googlewatchblog.de
Ok. Dieses Interview ist im Vergleich zu den Anderen riesig. Man muss aber bedenken, dass die Googlewatchblogger zu fünft sind (4 Stammschreiber und ein Gastautor). Auf GWB erfährt der Leser alles zu und um Google.
Hallo zusammen. Was ist Googlewatchblog und wer steht dahinter?
Jens: Der Titel des Blogs ist schon komplett selbsterklärend. In unserem Blog findet man alles rund um das Thema Google, von neuen Services über Tipps & Tricks, Spielereien und sonstige Tools bis hin zu den kleinsten Veränderungen und Updates an den Google-Services. Der Blog ist sozusagen das deutsche Google Newsportal – und das seit über 2 Jahren. Unser Team besteht derzeit aus 5 Personen und wir sind alle mehr oder weniger an Google interessiert
Stefan Z: Der GooglewatchBlog ist ein Nachrichtenblog mit täglichen Meldungen zu allem rund um Google, Suchmaschinen und dem Web 2.0 Hinter dem Blog stehen Jens, Stefan, Pascal, Stefan und Steffen und viele weitere die den Blog regelmäßig lesen und ihn durch Hinweise und aktive Beteiligung unterstützen.
Pascal: Wie die zwei vor mir schon gesagt haben, ist der GoogleWatchBlog vom Namen her selbst erklärend. Mit 17 Jahren bin ich der Jüngste im Team.
Steffen: Hallo ich bin ein Fan der 1ten Stunde des GoogleWatchBlogs, täglich schau ich vorbei um zu sehen was es neues rund um Google gibt. Ich habe 2 Gastartikel und weit über 100 Kommentare geschrieben.
Warum sollte man Google beobachten?
Jens: Beobachten klingt eher negativ, nennen wir es lieber die Entwicklung verfolgen. Google hat es in wenigen Jahren von der Suchmaschine zum quasi Informationsmonopol gebracht, es gibt wohl niemanden mehr in der großen weiten Internetwelt der Google nicht in irgendeiner Art und Weise nutzt. Die Angebote dringen in immer mehr Bereiche des Lebens vor und Google zeigt immer wieder neue Wege auf uns das Leben zu erleichtern und noch mehr Aufgaben online zu erledigen. Und da Google Informationslieferant Nummer 1 ist, sollte man die Entwicklung schon verfolgen und sich darüber informieren was mit all den Informationen passiert, wie man sie bekommen kann und welche Möglichkeiten uns das Unternehmen bietet.
Natürlich sollte man Google auch kritisch beobachten, um auf die Wortwahl zurückzukommen. Natürlich sollte man aufpassen dass dieser Seelen- und Informations-Striptease den wir täglich vor Google führen nicht in falsche Hände gerät und man sollte sich immer fragen ob man Google auch diese und jene Information unbedingt noch mitteilen muss. Googles Ziel ist der Aufbau eines allumfassenden Profils rund um jeden Menschen – und das geschieht beinahe völlig automatisch und ohne das es der User merkt. Passt also auf was ihr Big Google mitteilt und was nicht…
Man muss Google aber natürlich zu gute halten dass für den Schutz der Daten der User alles nur erdenkliche getan wird und dass Google auch schon für einzelne User teure Proteste bestritten hat und dies auch weiterhin tun wird.
Pascal: Aus einer Suchmaschine wurde meiner Meinung ein komplett Dienstleister. Man schaue sich einfach mal die Dienste von Google an. Neben der Suche gibt es noch eine andere große Menge: Werbung, Software, Office Anwendungen und auch Unterhaltung wie YouTube. Schade finde ich, dass alle Google Nutzer zwar die Web und Bildersuche kennen, aber spätestens bei Google Docs wissen viele nicht was das sein soll.
Stefan M.: Weil Google ein interessantes Unternehmen mit interessanten Technologien ist.
Stefan Z.: Google ist der Marktführer, aber das ist nicht alles. Initialzündung war für uns 2005 als ein ständiges Produktfeuwerwerk nicht mehr enden wollte…
In den 90er Jahren wurde die Computerentwicklung stark von Microsoft bestimmt. Die Entwicklung des Internets nun von Google… Da hat sich ein klarer Wechsel vollzogen. Das gilt es zu dokumentieren.
Steffen: Weil es wirklich praktische Software von Google gibt, Docs, Kalendar, News, die ständig weiter entwickelt werden.
Mit besonderem Interesse beobachte ich die Softwarelösung die Google für das Handy anbietet (Android).
Ein Professor forderte letztens, dass Google zerschlagen werden müsse. Die Suchmaschine würde unsere Realitätswahrnehmung und Wirtschaftsmechanismen beeinträchtigen. Stimmt ihr dem zu?
Jens: Ich stimme keinem der 3 Punkte zu. Warum sollte das Unternehmen zerschlagen werden? Es gibt zwar ein selbst geschaffenes Monopol (oder es wird kräftig eins aufgebaut), aber der Weg von Google ist nur einen einzigen Klick entfernt. Google nutzt seine Suchmaschine zum promoten der anderen Dienste und zur Querfinanzierung, aber nutzt seine Marktmacht nicht aus und erpresst keine Lieferanten und Kunden.
Die Realitätswahrnehmung wird nicht von Google beeinträchtigt sondern vom Internet allgemein. Das Internet ist wohl der Nummer-1-Auslöser für die Vereinsamung und den Realitätsverlust mancher Menschen – damit hat Google selbst aber nicht viel zu tun. Das ganze nennt sich Internetsucht, und nicht Google-Sucht.
Das einzige was Google wirklich beeinflusst ist die Art der Menschen mit Informationen umzugehen. Vor einigen Jahren musste sich jeder selbst Informationen mühsam zusammen suchen, heute reicht 1x googeln und wir bekommen mehr Informationen als wir je verarbeiten könnten. Aber auch das sehe ich nicht als Folge von Google, sondern eher als Folge des Internets und der Informationsgesellschaft. Und ich kann an dieser Entwicklung nichts negatives finden
Pascal: Gleiches könnte man auch auf Microsoft übertragen, auch MS hat unsere Realität durch Windows und Office geprängt. Im Grunde wollte sich der Professor nur wichtig tun.
Stefan M.: Natürlich geht von Google eine Gefahr aus, nicht nur in Bezug auf Datenschutz. Wenn man damit umgehen kann ist das allerdings kein Problem, nur können das nicht alle…
Stefan Z.: Eins vorweg, einem solchen künstlichen Markteingriff würde ich erst einmal nicht zustimmen.
Dazu ist die Argumentation nicht tiefgehend genug. Ein wechsel ist tagtäglich möglich. Aber der Punkt ist ja, dass die Leute das nicht tun. Wenige probieren in Deutschland die anderen Suchmaschinen aus. Und wenn man diese Voraussetzung als freiwillige Selbstbeschränkung des Internetnutzes bedenkt, beeinflußt das natürlich die Relitätswahrnehmung. Internet-Browser sollten eine Meta-Suchmaschine haben um dieses Dilemma zu lösen. Wirtschaftsmechanismen ändern sich in der Tat. Aber das ist der Zeitgeist. Zielgerichtete Werbung wurde nun entdeckt. Die Mechanismen übersringen die Medien. Und es gibt Firmen die da mithalten könnten. Namen brauche ich da wohl nicht nennen. Auch wenn sich viele kleine zusammen täten wäre das wohl genauso mächtig.
Wie wurde die Idee, über Google zu bloggen geboren?
Jens: Der Blog ist eher zufällig entstanden und war nicht wirklich geplant, vorallem nicht in diesem Ausmaß. Ich muss gestehen noch Mitte 2005 keine Ahnung gehabt zu haben was ein Blog überhaupt ist und was alle daran so toll fanden. Dann eher zufällig habe ich mich mit dem Thema Blogs auseinandergesetzt, habe angefangen einige zu lesen und fand das dann doch ganz spannend. Ein paar Wochen später hatte ich dann meinen eigenen Blog, Allround, ohne Thema. In diesem Blog hatte ich unter anderem eine Kategorie "Microsoft" und eine "Google". So gut wie alle meine Beiträge konnten einer der beiden Kategorien zugeordnet werden, also hatte ich beschlossen aus einem der beiden einen eigenen Blog zu machen – und Google erschien mir zu dem Zeitpunkt interessanter.
Dass es noch keinen deutschen Google-Blog gegeben hat ist mir erst einige Tage nach dem Start des GoogleWatchBlog (damals noch "GoogleWatch" aufgefallen und hat mich nur darin bestärkt den Blog weiterzuführen und mich endgültig nur auf dieses Thema zu konzentrieren. Erstaunlicherweise ist der GWB bis heute der einzige deutsche Blog der sich nur auf Google bezieht, während es im englischen gleich eine ganze Reihe von Blogs mit dieser Thematik gibt.
Pascal: Eher zufällig bin ich im Mai 2007 auf den GoogleWatchBlog gestoßen. Schon vorher fand ich Google interessant. So langsam wurde aus dem Interessen mehr und ich habe angefangen Google richtig zu beobachten und dann ab August 2007 Gastartikel geschrieben. Seit dem 27.10.2007 – dem Tag an dem der GoogleWatchBlog 2 Jahre alt wurde – gehöre ich zum Team.
Stefan M.: Ich hatte zuerst meinen eigenen Blog über Google, einfach weils micht intressiert. Dann bin ich zum GWB gegangen.
Stefan Z.: Also ich hab schon lange Zeit vorher Freunden und Kollegen immer das neueste berichtet. Jede Woche alles über die neuesten Webdienste. Nach Gmail kam Google Earth… aber auch so Tools wie Writely und dann wow, Google kauft die Bude… das macht Euphorisch. Um nicht immer alles zwei mal zu erzählen, fing ich an zu bloggen.
Wie ist das Verhältnis zwischen euch und Google?
Jens: Also das Verhältnis zwischen Google und uns ist "duldend": Obwohl wir uns durch die Verwendung von Googles Logos, der Farbgebung unseres Logos und auch des Designs auf sehr dünnem Eis bewegen, duldet uns Google und hat noch nie den Zeigefinger erhoben. Im Gegenteil, Google liest unseren Blog selbst – ob in Mountain View, Irland, Schweiz oder Hamburg, von überall aus surfen die Googler bei uns. Viele Googler lesen unseren Feed und einige haben den Newsletter abonniert.
Kommen wir zum Verhältnis zwischen uns und Google: Ich habe keinen dauerhaften Kontakt zu irgendeinem Googler, nur ab und an gibt es kurze eMails – diese sind dann aber eher informell und drehen sich nicht um unsere Artikel.
Stefan Z.: Klar ist das Unternehmen schon irgendwann auf uns aufmerksam geworden. Aber ich kannte den Pressesprecher schon bevor ich anfing zu Bloggen aus einem Vortrag. Da hatte ich noch "WatchBlogger" belächelt, bis ich dann Monate später selbst einer wurde, weil ich merkte, dass hier in Deutschland in der Richtung noch nicht so viel los war, als im englischsprachigen Raum. In die Lücke sind wir gesprungen und haben uns gut gehalten
Ich denke, das wird von Google sehr positiv gesehen, weil es virales Marketing bedeutet. Immerhin wollen die ja, dass die Leute bloggen. Außerdem haben wir auch versucht statt einfach nur stupide Kritik zu üben, konstruktive Vorschläge in einer Wunschliste zu sammeln. Das ist ein sehr erfolgreiches Konzept, was allen weiter hilft. Dadurch sind auch vereinzelte Kontakte zu Mitarbeitern für Interviews entstanden.
Pascal: Nachdem wir ja nicht jeden Fehler den Google macht aufgreifen, so wie ein Watchblog einer Zeitung mit vier Buchstaben, toleriert Google uns. Letzten Mai sind wir ja auf die Domain googlewatchblog.de umgezogen, wobei wir zuvor bei Google angefragt hatten, ob das für das Unternehmen ok ist.
Welche Blogs lest ihr regelmäßig?
Jens: Puh das sind eine ganze Menge… Also erst einmal so gut wie alle offiziellen Google-Blogs und die GoogleWatch-Blogs wie Google Blogoscoped, Google Operating System und Googlified. Ansonsten die halbe deutsche Blogcharts-Fraktion. Basic Thinking, Shopblogger, Hostblogger, Spreeblick (obwohl mir das garnicht mehr gefällt), BildBlog und viele mehr. Insgesamt sinds über 300 Feeds, davon 142 Blogs.
Pascal: Hauptsächlich unsere Quellen und die anderen Google Blogs. Aber regelmäßig lese auch Blogs, die eigentlich gar nichts mit Google zu tun haben – zum Beispiel Planet Mozilla.
Stefan M.: Blogoscoped, Georg Holzer, Lukas Burgstaller, r3dl1ne, … siehe meine Blogroll.
Stefan Z.: Ich hab alle offiziellen Google Blogs, die von bekannten Googlern, sowie andere offizielle Unternehmensblogs abonniert. An den großen IT-Nachrichtendiensten heise, golem usw. kommt man auch nicht vorbei. Und dann natürlich alle Blogs von unserem Bloggern aus der Community, die SEOs und dann noch viel richtung IT-Entwicklung aus wegen meies Studiums. Und beinahe täglich kommen neue in meinen Reader hinzu…
Steffen: Da ich mich sehr für Google Earth/Google Maps interessiere, gehören zu meinen Anlaufstellen: betrachter.de, gkarten, KugelErde. Die meisten News rund um Google spuckt mir der Google-Reader aus. Mein lieblings Blog der nichts mit Google zu tun hat > Weblog eines Bestatters.
Betreibt ihr noch andere Blogs?
Jens: Nein.
Pascal: Aber selbst verständlich! Pascal’s Blog zum Beispiel.
Stefan M.: stefan2904.blogspot.com und stefan2904.blogspot.com …
Stefan Z.: Ja, ich habe auch noch meinen privaten Blog, in dem ich aber nur sehr selten über etwas entferntere Themen philosophiere… interessanterweise verfolgt Google momentan auch eins meiner Forderungen, mehr Funk-Frequenzen für die modernere IT-Technik nutzbar zu machen und alte Medien auf dieser Basis nur noch emuliert laufen zu lassen. Also eigentlich Themenfremd, aber wenn man sich mit all den Dingen beschäftigt, trifft es sich wieder irgendwann.
Steffen: ja.
Was können wir in Zukunft von euch und euerem Blog erwarten?
Pascal: Einiges haben wir in Planung. Aber wie auch bei Google lassen wir uns nicht in die Karten schauen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werdet ihr es schon sehen.
Stefan M.: Mehr Wachstum im deutschsprachigen Raum bzw. Österreich wäre toll.
Steffen: Mehr Gastartikel schreiben, was jeder mal ausprobieren sollte der was neues über Google gefunden hat, im GWB gibt es links oben in der Ecke zwei Links.
da darf jeder seine Meinung, Fundstücke, Rund um Google verbreiten.
Stefan Z.: Wir wollen noch mehr Leser begeistern und im deutschen Sprachraum eine Referenz über Nachrichten zu dem Suchmaschinenimperium Google werden. Zudem haben wir auch noch ein paar Überraschungen vorbereitet, um die Inhalte unseren Lesern noch besser zu vermitteln. Der Hype wird wohl noch eine Weile gehen und bei Microsoft kann man beobachten zu welchen Größen so etwas noch führen kann.
Irgendwelche letzten Worte?
Pascal: Frei statt Bayern! (Sry das musste raus!)
Steffen: Ich werde im Sinne der Ausgewogenheit wohl vermehrt bei anderen Suchmaschinen googeln.
Link: www.googlewatchblog.de
Tags: Google



