Archive for the ‘Allgemein’ Category

Bestatterweblog.de

Freitag, Februar 13th, 2009

Hallo Tom, herzlich willkommen zurück im Bloggersdorf. Erzähl mir doch bitte zunächst einmal, was sich beim „Bestatterweblog“ seit unserem ersten Interview vor einem Jahr so getan hat.

Ich mache einfach weiter mein Ding, erzähle aus dem Leben und Berufsalltag eines Bestatters und versuche den Spagat zwischen Information und Unterhaltung. Seit dem letzten Interview hat sich das Weblog etabliert und es hat einen etwas größeren Bekanntheitsgrad erlangt.

Bei meinem letzten Besuch Deiner Seite schien es mir, als habest Du inzwischen einen breiten Leserstamm aufbauen können. Wie werden die Leute auf Deinen Blog aufmerksam?

Keine Ahnung, woher die Leute vom Weblog erfahren. Ich reise nicht durch die Blogosphäre und kommentiere in allen möglichen Weblogs, nur um meine Duftmarken zu hinterlassen. Mir ist bewußt, daß dieses gegenseitige Besuchen, Lesen, Kommentieren und Verlinken ein wichtiger Aspekt innerhalb der sogenannten Blogosphäre ist, aber mir fehlt dazu einfach die Zeit. Vielleicht würden noch mehr Leute kommen und lesen, wenn ich mehr unterwegs wäre.
So nehme ich an, daß es Mundpropaganda ist, die Leute aus den Blogrolls anderer Blogs von mir erfahren und einige Berichte in den Medien auch Interessenten anziehen.

Wie viele Besucher hast Du inzwischen durchschnittlich?

Ja, das ist ein Thema. Als ich im April 2007 angefangen habe, reichte noch ein ganz normaler Webauftritt, dann nahm die Besucherzahl derartig zu, daß ich einen Hoster mit mehr Service brauchte, wo ich dann im shared-hosting unterkam. Aber die Besucherzahl und die Zahl der Seitenaufrufe stieg weiterhin und es mußte ein eigener Server her. Aber der ist jetzt, Anfang 2009, auch schon wieder zu klein, sodaß wir derzeit auf eine größere Maschine umrüsten.
So im Schnitt komme ich auf etwas über 20.000 Besucher, aber an Spitzentagen sind es auch schon mal dreimal so viele. Und dann kommt eben derzeit leider nicht mehr jeder durch und viele sehen dann vorübergehend nur eine Fehlerseite, bis sich der Andrang wieder gelegt hat. Ich hoffe, daß das mit einem neuen Server besser wird.

Die Themen Tod und Bestattung, so scheint mir, sind auch heute für die Bevölkerung keine, über die die Familie beim Abendessen spricht. Denkst Du, dass der Erfolg Deines Blogs damit zusammenhängt, dass die Nutzer hier die Möglichkeit haben, sich zu informieren ohne „darüber sprechen zu müssen“?

Hm, ich sehe das etwas anders. Keiner spricht gerne über den eigenen Tod, niemand will gerne trauern. Aber über das Thema reden, ja, das tun wir doch alle. Wenn ein Bestatter in geselliger Runde seinen Beruf nennt, folgt zuerst Erschrockenheit, dann kommt die Neugierde und alle wollen etwas wissen. Ja, in der Situation in der man nicht selbst von Tod und Trauer betroffen ist, spricht man an und für sich sogar sehr locker und entspannt über das Thema.
Da das Thema aber in unserer Gesellschaft mit sehr vielen Tabus belegt ist, bietet das Bestatterweblog eben genau dafür Raum und Gelegenheit.

Du bist täglich mit dem Tod konfrontiert. Wie schaffst Du es, damit umzugehen und das was du tagtäglich erlebst zu verarbeiten?

Das Bestatterweblog dient mir dazu, eben diese Erlebnisse und Erinnerungen zu verarbeiten. Ich bin jemand, der Dinge sehr gut abarbeiten und auch lernen kann, wenn er darüber erzählt.

Du beschreibst in deinem Blog regelmäßig Erlebnisse Deines Arbeitsalltags. Hast Du jemals Probleme bekommen, wenn sich Menschen trotz Namensänderungen in Deinen Geschichten wiedererkannt haben?

Nein, noch nie. Ich verändere ja bekanntlich Namen und Orte, setze die Ereignisse in einen anderen zeitlichen Rahmen und verschmelze mehrere Erlebnisse oft zu einer Geschichte. Dadurch, daß ich anonym blogge, kommt keiner aus meinem tatsächlichen Umfeld darauf, daß er gemeint sein könnte.
Gebe ich Geschichten mal hier im Umfeld zum Besten, ist genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich eine Figur total überzeichne, dann sagen die Menschen, daß sie genau so einen kennen. Berichte ich aber ganz normale, fast schon alltägliche Verhaltensweisen, höre ich oft, das sei ja nun unglaubwürdig.

Zwischendurch eine ganz bescheuerte Frage rein interessehalber: Magst Du Wrestling?

Ab und zu schaue ich das mal mit meinem Sohn, der das sehr gerne im Fernsehen anschauen mag. Ich war auch schon einmal in den USA auf einem Wrestling-Event. Aber im deutschen Fernsehen schaue ich mir das nicht so gerne an, weil ich die übertriebene Art der Kommentatoren für unerträglich halte.

In der Vergangenheit ist eine größere Anzahl an Medien auf Dein Weblog aufmerksam geworden. Stört Dich die mediale Aufmerksamkeit mit positiver oder negativer Berichterstattung?

Mir ist noch keine negative Berichterstattung untergekommen. Es stört mich aber nicht, wenn über das Weblog berichtet wird. Jedoch treibt es mich nicht in das Licht der Öffentlichkeit, ich mag gar nicht bekannt werden. Das bringt aber auch manchmal Probleme mit sich, wenn beispielsweise –wie neulich erst- ein öffentlich-rechtlicher TV-Sender mich gerne zu einer Sendung eingeladen hätte, ich aber wegen der Anonymität leider nicht zusagen konnte. Wäre gerne mal erster Klasse Bahn gefahren und hätte fürstlich übernachtet.

Wäre es rechtlich möglich, dass meine Asche in der Elbe verstreut wird ohne dass sich meine Nachkommen strafbar machen würden?

Schon. Meines Wissens ist es ohnehin nur eine Ordnungswidrigkeit, Totenasche nicht der Beisetzung auf einem Friedhof zuzuführen. Ich wüßte auch nicht, daß dafür ein Bußgeld fällig würde, wohl aber würde man Zwangsmaßnahmen zur Erlangung der Asche einsetzen. Wenn die Asche nun aber schon verstreut ist… Und eine Gewässerverunreinigung steht nicht zu befürchten, Asche ist rein mineralisch und steril.

Zum Abschluss ein Klassiker: Hast Du Angst vor dem Tod?

Nein, überhaupt nicht. Ganz ehrlich, nein. Was mich manchmal bewegt, sind natürlich der Wunsch, ohne Schmerzen sterben zu dürfen und ein wenig Wehmut, daß ich die Zukunft dann nicht mehr erleben kann, aber der Tod an sich schreckt mich nicht.

Tom, vielen Dank für deine Zeit und weiterhin alles Gute für Job und Blog.

Link: Bestatterweblog.de

Renovierung, Rückker & Revival

Freitag, Februar 13th, 2009

Hallo und ein herzliches Willkommen zurück im Bloggersdorf!

Nachdem das (Touristen-) Informationsbüro des Dorfes zuletzt durch die böse Magie des Zeitmangels in einen langen Winterschlaf versetzt wurde, haben die Einheimischen fleißig weiter gelebt und gebloggt. So freuen wir uns, Euch mitteilen zu können, dass nun auch wir frisch gestärkt daran arbeiten, das Dorf zu renovieren und auf Vordermann zu bringen. Was hierbei verändert bzw. verbessert wird, bleibt zunächst verborgen in unseren riesengroßen Schubladen voller großartiger Ideen, denn Filmfans wissen: Spannung ist alles!

Was interessiert Menschen am meisten, nachdem sie ihr Dorf für eine lange Zeit verlassen haben?

Richtig: Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Was gibt es neues? Und: Wie geht es unseren Nachbarn und Freunden?

Das haben auch wir uns gedacht und somit beginnen wir die Rückkehr ins Bloggersdorf damit, unsere Freunde zu besuchen und die bereits geführten Interviews noch einmal aufleben zu lassen. Natürlich ist in der Zwischenzeit viel passiert und so sind unsere Fragen aktueller und zum Teil auch etwas spezifischer zu den jeweiligen Themengebieten und Interessen der Blogger.

Also: Setzt Euch, nehmt Euch einen Keks und fühlt Euch wie zu Hause – im Bloggersdorf.

www.rezension.org

Donnerstag, September 4th, 2008

Servus WolfWie wäre es mit einer kurzen Vortsellungsrunde? =)

Hi, ich bin gelernter Mediengestalter, arbeite hauptberuflich als Layouter für Fachzeitschriften und verdiene mir nebenzu etwas mit Webdesign und eigenen Projekten, wie beispielsweise der Rezension.org. Ein großes Hobby von mir, ebenfalls im Designbereich, ist die 3D-Animation. Habe dazu ein 1-jähriges Studium mit der Software Maya gemacht und hoffe den 3D-Bereich mit verbesserter Internetperformance in Zukunft auch für meine Webseiten einsetzen zu können.

Wie bist du zum Bloggen gekommen und warum tust du es immer noch?

Ich bin eigentlich kein typischer Blogger, sondern habe festgestellt, dass sich CMS-Systeme für einzelne Projekte sehr gut eignen und mich dann für WordPress entschieden. Hier spielen einige Dinge eine Rolle, bei der Rezension.org ist es unter anderem die Möglichkeit Autoren anzulegen und diese selbst ihre Artikel bzw. Rezensionen, schreiben zu lassen. Alles ohne übermäßigen Programmieraufwand.

Was stöhrt dich am meisten im / am WWW und wie könnte mans
ändern??

Da könnte man vieles anführen. Das erste was mir in den Sinn gekommen ist die Oberflächlichkeit und Schnelllebigkeit. Dinge, die gestern noch toll waren sind morgen schon out. Engagement und Liebe zum Detail wird von Leuten untergraben, die auf die schnelle Kohle aus sind und diese mit technischer Hilfe, schnell aber lieblos erreichen wollen.

Wie würdest du dich / deinen Blog charakterisieren?

Ich würde mich selbst als Kreativen bezeichnen und mein Blog ist eine Möglichkeit seine Meinung zu Bücher, Filmen etc. darzulegen. Natürlich steht auch hier der kommerzielle Nutzen im Vordergrund, aber nicht um jeden Preis. Der Blog soll echte und interessante Informationen bieten.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Jetzt hast Du ich erwischt. Keinen. Ich lese den Heise-Newsletter und bin in Foren aktiv, unter anderem zum Thema Domains und SEO. Jedoch lande ich dabei immer wieder auf verschiedenen Blogs.

Betreibst du noch andere Blogs?

Ja ich betreibe den Blog http://www.partnersuche.es. Dieser war zu Anfang sehr von meinen persönlichen Erfahrungen im Netz geprägt, ja ich bin auch ein unglücklicher Single, aber inzwischen versuche ich diesen auf eine neutrale und informelle Ebene zu führen.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Ich führe alle meine Projekte fort und habe ständig neue Ideen, für deren Umsetzung mir kaum Zeit bleibt. Wenn ich genügend Erfahrungen gesammelt habe, möchte ich ein richtig großes und tolles Projekt umsetzen, mit dem ich wirklich beeindrucken kann. Rezension.org hat das Potenzial groß zu werden, aber zum Staunen gibt es schon zuviel Konkurrenz auf diesem Gebiet. Trotzdem bin ich stolz darauf und hoffe mich damit in Zukunft etwas von der Masse absetzen zu können.

Irgendwelche letzten Worte?

Klasse statt Masse. Genau das wird sich durchsetzen und ist auch mein guter Rat an alle, die in Zukunft erfolgreich sein wollen.

Vielen dank und noch einen schönen Tag =)

Vielen Dank für das Interview
Wolfi

www.basicthinking.de/blog

Freitag, August 15th, 2008

Hallo Robert, schön, dass du dir Zeit für uns nimmst. Vielleicht möchtest du dich, für alle Leser die dich noch nicht kennen kurz vorstellen?

Ohne bei meiner Geburt in Ex-Jugo anzufangen? Bin mit 41 immer noch begeisterter Internetfreak, nutze mein Blog Basic Thinking als Kontakt- und Austauschplattform mit der virtuellen Außenwelt, bin selbständig und habe zwei Kinder, die noch zur Schule gehen (noch ist gut, das dauert noch noch:) Das sind schon die wichtigsten Eckdaten. Schlafe gerne, lese gerne, spiele gerne (auch mit meinen Kindern:), interessiere mich für die Zukunft, ärgere mich über die verdorbenen Mächtigen dieser Welt, versuche aber im Großen und Ganzen im Einklang mit dem Guten und dem Schlechtem zu leben. Nein, bin kein Buddhist. Eher Nerdist oder Internetist. Oder vielmehr Menschist. Ach, egal…

Die Frage welche Blogs du liest kann ich mir sicher sparen, da es wohleinige sind, aber welches sind deine 3 favourite Blogs?

Das ist immer das Blog, das mich gerade jetzt mit einem Artikel zum Nachdenken gebracht hat. Das gelingt einem Blog alleine niemals auf Dauer, also wechselt das.

Was wird deiner Meinung nach der nächste große “Milestone” im Internet sein?

Wenn das Internet hauptsächlich nicht mehr über diese riesigen Plastik/Metallkisten und einem gigantischen Monitor mit unverständlicher Software bedient und genutzt wird.

Glaubst du neue Formen der Arbeit, wie du sie ja betreibst, werden in Zukunft breitere Bevölkerungsschichten erreichen? Und inwiefern ist das Internet daran beteiligt?

An neue Formen der Arbeit? Arbeit leitet sich aus Arbeitsteilung im Smithschen Sinne ab und unmittelbar damit ist wirtschaftliches Denken auf Vermehrung des Reichtums des Einzelnen zu nennen, das  zZt nahezu alle Kulturen dominiert. Damit hängt auch die Bedeutung des Einzelnen zusammen, der entsprechend seinem Wohlstand aber auch öffentlicher Wahrnehmung einen bestimmten sozialen Status einnimmt. Das Streben nach sozialem Status ist untrennbar mit unserem menschlichem Ego verbunden, nicht aber der Weg über “Arbeit” dahin. Dementsprechend wäre eine andere Form der Arbeit als Aternative zu betrachten, wenn man deren Inhalt daran bemisst und bewertet, wie sehr sie zum dauerhaften Wohle aller beiträgt und nicht zum Wohle eines Einzelnen oder weniger Personen oder auch nur den Personen, die in einem territorialen Gebiet ansässig sind (das fängt nicht unbedingt beim Bankkonto an, sondern beginnt mental bei der Wertschätzung, geht über Rechtssysteme bis hin zu anderen monetären Entlohnungssystemen).

Das Internet kann insofern dazu beitragen, dass eine neue Form der Wissenskultur aufklärerisch wirkt, wozu es aber dazugehört, dass mehr Menschen mit Hilfe des Internets sich austauschen können, sprich, sie benötigen Access zum Netz. Sie benötigen auch eine Vorstellung, wozu man wohinarbeiten sollte.

Ja, Stichworte wie Open Culture, Open Access, Open Communication, Open Innovation sind daher nicht nur bloße Worthülsen für mich. Das vorzuleben fällt aber immens schwer, da man teils gegen den Strom schwimmen muss (was wenig bringt, sich entgegenzustemmen, also muss man Kanäle bauen), teils auch gar in rechtliche Konflikte kommen würde, wenn man es puristisch denken und umsetzen täte. Zudem erwarten bestimmte Kulturen ein hohes Maß an sozial normierter Privatsphäre. Eingefahrene und akzeptierte Gebräuche sind demnach nicht nur en Randproblem, sondern sie bedingen das komplette Zusammenleben und wirken ungemein stark wie auch hemmend gegen neue Strömungen.

Wie wird sich Werbung im Internet entwickeln?

Schwer zu sagen, wie sich die Informationssysteme entwickeln werden. Nimmt man gedanklich an, dass sich das Netz ähnlich wie der Kapitalmarkt zu einem quasi (!) vollkommenen Informationsmarkt entwickelt, müsste man annehmen, dass Werbung eine schwächere Rolle als Sender im Sinne von Push spielen wird. Denn der eigentliche Empfänger kann im Rahmen eines quasi vollkommenen Informationssystems in Sekundenbruchteilen erfahren, wo es das gibt, was er sucht. Werbung wirkt ja nahezu genau umgekehrt, man sendet Informationen zum Empfänger. Pushende Werbung wird abnehmen, möglicherweise. Werbung selbst wird es immer geben, man denke nur alleine an die Form, wie ich ein Produkt präsentiere. Auch das ist Werbung in einer bestimmten Ausprägung, eben nicht sendend und hinholend, sondern in dem Falle abholend.

Wäre jetzt, eine gute Idee vorausgesetzt, ein guter Zeitpunkt um ein Webstartup zu gründen?

Solange kein Atomkrieg oder Krieg per se herrscht, gibt und gab es nie eine schlechte Zeit für gute Ideen meiner Meinung nach. Wirtschaft entwickelt sich in mehrschichtigen Zyklen. Wenn man eine Idee bis zur Etablierung vom Zeitraum her betrachtet, wird man sich unweigerlich mit den unterschiedlichen Ausprägungen dieser Zyklen, den Auf und Abs, mitbewegen.

Nun noch ein paar Fragen die dich als Person betreffen ;) . Welches Getränk favorisierst du beim Arbeiten?

Cola, leider, macht fett, aber glücklich

Snacks?

Hu hom hu hom… nicht so häufig, wenn dann eher ein Eis, ein Tortenstückchen oder eine gute Schocki!

Was interessiert dich Privat außer dem Internet? (Hobbys?)

Lesen ohne Ende!

Wenn du einen Wunsch frei hättest, wie würde dieser aussehen?

Der eine Wunsch wird auf immer unerfüllbar bleiben: Das ein Mensch den anderen nicht killt oder ihn zwingt, etwas zu tun, was er nicht will. Der erfüllbare Wunsch ist weitaus einfacher: Die Abschaffung von Nationen bzw. dem territorialem Denken als Grundlage für das Entziehen von Kriegserklärungen:)

Die aktuelle Lage im Kaukasus zeigt deutlich, welche Spannungen zwische n West und Ost existieren. Wie beurteilst du die Lage?

Krieg ist Krieg, was gibt es daran schon zu beurteilen? Jeder Mensch, der an einem Krieg proaktiv teilnimmt,  um politische und staatliche Interessen im Allgemeinen durchzusetzen, ist schlichtweg ein Verbrecher und gehört in den Knast, um die Menschheit vor diesem Abschaum zu schützen. Dummerweise haben wir nicht Gefängnisse und leider sind wir noch nicht soweit, solche Menschen zu brandmarken. Daher wird es wie immer sein: Man wird die Toten beklagen, man wird sich einigen und die Geschichte wird das Jahr des kurzen Krieges notieren. Mehr wird nicht passieren. Wie immer, human business as usual.

Soo… Nun will ich dich nicht länger vom Bloggen abhalten ;) Vielen Dank für das nette Interview Robert.

tellerdreher.net

Mittwoch, April 9th, 2008

Hallo ihr beide. Ihr schreibt über verschiedenste Inhalte. Welche Themen sind euch am liebsten?

LW: Lustige Dinge aus dem Alltag, blödsinnige Ideen oder Gedankenblitze, die man nach außen geben will und kann. Aber auch Trauriges oder Tragisches können Inhalt unserer Artikel sein.

TD: Da sind wir eigentlich nicht festgelegt. Alles was einem in den Sinn kommt und die Leser interessieren könnte. Hauptsache es wird nicht langweilig. Allerdings halten wir bestimmte Inhalte recht kurz. Es gibt einfach Themen, die zu sehr polarisieren und zu heftige Diskussionen entfachen können. Das bezieht sich zum Beispiel auf den Bereich Politik, Religion, etc. Klar, man kann auch hier und da mal etwas über diese Themen schreiben, aber politische Diskussionen möchten wir anderen Blogs überlassen.

Es gibt viele Blogs, die sich auf kein bestimmtes Thema fokussieren. Wie unterscheidet sich tellerdreher.net von denen?

TD: Und genau diese Vielfalt an Themen macht Tellerdreher.net interessant. Wir verzichten auch auf Artikel, die reine Fiktion sind. Wir sprechen sowohl die weiblichen Leser an und gleichzeitig auch die männlichen, weil wir für jeden etwas dabei haben. Ich denke, genau diese Mischung aus Themen macht uns sehr interessant. Da gibt es mal die Techniknews für den Herrn und die Schuhdiskussion für die Dame.

Außerdem ist eine wichtige Komponente nicht zu vergessen: Unsere Kommentatoren. Eine gesunde Mischung aus verschiedenen Regionen, die alle sehr amüsant und mit Witz ihre Kommentare loslassen. Wenn ich mal dran denke, was unsere Blogparty für einen Zulauf hatte, da ging so richtig die Post ab. Keine reale Party hat dann soviele Besucher und ist so kommunikativ:

An dieser Stelle möchte ich auch mal ein Kompliment raus lassen: Mir gefällt euer  Schreibstil und die Themenwahl. Sucht ihr noch Mitschreiber? (Anfrage gilt nicht für mich :) )

LW: Vielen, vielen Dank für das Kompliment. Es ehrt uns natürlich, wenn wir andere Leute zum schreiben animieren können. Unser Schreibstil ist wahrscheinlich alles andere als perfekt, aber er ist mit Herz, Witz und Ehrlichkeit geschrieben. Ich denke, das macht ihn auch ein Stück weit authentisch.

TD: Weitere Autoren nehmen wir leider nicht auf. Es gab in der Vergangenheit einige Anfragen, die haben wir aber abgelehnt. Wir wollen das Team im kleinen Rahmen halten und es könnte ein zu heftiger Mix der Artikel / Themen entstehen. Außerdem müssen wir dann nichts kontrollieren und ggf. reglementieren. Wer sich selbst mitteilen möchte, der kann ohne große Probleme in ein paar Minuten einen eigenen Blog erstellen und führen.

Welche Blogs lest ihr regelmäßig?

LW: Zu meiner täglichen Blogrunde gehört Facing my Life, Kopfschüttler, Herr Schmidt, unsere Maksi, Hillis Blog, Grübeleien oder auch Fr. Weitergelesen. Das ist nur ein geringer teil meiner Favourites. Allesamt in ihrer Art einzigartig, interessant und absolut empfehlenswert.

TD: Ich muß an dieser Stelle ehrlich gestehen: Mein Konsum von Blogs ist extrem runter gefahren. Ich habe nicht soviel Zeit, um alle interessanten Blogs zu lesen und beschränke mich daher meist auf Gadget Blogs und surfe hin und wieder einige Blogs aus unserer Blogroll an. Irgendwann möchte man auch mal auf dem Sofa sitzen und nicht nur vor dem Bildschirm.

Betreibt ihr noch andere Blogs?

LW: Na, dieser Blog langt doch?! ;-) Nein, ich für meinen Teil bin hiermit schon recht "bedient", das real life sollte doch immer im Vordergrund stehen und noch mehr zeit für das Bloggen zu investieren, äh, dazu fehlt mir die Zeit!

TD: Ich habe vor ca. 1 – 1 ½ Jahren noch einen Blog über RC-Cars geführt. Allerdings wurde das ganze extrem zeitaufwendig. Das Pflegen der täglichen News und das Beantworten von Leserfragen wurde einfach irgendwann zuviel. Daher beschränke ich mich auch nur noch auf Tellerdreher.net. Da muß ja auch immmer ein wenig Administration betrieben werden.

Was können wir in Zukunft von euch und eurem Blog erwarten?

LW: Hm, drehen wir den Spieß doch um, was erwartet die Leserschaft noch von unserem Blog? Welche Themen sollten häufiger angesprochen werden oder welche Dinge gehen den Lesern auf den Keks?

TD: Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Inhalt und Aufmachung sprechen unsere Leser an und die Themenwahl ist auch interessant und abwechslungsreich. Wir haben nichts Großes geplant und werden mal sehen, was das Jahr 2008 so bringt. Vielleicht werden wir mal ein Gewinnspiel / Ratespiel einführen, bei dem man etwas gewinnen kann. Einfach mal überraschen lassen. Und: Wir blieben werbefrei! Wir haben zig Anfragen bekommen Werbung zu schalten. Aber das gibt es bei uns nicht. Ich will keine Banner oder Blinke-GIFs auf der Seite. Außerdem sind die laufenden Kosten nicht so hoch, dass man direkt einen Sponsor braucht.

Irgendwelche letzten Worte?

TD: Vielen Dank für das Interview und dem Interesse an Tellerdreher.net. Wir hoffen, wir haben die Fragen zur vollsten Zufriedenheit beantwortet und wünschen unseren Bescuhern weiterhin viel Spaß bei der Lektüre unseres Blogs.

 

Link: www.tellerdreher.net

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