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	<title>Willkommen in Bloggersdorf &#187; Geschichte</title>
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	<description>Stell uns Dein Blog vor!</description>
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		<title>Interview mit Benno von Direkte Aktion &#8211; Freiheit stirbt mit Sicherheit! &#8211; direkteaktion.over-blog.de</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 14:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Sehr geehrter Hr. Ohnesorg/ Hallo Benno! Die Verzögerung mit dem Interview tut mir sehr leid! Leider bin ich schon seit einer Woche krank, was die Fragenentwicklung etwas verzögert hat. Aber hier nun das Interview. Benno, bitte! Ich war ein paar Tage offline, deshalb hat es länger gedauert mit meinen Antworten. Aber hier sind sie nun. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bloggersdorf.com%2F2010%2F06%2F08%2Finterview-mit-benno-von-direkte-aktion-freiheit-stirbt-mit-sicherheit-direkteaktion-over-blog-de%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bloggersdorf.com%2F2010%2F06%2F08%2Finterview-mit-benno-von-direkte-aktion-freiheit-stirbt-mit-sicherheit-direkteaktion-over-blog-de%2F&amp;style=normal" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p><strong>Sehr geehrter Hr. Ohnesorg/ Hallo Benno!</strong></p>
<p><strong>Die Verzögerung mit dem Interview tut mir sehr leid! Leider bin ich schon<br />
seit einer Woche krank, was die Fragenentwicklung etwas verzögert hat.<br />
Aber hier nun das Interview.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Benno, bitte!</span> </strong></p>
<p>Ich war ein paar Tage offline, deshalb hat es länger gedauert mit meinen<br />
Antworten. Aber hier sind sie nun. Ich hoffe, es sind nicht zu viele<br />
(Tipp-)Fehler drin geblieben.</p>
<p><strong>1) Stell dich und deinen Blog doch bitte einmal für unsere Besucher vor!</strong></p>
<p>Ich war schon immer irgendwie politisch aktiv &#8211; auch eine (kurze, aber<br />
spannende) Zeit lang in einer Partei. Seit ich eine Tochter habe, mußte ich<br />
meine Aktivitäten aber sehr einschränken &#8211; vor allem aber habe ich nicht<br />
mehr (oder viel zu spät) mitbekommen, was alles da draußen so an spannenden<br />
Aktionen lief.</p>
<p>Als ich dann eines Tages in der Stadt mal wieder überraschend auf eine<br />
Demo stieß, an der ich auch gern teilgenommen hätte, wenn ich ein wenig<br />
früher davon erfahren hätte. Da wurde mir erst klar, dass viele Leute<br />
politisch viel aktiver wären, wenn sie früher und gründlicher informiert<br />
würden. So aber blieben die politisch Aktiven meist unter sich.</p>
<p>So wurde die Idee geboren, mich vor allem als Multiplikator der Aktionen<br />
anderer zu betätigen. Das läßt sich besser mit meiner Lebensplanung<br />
vereinbaren, aber es sorgt auch dafür, dass die Wirkung der Aktiven da<br />
draußen sich vervielfacht.</p>
<p>Es begann mit dem Blog &#8220;DirekteAktion&#8221;  (<br />
<a href="http://direkteaktion.over-blog.de/ "> http://direkteaktion.over-blog.de/ </a>), wurde aber schnell ergänzt durch<br />
Aktivitäten bei den Micro-Blogging Diensten twitter (<br />
<a href="http://twitter.com/direkteaktion"> http://twitter.com/direkteaktion</a> ), identi.ca (<br />
<a href="http://identi.ca/direkteaktion/"> http://identi.ca/direkteaktion/</a> ) und Friendfeed (<br />
<a href="http://friendfeed.com/direkteaktion"> http://friendfeed.com/direkteaktion</a> ). Kürzlich ist eine Mailingliste über<br />
Nazi-Aktivitäten und Anti-Nazi-Proteste<br />
(<a href="https://lists.riseup.net/www/info/aktiv_gegen_nazis">https://lists.riseup.net/www/info/aktiv_gegen_nazis</a> ) hinzugekommen. Aber<br />
das Kernstück ist und bleibt das Blog.</p>
<p><strong>2) Warum heißt dein Blog &#8220;Direkte Aktion&#8221;?</strong></p>
<p>Die Politiker und Medien wollen uns &#8211; gerade die von uns, die wenig Zeit<br />
haben &#8211; zu Zuschauern der &#8220;Demokratie&#8221; machen. Wenn es nach Ihnen geht,<br />
dann wählen wir und halten ansonsten das Maul. Doch die Inhalten und<br />
Interessen sind heute viel zu komplex und unterschiedlich geworden, um sie<br />
einer hand voll Parteien und Medien zu überlassen.</p>
<p>Auch fast alle Blogs im Web beschränkt sich darauf, dieses Spiel<br />
mitzuspielen. Sie verbreiten zwar Meinungen, aber bieten keine Möglchkeit,<br />
basierend darauf zu handeln.</p>
<p>Der Begriff &#8220;Direkte Aktion&#8221;  ist ein Begriff aus der Sozialgeschichte und<br />
beschreibt direktes Eingreifen in wirtschaftliche und/oder politische<br />
Zusammenhänge. Historisch sind mit Direkten Aktionen gemeinschaftliche<br />
Aktionen gemeint, die &#8211; im Gegensatz zu Forderungen, Drohungen oder<br />
Verhandlungen &#8211; direkt auf die Durchsetzung eines gemeinsamen Zieles<br />
wirken. Daher werden historisch als Mittel der Direkten Aktion oftmals<br />
Besetzungen, Streik, Boykott und Sabotage genannt. Handeln statt reden.</p>
<p>Bei den historischen Vorbildern will ich &#8211; wenn auch etwas weniger<br />
militant &#8211; anknüpfen. Dehalb unterstütze ich &#8211; wenn auch bewußt abweichend<br />
von der historischen Definition &#8211; alle Aktionsformen, die uns BürgerInnen<br />
mehr Einfluß und Stimme in der Öffentlichkeit verschaffen:<br />
Unterschriftenaktionen, Petitionen, Online-Abstimmungen, Protestbriefe,<br />
Flash-Mobs, Informationsveranstaltungen, Zusammenschlüsse,<br />
Parteigründungen, Vereine, Stiftungen, Demos, Blockaden, Streiks, &#8230;</p>
<p>In Kürze: Es geht mir darum, das die Menschen aktiv werden.</p>
<p><strong>3) Wie viele Leser erreichst du im Schnitt ?</strong></p>
<p>Ich misstraue ja jeder Statistik grundsätzlich, aber wenn mein<br />
Blog-Anbieter nicht komplett lügt, dann habe ich derzeit im Schnitt täglich<br />
so etwas 200 BesucherInnen.</p>
<p>Das schwankt jedoch stark. Ich bin extrem darauf angewiesen, dass meine<br />
Artikel von anderen Menschen verlinkt werden. Wenn ich neue, spannende<br />
Themen habe, fliegen die Zugriffe durch die Decke. Wenn es um die<br />
politischen Dauerbrenner geht, dann sacken die Zugriffe ziemlich ab.</p>
<p>Aber ich hoffe auf noch viel mehr Menschen, die sich wie ich als<br />
Multipilkatoren engagieren.</p>
<p><strong>4) Wie ist die Reaktion der Öffentlichkeit auf deinen Blog?</strong></p>
<p>Abgesehen von ein paar Trollen, ist die Reaktion toll. Noch kann ich<br />
Aktionen nur unterstützen, aber schon bald werde ich die Weltherrschaft an<br />
mich reißen. <img src='http://www.bloggersdorf.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>5) Was wünscht du dir vom Internet?</strong></p>
<p>Mehr Geist, weniger Trolle. Und das es nicht zur kommerziellen, geistlosen<br />
Shopping-Zone verkommt wie unsere Innenstädte.</p>
<p>Und ein wenig mehr Gelassenheit. Nicht jeder Trend muss nach 24h Stunden<br />
veraltet sein, nicht jede Mail nach einer Stunde beantwortet. Historie &amp;<br />
Qualität wird (von den Nutzern) leider zu wenig gewürdigt, &#8220;Trending<br />
Topics&#8221; dagegen völlig überbewertet.</p>
<p>Aber nur was den Sturm der &#8220;attention&#8221; überdauert, hat wirklich Wert.</p>
<p><strong>6) Denkst du, dass Blogs langfristig eine Konkurrenz für die tagesaktuelle<br />
Presse werden kann?</strong></p>
<p>So wie sich die Mainstream-Medien derzeit präsentieren? Als<br />
oberflächliche, unkritische, Klatsch-, Meinungs- und Zitatmaschinen?<br />
Locker! Da sind Blogger viel unabhängiger, engagierter, fachlich<br />
kompetenter und vor allem kritischer. Blogger denken mehr nach.</p>
<p>Echten Journalismus (leider fast ausgestorben) könnten sie natürlich nicht<br />
schlagen. Denn er hätte den (Zeit-)Vorteil, Themen komplett zu durchdringen<br />
und wirklich von allen Seiten auszuleuchten.</p>
<p>Aber heute ist es ja hipp für Journalisten, das Internet (Twitter, Blogs<br />
oder Facebook zu zitieren / besprechen). Ham die keine besseren Quellen?</p>
<p>Wenn die Medien nicht wieder auf Qualität, Recherche und Hintergund<br />
setzen, haben sie aber gegen das Internet schon verloren.</p>
<p><strong>7) Welcher deiner Posts bekam die meiste Reaktion/ das meiste Feedback?</strong></p>
<p>&#8220;Zart, aber bitter &#8211; Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie&#8221;<br />
(http://direkteaktion.over-blog.de/article-32135413.html )  &#8211; die meisten<br />
Zugriffe (dauerhaft!), die meiste Weiterverbreitung, die meisten e-Mails.<br />
Und: Komplett zustimmend.</p>
<p><strong> <img src='http://www.bloggersdorf.com/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> An dieser Stelle bitte ich um etwas Selbstkritik: Wo hackt es bei euch?<br />
Bei der Entwicklung des Blogs?</strong></p>
<p>Die Technik &#8211; ich bin ein ziemlicher DAU und ich fürchte, ich verschenke<br />
dadurch viel Potential. Ich bin darauf angewiesen, vorhandene Dienste mit<br />
den geringsten Anpassungen zu Nutzen.  Auch meine Ausstattung ist mies.<br />
Mein Rechner in inzwischen fast 8 Jahre alt.</p>
<p>Mit Rechtschreibung bin ich zu nachlässig. Meine Texte enthalten zu viele<br />
Tippfehler. Ich bin einfach zu ungeduldig, um systematische Fehlerkorrektur<br />
zu betreiben. Das ist keine SEO-Strategie.</p>
<p>Außerdem sollte ich aktiver nach Leuten suchen, die mitmachen.</p>
<p><strong>9)Was sagst du zu &#8220;stiller Revolution&#8221; ?</strong></p>
<p>Ich mus zugeben, dass ich den Begriff nicht kannte und ihn erst<br />
nachschlagen mußte. Ich denke, das die Form die Veränderung nimmt, nicht<br />
entscheidend ist, sondern dass Veränderung angestrebt wird. In einer<br />
idealen Form nimmt ist sie den Weg Gandhi´s Satyagraha. Historisch sind die<br />
stiller Revolution in Quebeck und die Nelkenrevolution in Portugal<br />
interessante Vorbilder. Ich glaubes sogar, das Reformen sehr erforgreich zu<br />
Verbesseungen führen können.</p>
<p>Aber ich glaube nicht, dass man Veränderung planen kann. Veränderung<br />
&#8220;passiert&#8221;. Wichtig ist, danach zu streben.</p>
<p>Und ich glaube, dass sich die Form von Veränderung daraus entwickelt,<br />
wieviel Druck und Gegendruck besteht. Ein Reform-feudiges System wird nie<br />
eine Revolution erleben. Je beharrender / konservativer ein System ist,<br />
desto heftiger wird die Reaktion sein, wenn sich Veränderung durchsetzt.</p>
<p>Die Regierenden bestimmen nicht den Umfang von Veränerung, sondern<br />
beeinflussen nur den Zeitpunkt und die Heftigkeit.</p>
<p><strong>10) Wenn du an meiner Stelle wärst, welchen Blog würdest du dir als<br />
Interviewpartner suchen und welche drei Fragen würdest du dem<br />
Blogbetreiber stellen?</strong></p>
<p>Viele Fragen hätte ich natürlich an fefe (http://blog.fefe.de ), aber der<br />
ist schon soooo bekannt. Daher möchte ich die Mädchenmannschaft (<br />
http://maedchenmannschaft.net/ ) vorschlagen.</p>
<p>Fragen würde ich sie:</p>
<p>a) Was wollt ihr eigentlich erreichen?<br />
b) Warum sind in der Mädchenmannschaft auch Jungs?<br />
c) Was ist das wichtigste Ziel des Feminimsmus heute?</p>
<p><strong>11) Irgendwelche abschließenden Worte?</strong></p>
<p>Zwei:</p>
<p>Die bewußte Bejahung der Schwierigkeiten hat das Leben des Menschen stets<br />
von dem der Haustiere unterschieden: vom Leben der Hühner, der Schafe, der<br />
regierungstreuen Journalisten, Papageien und dergleichen.</p>
<p>(Ignazio Silione)</p>
<p>Keine Atempause, Geschichte wird gemacht: es geht voran!</p>
<p>(Fehlfarben)</p>
<p>&#8212;-</p>
<p>Nochmal Danke für das Interview Angebot!</p>
<p>Ich danke für das Interview!</p>
<p>Interview geführt von: Tatjana Sochowski<br />
<br />
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		<title>another view on history</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 14:17:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>claudius</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Hallo Torsten, herzlich willkommen zu Deinem zweiten Interview im Bloggersdorf. Unser erstes Interview fand vor genau einem Jahr, kurz nach Beginn eures Blogs „Another view on history“ statt. Wie hat sich das Projekt seitdem entwickelt? Das Projekt ist weiterhin ein reines Hobby-Projekt und wächst und gedeiht vor sich hin. Zwischenzeitlich mit einigen kleinen und größeren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><strong>Hallo Torsten, herzlich willkommen zu Deinem zweiten Interview im Bloggersdorf. Unser erstes Interview fand vor genau einem Jahr, kurz nach Beginn eures Blogs „Another view on history“ statt. Wie hat sich das Projekt seitdem entwickelt?</strong></p>
<p>Das Projekt ist weiterhin ein reines Hobby-Projekt und wächst und gedeiht vor sich hin. Zwischenzeitlich mit einigen kleinen und größeren Pausen, weil die Beiträge ja doch recht aufwändig sind, und wir es nur dann vorantreiben können, wenn wir zeitlich gerade etwas Luft haben. Insgesamt aber denke ich, ist das Projekt weiterhin auf einem guten Weg.</p>
<p><strong> Ihr setzt den inhaltlichen Fokus Eurer Texte auf Einzelereignisse und erläutert in der Regel den historischen Kontext. Nach welchen Kriterien wählt ihr die Ereignisse aus und wie kann ich mir die dazugehörige Recherche vorstellen?<br />
</strong><br />
Das geschieht recht spontan. Eine genaue Planung gibt es da nicht. An Tagen, an denen wir dazu kommen, einen Artikel zu verfassen, schauen wir uns an, was in der Vergangenheit an diesem Datum passiert ist. Wenn wir dann ein Thema interessant finden, verfasst einer von uns dazu einen Artikel. Natürlich achten wir aber schon darauf, dass wir uns nicht nur innerhalb weniger Zeitabschnitte und Themen bewegen, sondern ein breites Spektrum abdecken. Dabei passiert es aber auch immer mal wieder, dass wir bei unseren eigenen Schwerpunkten hängen bleiben, so ich zum Beispiel vor allem bei Themen der britischen Geschichte.</p>
<p><strong>Wodurch wird der Großteil Eurer Leser auf Euren Blog aufmerksam und wie viele Leser/ Besucher habt Ihr durchschnittlich pro Monat?<br />
</strong><br />
Das kann ich ehrlich nicht sagen. Wir haben das Projekt zu keinem Zeitpunkt aktiv beworben und werten auch unsere Statistiken in keiner Weise aus. Es handelt sich ja nicht um ein kommerzielles Projekt, bei dem das relevant ist. In der Hauptsache schreiben wir die Beiträge für uns, weil es uns Spaß macht.</p>
<p><strong>Wie würdest Du die Stammleser von „Another view on history“ beschreiben ?</strong></p>
<p>Auch das ist aus den oben genannten Gründen nicht so einfach zu beantworten – schlicht weil wir nicht wissen, wer unsere Stammleser sind. Ich würde aber darauf tippen, dass unser Blog nichts für den typischen Universitäts-Historiker ist, dazu ist es einfach nicht wissenschaftlich genug. Wir denken dabei eher an geschichtsinteressierte Laien, die sich nicht auf den Schlips getreten fühlen, wenn man auch mal ein Thema nicht so ernst aufgreift und Fakten und Fiktion vermischt.<br />
<strong><br />
Historiker gehen meist sehr penibel mit Ereignissen der Vergangenheit um, was regelmäßig zu öffentlichen Diskussionen führt. Ihr verbindet Eure Einleitungen oft mir fiktiven Inhalten. Führte dies jemals zu Kritik bezüglich der Wissenschaftlichkeit eurer Texte?</strong></p>
<p>Weniger wegen der Wissenschaftlichkeit, als eher von Seiten von Besuchern, die die Intention des Blogs gar nicht erkennen und die Trennung nach Fakten und Fiktion nicht verstehen. So gab es durchaus schon emails, von Leuten, die unsere eigene Einstellung mit dem gleichsetzen, was wir unseren Protagonisten in den Mund legen und automatisch annehmen, unsere fiktiven Teile würden immer unsere Meinung wiedergeben oder diese gar als Tatsachenbehauptungen verstehen.</p>
<p><strong>Ich habe oft den Eindruck, die deutschen Medien beschränken sich in der Vermittlung historischer Inhalte oft nur noch auf die Zeit des Nationalsozialismus und die jüngere Vergangenheit der Republik. Wie stehst Du zu dieser These?</strong></p>
<p>Das ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Zwar werden auch immer mal wieder andere Themen aufgegriffen, aber dann meist im Nachtprogramm bei Arte oder Phoenix, wo die Anzahl der Zuschauer dann doch eher beschränkt ist. Klar, gerade die Zeit des Nationalsozialismus ist für die neueste Geschichte unseres Staates von ungeheurer Wichtigkeit. Ich sehe aber die Gefahr, dass da Abstumpfungsprozesse gegenüber den immer wieder durchgeleierten Themen genau zum Gegenteil der Intention der für die Auswahl der Themen Verantwortlichen führen. Viele interessante Prozesse, die auch bis heute von großer Bedeutung sind, aber vielleicht weiter zurückliegen, bleiben dabei leider auf der Strecke.</p>
<p><strong>Das Interesse von Jugendlichen an historischen Ereignissen ist außerhalb des Geschichtsunterrichtes in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Was denkst Du darüber und welche Ansätze hältst Du für sinnvoll, um wichtige Ereignisse der Vergangenheit auch in jüngeren und nachfolgenden Generationen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen?</strong></p>
<p>Ich glaube nicht, dass das ein originäres Problem des Interessensverlust an der Geschichte ist, sondern vielmehr ein generelles Problem der Interessenlosigkeit vieler Jugendlicher in allen Bereichen. Das gilt auch für politische Themen, genauso wie für den Sport, wo immer mehr Vereine mangels Nachwuchs ums Überleben kämpfen und viele andere Bereiche auch. Generell beschränkt sich meiner Meinung nach das Interesse von Kindern und Jugendlichen immer mehr nur auf den Bereich der Medien und immer weniger auf alles, was mit Wissen, sozialem Umfeld oder Engagement zu tun hat.<br />
In Bezug auf die Geschichte ist das natürlich einerseits eine Frage der Schule, wo wir nur hoffen können, dass es Lehrern gelingt, bei ihren Schülern mehr Interesse für die Geschichte zu wecken. Hierzu bedarf es aber auch einer besseren didaktischen Ausbildung der zukünftigen Geschichtslehrer – ein Bereich, der neben der Wissenschaft an den Universitäten fast nicht zur Geltung kommt. Auch die Reformen des Lehramtstudiums haben da in den letzten Jahren nicht viel gebracht. Zwar soll es auf dem Papier eine deutliche Stärkung des Didaktik-Anteils am Studium geben, aber gleichzeitig werden eher Stellen in dem Bereich gekürzt, als das neue geschaffen werden und andererseits fehlt es den Schulen, an denen nun mehr Studenten eine größere Anzahl an Praktika absolvieren sollen, an Kapazitäten zur Betreuung dieser Studenten.<br />
Auch im Schulalltag wird dann viel verpasst – steigende Klassenstärken und eine immer weiter stattfindende Abschiebung von Erziehungsaufgaben auf die Lehrer führen auch nicht gerade dazu, dass es den Lehrern gelingen kann, in ihrem Unterricht die Inhalte so aufzubereiten, dass bei allen Schülern Interesse geweckt wird.<br />
Aber auch im Elternhaus kann hier viel gemacht werden. Vielleicht sollten Eltern ihren Kindern beim Frühstück eher eine Tageszeitung an die Hand geben, als den Fernseher anzuschalten, wie es leider viel zu oft passiert. In meiner Kindheit und Jugend war es zumindest noch so, dass ich morgens in der Zeitung gelesen habe. Bei den tagesaktuellen Themen stellt sich auch ein Kind dann schon oft die Frage nach dem Ursprung einer gewissen Thematik – und ganz oft ist man da dann ja schon im historischen Bereich. Und das ist dann noch der beste Weg, Interesse zu wecken, nämlich wenn das Interesse aus sich selbst heraus entsteht.</p>
<p><strong>Zum Abschluss etwas Kniffliges. Wir sind zuletzt Zeitzeugen eines imposanten Ereignisses geworden: Barack Obama wurde zum ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt. Wie würdest Du dieses historische Ereignis am 20.01.2059 in Deinem Blog thematisieren?</strong></p>
<p>Oh je, das ist wirklich knifflig. Wer weiß schon, was die nächsten Jahre bringen. Und ein historisches Ereignis lässt sich ja meist auch nur im Zusammenhang mit seinen Auswirkungen wirklich beurteilen.<br />
Ziemlich sicher bin ich aber, dass ich als fiktiven Protagonisten jemanden nehmen würde, der dem, wenn man es realistisch betrachtet, doch ziemlich irrationalen Hype, um Barack Obama, besonders stark anheim gefallen war.<br />
Meine Prognose ist, dass wir (oder unsere Nachkommen) vor allem zwei Dinge in Bezug auf Barack Obama in Erinnerung haben werden. Einerseits sicherlich die historische Bedeutung des ersten farbigen Präsidenten für die innere Entwicklung der USA, andererseits aber wahrscheinlich ein Scheitern Obamas, wenn man ihn wirklich in seiner Amtszeit an den, ja fast messianischen, Erwartungen messen sollte, die man in den letzten Monaten auf ihn projiziert hat. Das ist etwas, was kein Mensch wirklich zu schultern in der Lage ist – und was eine riesige Hypothek für ihn und sein Bild in der Geschichte sein könnte.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute für „Another view on history“.</strong></p>
<p><strong>Link:</strong> <a href="http://www.another-view-on-history.de/"> another-view-on-history</a></p>
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