Bestatterweblog.de
Das Bestatterweblog berichtet vom Alltag eines Bestatters namens Tom. Zu diesem Beruf gehören Pietät und Taktgefühl zum A und O.
Hallo Tom. Dein Blog ist recht ausgefallen: Du berichtest vom Alltag eines Bestatters. Wie bist du auf diesen Beruf gekommen?
Ich habe eine kaufmännische Ausbildung in diesem Betrieb gemacht und die Tochter des Inhabers geheiratet.
Wie entsprang die Idee, ein Bestatter-Blog zu gründen?
Tod und Trauer gehören zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft. Dennoch wird man als Bestatter eigentlich bei jeder Gelegenheit intensiv ausgefragt. Hieraus entsprang die Idee, das offensichtliche allgemeine Interesse über ein Weblog zu befriedigen. Außerdem hilft mir das Weblog, meine Erlebnisse zu verarbeiten.
Sind deine Leser ältere Leute die sich schonmal mit dem Übergang ins Jenseits beschäftigen, oder schart sich ein buntes Publikum um das Bestatterweblog?
Die Jüngsten, die sich geoutet haben, sind so um die 14, die älteste Leserin ist 92 Jahre alt. Es ist ein durchweg gemischtes Publikum aus allen Altersklassen und sozialen Schichten.
Wie fallen die Reaktionen deiner Leser aus?
Ich bekomme unwahrscheinlich viele positive Rückmeldungen und es grenzt schon fast ein bißchen an Fanpost. Ich freue mich sehr darüber, auf diese Weise ein positives Feedback zu bekommen. Das ist bei Weblogs ja nicht immer so. Manche schreiben ein Blog und bekommen nur wenige Kommentare. Erst wenn sie das Weblog einstellen wollen, melden sich oft zahlreiche stille Leser. Ich bin ganz froh, daß meine Leser nicht ganz so still sind.
Die wichtigste Regel eines Bestatters?
Behandele jeden Verstorbenen und Angehörigen so, als ob es Dein Vater oder Deine Mutter wäre.
Erd- oder Feuerbestattung?
Feuerbestattung. Das spart Platz, Kosten und man kann mit der Asche nach freiem Willen verfahren, wenn man sich auskennt.Meine Asche soll mal an einem meiner Lieblingsplätze verstreut werden.
Welche Blogs liest du regelmäßig?
Keine. Ich schaue ab und an beim Shopblogger rein und klicke mich mal durch meine Blogroll. Aber von diesem kleindeutschen Gehabe "ich schreibe bei dir nur wenn du auch bei mir kommentierst" halte ich nichts. Ich mach mein Ding und kümmere mich nicht viel.
Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?
In erster Linie möchte ich so weitermachen wie bisher. Allerdings haben mich die Leser schon zu einem Buch zum Weblog überredet, das in diesen Tagen erscheint. Mal sehen, wozu ich mich noch hinreißen lasse. Derzeit wird viel nach einem Podcast gefragt.
Irgendwelche letzten Worte?
Macht’s gut. und danke für den Fisch!
Tom, danke für das Interview und weiterhin eine gute Zeit.
Link: www.bestatterweblog.de
Tags: Bestattung



März 9th, 2008 at 10:41
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