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Interview mit Benno von Direkte Aktion – Freiheit stirbt mit Sicherheit! – direkteaktion.over-blog.de

Dienstag, Juni 8th, 2010

Sehr geehrter Hr. Ohnesorg/ Hallo Benno!

Die Verzögerung mit dem Interview tut mir sehr leid! Leider bin ich schon
seit einer Woche krank, was die Fragenentwicklung etwas verzögert hat.
Aber hier nun das Interview.

Benno, bitte!

Ich war ein paar Tage offline, deshalb hat es länger gedauert mit meinen
Antworten. Aber hier sind sie nun. Ich hoffe, es sind nicht zu viele
(Tipp-)Fehler drin geblieben.

1) Stell dich und deinen Blog doch bitte einmal für unsere Besucher vor!

Ich war schon immer irgendwie politisch aktiv – auch eine (kurze, aber
spannende) Zeit lang in einer Partei. Seit ich eine Tochter habe, mußte ich
meine Aktivitäten aber sehr einschränken – vor allem aber habe ich nicht
mehr (oder viel zu spät) mitbekommen, was alles da draußen so an spannenden
Aktionen lief.

Als ich dann eines Tages in der Stadt mal wieder überraschend auf eine
Demo stieß, an der ich auch gern teilgenommen hätte, wenn ich ein wenig
früher davon erfahren hätte. Da wurde mir erst klar, dass viele Leute
politisch viel aktiver wären, wenn sie früher und gründlicher informiert
würden. So aber blieben die politisch Aktiven meist unter sich.

So wurde die Idee geboren, mich vor allem als Multiplikator der Aktionen
anderer zu betätigen. Das läßt sich besser mit meiner Lebensplanung
vereinbaren, aber es sorgt auch dafür, dass die Wirkung der Aktiven da
draußen sich vervielfacht.

Es begann mit dem Blog “DirekteAktion” (
http://direkteaktion.over-blog.de/ ), wurde aber schnell ergänzt durch
Aktivitäten bei den Micro-Blogging Diensten twitter (
http://twitter.com/direkteaktion ), identi.ca (
http://identi.ca/direkteaktion/ ) und Friendfeed (
http://friendfeed.com/direkteaktion ). Kürzlich ist eine Mailingliste über
Nazi-Aktivitäten und Anti-Nazi-Proteste
(https://lists.riseup.net/www/info/aktiv_gegen_nazis ) hinzugekommen. Aber
das Kernstück ist und bleibt das Blog.

2) Warum heißt dein Blog “Direkte Aktion”?

Die Politiker und Medien wollen uns – gerade die von uns, die wenig Zeit
haben – zu Zuschauern der “Demokratie” machen. Wenn es nach Ihnen geht,
dann wählen wir und halten ansonsten das Maul. Doch die Inhalten und
Interessen sind heute viel zu komplex und unterschiedlich geworden, um sie
einer hand voll Parteien und Medien zu überlassen.

Auch fast alle Blogs im Web beschränkt sich darauf, dieses Spiel
mitzuspielen. Sie verbreiten zwar Meinungen, aber bieten keine Möglchkeit,
basierend darauf zu handeln.

Der Begriff “Direkte Aktion” ist ein Begriff aus der Sozialgeschichte und
beschreibt direktes Eingreifen in wirtschaftliche und/oder politische
Zusammenhänge. Historisch sind mit Direkten Aktionen gemeinschaftliche
Aktionen gemeint, die – im Gegensatz zu Forderungen, Drohungen oder
Verhandlungen – direkt auf die Durchsetzung eines gemeinsamen Zieles
wirken. Daher werden historisch als Mittel der Direkten Aktion oftmals
Besetzungen, Streik, Boykott und Sabotage genannt. Handeln statt reden.

Bei den historischen Vorbildern will ich – wenn auch etwas weniger
militant – anknüpfen. Dehalb unterstütze ich – wenn auch bewußt abweichend
von der historischen Definition – alle Aktionsformen, die uns BürgerInnen
mehr Einfluß und Stimme in der Öffentlichkeit verschaffen:
Unterschriftenaktionen, Petitionen, Online-Abstimmungen, Protestbriefe,
Flash-Mobs, Informationsveranstaltungen, Zusammenschlüsse,
Parteigründungen, Vereine, Stiftungen, Demos, Blockaden, Streiks, …

In Kürze: Es geht mir darum, das die Menschen aktiv werden.

3) Wie viele Leser erreichst du im Schnitt ?

Ich misstraue ja jeder Statistik grundsätzlich, aber wenn mein
Blog-Anbieter nicht komplett lügt, dann habe ich derzeit im Schnitt täglich
so etwas 200 BesucherInnen.

Das schwankt jedoch stark. Ich bin extrem darauf angewiesen, dass meine
Artikel von anderen Menschen verlinkt werden. Wenn ich neue, spannende
Themen habe, fliegen die Zugriffe durch die Decke. Wenn es um die
politischen Dauerbrenner geht, dann sacken die Zugriffe ziemlich ab.

Aber ich hoffe auf noch viel mehr Menschen, die sich wie ich als
Multipilkatoren engagieren.

4) Wie ist die Reaktion der Öffentlichkeit auf deinen Blog?

Abgesehen von ein paar Trollen, ist die Reaktion toll. Noch kann ich
Aktionen nur unterstützen, aber schon bald werde ich die Weltherrschaft an
mich reißen. ;-)

5) Was wünscht du dir vom Internet?

Mehr Geist, weniger Trolle. Und das es nicht zur kommerziellen, geistlosen
Shopping-Zone verkommt wie unsere Innenstädte.

Und ein wenig mehr Gelassenheit. Nicht jeder Trend muss nach 24h Stunden
veraltet sein, nicht jede Mail nach einer Stunde beantwortet. Historie &
Qualität wird (von den Nutzern) leider zu wenig gewürdigt, “Trending
Topics” dagegen völlig überbewertet.

Aber nur was den Sturm der “attention” überdauert, hat wirklich Wert.

6) Denkst du, dass Blogs langfristig eine Konkurrenz für die tagesaktuelle
Presse werden kann?

So wie sich die Mainstream-Medien derzeit präsentieren? Als
oberflächliche, unkritische, Klatsch-, Meinungs- und Zitatmaschinen?
Locker! Da sind Blogger viel unabhängiger, engagierter, fachlich
kompetenter und vor allem kritischer. Blogger denken mehr nach.

Echten Journalismus (leider fast ausgestorben) könnten sie natürlich nicht
schlagen. Denn er hätte den (Zeit-)Vorteil, Themen komplett zu durchdringen
und wirklich von allen Seiten auszuleuchten.

Aber heute ist es ja hipp für Journalisten, das Internet (Twitter, Blogs
oder Facebook zu zitieren / besprechen). Ham die keine besseren Quellen?

Wenn die Medien nicht wieder auf Qualität, Recherche und Hintergund
setzen, haben sie aber gegen das Internet schon verloren.

7) Welcher deiner Posts bekam die meiste Reaktion/ das meiste Feedback?

“Zart, aber bitter – Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie”
(http://direkteaktion.over-blog.de/article-32135413.html ) – die meisten
Zugriffe (dauerhaft!), die meiste Weiterverbreitung, die meisten e-Mails.
Und: Komplett zustimmend.

8) An dieser Stelle bitte ich um etwas Selbstkritik: Wo hackt es bei euch?
Bei der Entwicklung des Blogs?

Die Technik – ich bin ein ziemlicher DAU und ich fürchte, ich verschenke
dadurch viel Potential. Ich bin darauf angewiesen, vorhandene Dienste mit
den geringsten Anpassungen zu Nutzen. Auch meine Ausstattung ist mies.
Mein Rechner in inzwischen fast 8 Jahre alt.

Mit Rechtschreibung bin ich zu nachlässig. Meine Texte enthalten zu viele
Tippfehler. Ich bin einfach zu ungeduldig, um systematische Fehlerkorrektur
zu betreiben. Das ist keine SEO-Strategie.

Außerdem sollte ich aktiver nach Leuten suchen, die mitmachen.

9)Was sagst du zu “stiller Revolution” ?

Ich mus zugeben, dass ich den Begriff nicht kannte und ihn erst
nachschlagen mußte. Ich denke, das die Form die Veränderung nimmt, nicht
entscheidend ist, sondern dass Veränderung angestrebt wird. In einer
idealen Form nimmt ist sie den Weg Gandhi´s Satyagraha. Historisch sind die
stiller Revolution in Quebeck und die Nelkenrevolution in Portugal
interessante Vorbilder. Ich glaubes sogar, das Reformen sehr erforgreich zu
Verbesseungen führen können.

Aber ich glaube nicht, dass man Veränderung planen kann. Veränderung
“passiert”. Wichtig ist, danach zu streben.

Und ich glaube, dass sich die Form von Veränderung daraus entwickelt,
wieviel Druck und Gegendruck besteht. Ein Reform-feudiges System wird nie
eine Revolution erleben. Je beharrender / konservativer ein System ist,
desto heftiger wird die Reaktion sein, wenn sich Veränderung durchsetzt.

Die Regierenden bestimmen nicht den Umfang von Veränerung, sondern
beeinflussen nur den Zeitpunkt und die Heftigkeit.

10) Wenn du an meiner Stelle wärst, welchen Blog würdest du dir als
Interviewpartner suchen und welche drei Fragen würdest du dem
Blogbetreiber stellen?

Viele Fragen hätte ich natürlich an fefe (http://blog.fefe.de ), aber der
ist schon soooo bekannt. Daher möchte ich die Mädchenmannschaft (
http://maedchenmannschaft.net/ ) vorschlagen.

Fragen würde ich sie:

a) Was wollt ihr eigentlich erreichen?
b) Warum sind in der Mädchenmannschaft auch Jungs?
c) Was ist das wichtigste Ziel des Feminimsmus heute?

11) Irgendwelche abschließenden Worte?

Zwei:

Die bewußte Bejahung der Schwierigkeiten hat das Leben des Menschen stets
von dem der Haustiere unterschieden: vom Leben der Hühner, der Schafe, der
regierungstreuen Journalisten, Papageien und dergleichen.

(Ignazio Silione)

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht: es geht voran!

(Fehlfarben)

—-

Nochmal Danke für das Interview Angebot!

Ich danke für das Interview!

Interview geführt von: Tatjana Sochowski


Wieichreichwurde.blogspot.com

Freitag, Februar 15th, 2008

 

Heute erzählt uns ein gewisser Cornelius H. ein bisschen was über sein Blog. Dort weiht er seine Leser in die Geheimnisse des sagenumwobenen Geldregens ein. Einige betrachten Reichtum als begehrenswert, andere sehen darin einen Fluch. Unbestritten aber ist, dass er das Leben enorm erleichtern kann.

Cornelius, wenn wir uns den Blog-Namen gleich zur Brust nehmen: Wie wurdest du denn reich?

Dieser Frage widme ich mich immer ausführlicher in meinem Blog. Vorweg erwähnt wird hier kein Patentrezept vermittelt und auch keine Anleitung beschrieben. Mein Lebensweg, glückliche Fügung und Herzblut kamen zusammen und meine unorthodoxe Herangehensweise hat da ihr Übriges getan. Das soll nicht eingebildet oder arrogant klingen, sondern vielmehr zeigen, dass Mut und Originalität zumeist belohnt werden.

Was möchtest du deinen Lesern konkret vermitteln?

Klingt abgedroschen, aber: Werte und Bewusstsein. Das krankt an fehlender Moral und ich versuche das ein wenig aufzubrechen. Erstaunlicherweise verlieren Menschen mit zunehmenden Einkommen oft ihre eigentlichen Werte aus den Augen. Frühere Revoluzzer werden wohlgedresste BMW-Fahrer. Wie langweilig und armselig.

Was mir auffällt, sind deine recht langen Beiträge und die blumige Sprache, die mir übrigens gut gefällt. Ist dein Blog eher im Bereich der Online-Tagebücher anzusiedeln?

Ich lege Wert auf die Ausreizung der deutschen Sprache. Dies hat allerdings den Nachteil, dass ich mir eine leicht zu realisierende Übersetzung ins Englische abschminken kann. Auf jeden Fall ist dieser Blog nicht als Tagebuch angelegt – vielmehr springe ich zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und Visionen. Dazwischen nehme ich Bezug auf Leserreaktionen. Irgendwann wird sich ein Gesamtbild ergeben, welches chronologisch sortiert, tagebuchähnlicher wäre.

Dein Blog gibt es noch nicht lange. Wie entwickelt sich die Leserzahl und wie fallen die Reaktionen seitens des Publikums aus?

Also ich würde gern einige Leser mehr erreichen, aber dafür, dass dies mein erstes Blog ist und ich bisher auf Marketing verzichtet habe, bin ich recht zufrieden. Allerdings sollen es doch auf Sicht mehr Leser werden als zwischen 1.000 und 2.000 monatlich. Zumindest verweilen die Besucher im Schnitt um die fünf Minuten, das vermittelt mir zumindest ein gewisses Interesse an meinen Zeilen.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich keine fixen Blogs die ich regelmäßig lese. Ich stolpere eigentlich nur durchs Internet und bleibe irgendwo kleben.

Betreibst du noch andere Blogs?

Bisher nicht, aber vielleicht entstehen im Rahmen meines Blogs weitere, die sich einer etwas anderen Thematik widmen bzw. die Leser weiter einbinden und aktivieren. Ich hab noch viel vor.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Das weiß nur Wolfgang Schäuble und der liebe Gott. Nein im Ernst, ich schreibe auf, was mir gerade durch den Kopf wirbelt.

Irgendwelche letzten Worte? :)

Rock on Dudes…

Werden wir, vielen Dank! 

 

Link: wieichreichwurde.blogspot.com

 

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