feedreader oder durch direkte Anwahl. Großartig finde ich die Blogs von André Schneider und hoch21. Die jagen mir meist jeden Morgen ein Lächeln oder Gänsehaut über den Körper. Aber eigentlich finde ich alle persönlichen Blogs unglaublich lesenswert, viel zu viel Interessantes findet man hier. Über Technik und das Leben als Student informiere ich mich übrigens bei Htwo.
Betreibst du noch andere Blogs?
Ähm, soll ich sie jetzt alle aufzählen? Um meinen Hauptblog nicht zu überfüllen, habe ich meine verschiedenen Ausgüsse in weitere Blogs aufgeteilt: hoch17, mein Gedankenblog, der Fotoblog Burning Photographs, mein Lyrikblog Tell Me A Poem und der Filmchenblog Movies Of Myself. Nebenbei kritisiere ich auch noch CDs, Bücher oder Filme auf inside in // inside out oder schreibe über politische und gesellschaftliche Themen. Für meine englischen Stammleser (jep, habe ich auch schon) gibt es übrigens auch noch einen englischsprachigen Blog namens Eternal Sunshine Of A Spotless Mind. Das EXTRAzimmer, ein Gemeinschaftsprojekt, wird gerade erst wieder neu aufgebaut. Also ja, ich betreibe noch andere Blogs.
Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?
Meine Zukunft? Ich möchte Journalist, Schriftsteller und Schauspieler werden. Mit allen Mitteln. Mal so ganz nebenbei. Mein Blog machte vor allem in den letzten zwei Monaten viele Neuerungen durch und befindet sich zurzeit auf einem neuen Höhepunkt an Ideenreichtum und Umfang. Es wird höchstwahrscheinlich noch so einiges folgen demnächst, aber es ist meist etwas sehr Spontanes. Aber ich kann zumindest versprechen, dass man so einiges von meinem Hauptblog erwarten kann.
Irgendwelche letzten Worte?
Dazu nehme ich meinen Subtitel her. Ein Zitat aus Garden State. Safe. When I’m with you, I feel so safe. Like I’m home. Ich finde es wunderschön. Genau das möchte ich sagen, bevor ich meine Augen zum letzten Mal schließe. Und für dieses Interview? Tschö. Vielen Dank. Es hat wirklich Spaß gemacht und mich mal wieder einige Zeit beschäftigt.



März 1st, 2008 at 13:56:59
netter artikel, schau doch auch mal bei mir vorbei.