kackblog.net
Hallo Britt, hallo Dirk, ich freue mich, Euch ein zweites Mal im Bloggersdorf begrüßen zu dürfen. Erzählt doch mal, was hat sich seit dem letzten Interview vor einem Jahr bei Kackblog.net getan?
Britt: Hallo! Freut uns auch! Ja, lang ist´s her und wir recherchieren und schreiben (und kacken) immer noch fleißig. Ein Artikel täglich, mindestens. Locker und ohne zu feste zu drücken. Wir sind ja zu zweit und können die „Arbeit“ gut aufteilen, falls einer von uns mal keine Zeit oder Lust hat. Das kommt aber echt nur ganz selten vor.
Im letzten Jahr kam der Kackshop dazu. Wer ein thematisch passendes Shirt oder Accessoires braucht („Aus dem Arsch, aus dem Sinn“, „Abkacken und Tee trinken“ oder „Wer zu spät kackt, den bestraft das Leben“, um nur einige zu nennen), der kann da gerne mal auf Shoppingtour gehen.
Mir scheint, dass sich viele Leute für Eure Scheiße interessieren. Wie viele Leser habt Ihr denn durchschnittlich?
Britt: Ganz so viele sind es leider nicht. Mein Ziel waren mal 1000 pro Tag. Momentan sind wir erst bei der Hälfte.
Dirk: Wir sind aber trotzdem zufrieden. Unsere Leser schreiben oft sehr interessante Kommentare. Da kommen tolle Konversationen zu Stande. Aber auch offline werden wir oft von Nichtlesern gefragt, was wir denn Neues geschrieben haben und wir können da wirklich stundenlang erzählen, bei dem ganzen Scheiß, den wir inzwischen zusammengetragen haben.
Wie kann Kacke die Welt aus der momentanen wirtschaftlichen Lage retten?
Britt: Interessante Frage! Klar, mit Scheiße kann man schon immer viel Geld verdienen. Ich bin ja Optimist! Aber damit General Motors oder die Hypo Real Estate retten? … Dann schon eher Schiesser. Die sollten uns mal fragen! Ich hätte da so einige Ideen ![]()
Dirk: Hm, Kacke kann die Wirtschaft momentan nicht wirklich retten, aber vielleicht zum Nachdenken anregen. Immerhin produziert ein jeder von uns tagtäglich etwas Einzigartiges, das nur kurze Zeit das Licht der Welt erblickt und dann mit allerlei Wasser und Papier in der Tiefe verschwindet. Wir sollten das, was wir von uns geben, manchmal genauer betrachten, es mehr schätzen und anderen davon berichten. Kommunikation, über Dinge reden, diskutieren und gemeinsam neue Ideen entwickeln. Das könnte so einiges bewirken.
Ich finde es übrigens großartig, wie Kindern die „Kotformen“ von Tieren durch den Maulwurf beigebracht werden. Was glaubt Ihr, wer denkt sich solche Zeichentrickfilme aus?
Britt: Jemand, der mitten im Leben steht und sich traut, die Dinge beim Namen zu nennen. Wahrscheinlich kein Lehrer.
Dirk: Oftmals ist das tägliche Geschäft immer noch ein Tabuthema. Dabei lassen sich an den Fäkalien z.B. Krankheiten und eine falsche Ernährung ablesen. Es kann also auch der Gesundheit dienen, sich mit seinem Stuhlgang zu beschäftigen. Trotzdem gilt es als eklig, darüber zu reden.
Habt Ihr euch in den Texten jemals mit den Farbspektren in der Schüssel befasst? Grünkohl, Rotwein etc.
Britt: Klar! In „Klugscheißen leicht gemacht, Teil 9“ im April 2008 ging es um das Farbspektrum. Isst man viel Fleisch, Blaubeeren oder sehr viel Lakritze, färbt sich der Stuhlgang schwarz-braun. Grün-braun wird er, wenn man viel Gemüse, Salat oder Spinat isst. Rot-braun kommt von Roter Bete. Und nimmt man sehr viele Milchprodukte, Eier oder stärkehaltige Koste wie Nudeln zu sich, kommt gelb-brauner Kot raus.
Dirk: Es ist relativ einfach, die Farben der Deutschlandflagge zu kacken. Mit etwas zeitlichem Abstand zwischen den Farben.
Der Klassiker: Kot in die Tüte, dem Feind vor die Tür, anzünden und klingeln. Jemals gemacht? Wir wären auch für andere Empfehlungen offen…
Dirk: Wir haben keine Feinde. Und das mit der brennenden Tüte, die dann ausgetreten wird und so – das finden selbst wir eklig. Nein, sowas macht man nicht.
Welche Blogs sind momentan außer Eurem so frisch-dampfend, dass Ihr sie lest und hier empfehlen würdet?
Britt: Mein absoluter Favorit momentan ist “Dark roasted blend” Hier gibts „Weird & wonderful things“. Ansonsten hab ich ganz viele Advertising und Design-Blogs abonniert, das bringt mein Beruf so mit sich, z.B. joelapompe.net oder mastercom.over-blog.com oder notcot.org
Dirk: Ich habe so viele Blogs in meinem Reader, aber meine absoluten Lieblinge sind “Ralphs nutzloses Wissen” für Klugscheißer, “Fail Blog” für Fremdschämer, “The Big Picture” für Fotoliebhaber, “Caschys Blog” für Technikinteressierte und “Als wir Olme aßen” für durchgeknallten Fäkalhumor (leider wurde hier lange nichts mehr geschrieben).
Abschließend habt Ihr noch kurz die Möglichkeit Eure Weisheiten unzensiert preiszugeben.
Britt: Niemals lesen auf dem Klo! Das begünstigt Hämorrhoiden! Außerdem empfehle ich in der Zeit zwischen Fastnacht und Ostern eine Fastenkur zur Darmreinigung. Ist die Kacke gesund, freut sich der Mensch!
Dirk: Naja, zu lange auf dem Klo lesen ist ungesund. Ich bin selbst bekennender Klo-Leser. Durch die Haltung auf der Klobrille werden die Backen auseinander gezogen, um dem Kot die Bahn frei zu machen. Dabei wird eben auch die Rosette frei gelegt und das kann die Bildung von Hämorrhoiden begünstigen.
Regelmäßiger Stuhlgang zwischen dreimal täglich und dreimal in der Woche ist normal. Weniger ist Verstopfung und mehr ist Durchfall. In beiden Fällen unbedingt den Hausarzt aufsuchen, denn der Verdauungstrakt ist ein Indikator der Gesundheit.
Unser Kackblog-Spruch: “Ich kacke, also bin ich!”
Ich danke Euch für die Zeit und wünsche weiterhin viel Erfolg bei Eurem Geschäfts-Blog.
Link: kackblock.net




April 21st, 2009 at 00:14
Was die Olme betrifft: Danke für das Kompliment. Demnächst kommt neuer Scheiß da rein.