Archive for the ‘Hobby’ Category

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Dienstag, Februar 17th, 2009

Moin Jörn, ich freue mich, Dich zu Deinem zweiten Besuch im Bloggersdorf begrüßen zu dürfen. Erzähl doch mal, was hat sich bei Deinem Blog seit dem letzten Interview vor einem Jahr getan außer, dass Deine URL immer noch länger ist als meine?

Moin. Vor einem Jahr war ich gerade dabei, mein Blog von Joomla! auf WordPress umzuziehen. Mittlerweile ist es vollbracht und ich habe den Schritt noch nicht bereut. WordPress passt zwar nicht in allen Belangen 100%ig zu dem, was ich mir darunter vorstelle, aber ich denke, dass ich einige gute Mittelwege gefunden habe.

Wie würdest  Du persönlich die Nutzer beschreiben, die Du mit m.u.i.l.a.d. erreichen möchtest?

Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Manchmal würde ich gern sagen können, dass meine Leser soundso alt, soundso groß, soundso eingestellt und soundso solvent sind. Aber eigentlich ist das nicht wichtig für mich. Mein Blog ist mein Hobby, mit dem ich einerseits ein paar Sachen und Gedanken mit der Welt teilen und andererseits ein bisschen rumbasteln kann. Wenn es Leute gibt, denen es gefällt, was ich schreibe, ist das toll. Die sind dann automatisch meine Zielgruppe. Alle anderen fallen durch’s Raster.

Für die Statistik: Wie viele Leser hast Du monatlich im Durchschnitt?

Das ist sehr unterschiedlich. Letzten Monat hatte ich rund 2000 Unique Visitors. Vor ein paar Monaten habe ich mal einen SEO-Versuch gemacht und einen völlig sinnentleerten Eintrag über den Gina-Lisa-Porno geschrieben. Da sind die Zugriffszahlen regelrecht explodiert. Normal ist ein Wert zwischen 45 und 120 unique visitors pro Tag.

Du arbeitest unter anderem als Radiomoderator. Was fällt Dir leichter, das Verfassen von Blog- oder Moderationstexten?

Moderationen sind ganz klar schwieriger. Ein Blogeintrag ist einfache Prosa, wie wir es aus der Schule alle kennen. Das ist nur ein bisschen Rechtschreibung und Grammatik – fertig. Eine Moderation im Radio ist wesentlich schwieriger, weil man auf eine ganze Menge achten muss:
Ganz oben auf der Liste steht eine einfache, leicht verständliche Sprache. Als Moderator muss ich auch komplizierte Dinge so sagen können, dass sie sofort für jeden verständlich sind. Wenn ich mich in meinem Blog in irgendwelchen Nebensatzkonstruktionen verlaufe, kann der Leser noch mal vorne anfangen. Das geht im Radio nicht, das muss sofort ankommen und verstanden werden. Und dann gibt es natürlich Vorgaben des Senders, die einzuhalten sind. Ein Radiosender ist ja ein Wirtschaftsunternehmen, das Geld verdienen muss. Und Geld verdient man am besten, wenn man eine klar umrissene Zielgruppe hat. Die gilt es anzusprechen und sie thematisch in Ihrer Lebenswelt abzuholen. Das fängt damit an, dass man am Montagmorgen ganz anders drauf ist, als am Freitagnachmittag und das hört damit auf, dass man sich zum Beispiel eher für Filme und Sport interessiert als für, ähm, tja, was gibt’s denn sonst noch?

Das Internet entwickelt sich mit rasender Geschwindigkeit. Ob Webradio, Podcasts oder Corporate Blogs, alles scheint möglich. Was denkst Du, wie wird sich die klassische Radiobranche im Bezug auf diese Neuerungen langfristig entwickeln?

Wenn ich das ganz genau sagen könnte, würde ich diese Fragen vermutlich aus einem Liegestuhl in der Südsee meinem Sekretär diktieren oder so. :-)
Es gibt ein paar gute Ideen was das angeht. Viele Sender verstehen das Internet aber immer noch nicht als Freund, sondern als den bösen Erzfeind. Dabei muss man das Internet gar nicht zwingend als neues Medium begreifen, es kann ja auch ein neuer Verbreitungsweg sein, wenn UKW irgendwann abgeschaltet wird. Schon jetzt kann man die Inhalte, die im klassischen Betrieb ein bis zwei Mal ausgestrahlt und dann nur noch archiviert werden, via Podcast oder Webstream zweitverwerten. Blogs und Web 2.0-Communities werden viel mehr zur Hörerbindung genutzt werden und es wird ganz neue, spannende Erlösmodelle geben.Spätestens dann, wenn der erste große Sender – also die FFHs und Antenne Bayerns – anfangen im Web 2.0 Geld zu verdienen, geht der Run los. Denn dann wissen ja alle anderen sofort, wie es geht und müssen sich nichts eigenes mehr überlegen.
Kleiner Tipp: Stell solche Fragen nicht, darüber könnte ich stundenlang referieren. ;)

Welche Blogs würdest Du im Internet außer Deinem eigenen unbedingt empfehlen?
Och, bei meinen Blog-Vorlieben hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht besonders viel verändert. Von daher möchte ich lieber einen Twitterer empfehlen, dem man wirklich gut folgen kann, auch wenn man nicht selbst twittert: Gott. (www.twitter.com/jahwe?)
Ich hasse Walker Texas Ranger und glaube, selbst Steven Segal würde Chuck Norris zerpflücken. Deine Reaktion?

Wenn ich so was höre, gehe ich grußlos in Deckung. Chuck Norris soll bloß nicht den Eindruck haben, dass wir uns möglicherweise kennen. Obwohl, das ist ihm vermutlich sowieso egal.

Zum Abschluss fordere ich ein bisschen Kreativarbeit. Jörn Schaar dreht seinen ersten Blockbuster: Wo in New York würde Chuck Norris gegen wen Golf spielen und wie würde die Szene ablaufen?

Erst wollte ich sagen „Realistisch betrachtet ist es völlig egal, wo er gegen wen spielt und wie das ganze abläuft. Es würde ohnehin niemand überleben.“ Aber die Frage ist so klasse, die möchte ich nicht mit einer realistischen Antwort abfertigen.
Wir befinden uns im Central Park. Gegen Chuck Norris tritt das US-Ryder Cup-Team von letztem Jahr an, das vom inzwischen wieder von seiner Verletzung genesenen Tiger Woods, MacGyver und Mr. T unterstützt wird. Um acht Minuten vor acht Uhr morgens betreten die Protagonisten das Spielfeld. Chuck Norris ist schon länger da, denn weil sich kein Greenkeeper auftreiben ließ, der sich um das anlegen der Löcher kümmern wollte, hat Chuck Norris bereits in den frühen Morgenstunden höchstpersönlich 18 völlig regelkonforme Löcher mit 10,8 cm Durchmesser und 10 cm Tiefe angelegt. Mit seinem Urin. Danach befahl er der Sonne, aufzugehen. Die ersten Sonnenstrahlen scheinen zwischen den Wolkenkratzern hindurch und beleuchten die unwirkliche Szenerie: Die 12 völlig verängstigen Top-Golfer kauern zitternd hinter Mr. T und MacGyver. Letzterer nestelt gerade mit einem Stück Grillkohle und einer Essiggurke herum, als sein Blick auf das Spielfeld fällt: Chuck Norris hat aus einer albernen Laune heraus auch noch seinen Namen in den Boden des Central Parks gepinkelt! Zwei Minuten vor acht nimmt Tiger Woods Aufstellung ab ersten Abschlag, einem hammerharten Par 5 mit zwei Doglegs und 584 Meter Länge. Nicht eine Grille zirpt und nicht ein Vogel zwitschert. Aus Angst. Woods teet den ersten Ball auf, es ist ein Nike-Golfball der speziell für ihn entwickelt wurde. Mit seinem 100%ig korrekt auf ihn abgestimmten Driver prügelt er die Kugel um Punkt acht Uhr das Fairway hinunter, überspielt dabei ein Wasserhindernis, zwei Sandbunker und eine Gruppe unvorsichtiger Jogger, die offenbar das Schild mit der Aufschrift „Draußen bleiben oder es setzt eine Runde Roundhouse Kicks ins Gesicht. Chuck“ übersehen haben. Sein Ball fliegt perfekt gerade über den Knick des ersten Doglegs hinweg, prallt am skeletierten Schädel von Chuck Norris’ Frühstücks-Bullen ab und landet mit einem leisen Plopp genau mittig auf dem Ansatz des zweiten Doglegs, nur einen Schlag mit dem 5er Eisen vom Grün entfernt. Sicherheit macht sich beim Ryder Cup-Team breit und das ängstliche Wimmern verstummt allmählich.
Chuck Norris würgt den versehentlich verschluckten Vorderlauf seines Frühstücksbullen hoch, geht zum Abschlag, hält kurz inne und verpasst dem völlig verdutzten Justin Leonard einen Roundhouse Kick ins Gesicht. Was viele nicht wussten: Chuck Norris hat eine eigene Sprache entwickelt, die unter anderem auch Roundhouse Kicks beinhaltet. Vermutlich wollte er Justin nur zu seinem geschmackvoll gewählten Polohemd gratulieren, aber das werden wir nie erfahren.Mit einem 30 cm langen Streifen Bewehrungsstahl aus dem Betonbau und einer sonnengetrockneten Tomate ausgerüstet, betritt Chuck Norris schließlich zum zweiten Mal die Teebox. Er schlägt ab, der Ball landet im Loch und Chuck Norris schreibt sich eine null auf.„Aber Chuck“, sagt Mr. T mitleidig. „Du kannst Dir keine null Schläge aufschreiben, das ist gegen die Regeln.“ „Ja, das ist gegen die Regeln“, kräht ein selbstsicher wirkender Boo Weekly von hinten. Doch Chuck Norris schaut ihn nur an und zieht eine Augenbraue hoch. Weekly überschüttet sich darauf hin mit Benzin und zündet sich an, denn das ist weit weniger schmerzhaft, als von Chuck Norris einen Roundhouse Kick ins Gesicht zu bekommen. Chuck hat ihm trotzdem einen verpasst.
Fast gelangweilt tritt er von der Teebox aus die verbliebenen Mitglieder der gegnerischen Mannschaft mit einem Roundhouse Kick in die anderen Löcher und geht auf der 5th Avenue ein wenig shoppen. Später wird man hören, dass niemand überlebte.

Na, wenn das nicht filmreif ist?! Jörn, ich danke Dir für das Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg an den Mikrophonen, Golfschlägern und Filmschauplätzen dieser Welt.

Link: meine-url-ist-laenger-als-deine.de

baumgesicht.blog.de

Montag, Mai 12th, 2008

Willkommen Nikola. In erster Linie dreht es sich bei deinem Blog um das Thema Garten. Was verindet dich damit?

Seit ich denken kann, gab es in meinem Leben einen Garten: Ich stamme aus einem Dorf am Rande des Westerwaldes, und ich wuchs mit dem Garten meiner Mutter auf, sprichwörtlich, denn damals (in den 60er und 70er Jahren) diente der Garten auch und vor allem der Versorgung mit Nahrungsmitteln. Das, was wir heute teuer als „bio“ kaufen, war damals selbstverständlich: ungespritztes, frisch geerntetes Gemüse, Kräuter, Obst. Mein Bruder und ich hatten im großen Garten eine kleine Ecke für uns: Dort durften wir pflanzen, was wir wollten, und ich glaube, mit diesem Quadratmeter eigener Erde fing meine Leidenschaft für das Gärtnern an.
Als ich später in die Stadt zog, habe ich zumindest immer einen „Balkongarten“ gehabt, und in der kleinen Wohnung, in der ich mit meinem Mann jahrelang wohnte, zog ich die Tomaten im Schlafzimmer auf der Fensterbank vor. Meinen Traum vom eigenen Garten konnte ich mir 1992 erfüllen, als wir ein kleines Haus mit Garten im Rhein-Main-Gebiet kauften.
Von 2004 bis 2006 haben wir das Haus umgebaut und auch den Garten völlig neugestaltet. Ich konnte mir damit lang gehegte Wünsche erfüllen: Teich, mediterraner Kräutergarten, Gewächshaus, Wintergarten.
Mein Garten ist für mich ein wichtiger Teil des Lebens, sozusagen der tägliche Urlaub für die Seele und Sinne: Sehen, Riechen, Fühlen, Hören – und schmecken! Anders als meine Mutter bin ich kein Selbstversorger, aber insbesondere Kräuter und Tomaten ziehe ich selbst. Die Bilder in meinem Blog stammen alle aus meinem „neuen“ Garten.

Garten-Fotos sind ein weiterer Schwerpunkt. Welche Motive interessieren dich am meisten?

Blüten, Früchte, Sträucher, Farne, Gräser, Bäume; das Entstehen, Werden, Vergehen in meiner Gartenwelt fange ich mit der Kamera ein, und weil mein Garten nicht sonderlich groß ist, lege ich den Schwerpunkt gern auf die kleinen Dinge: Ein buntes Blatt, ein Obstzweig mit Knospen, ein Farnwedel, der sich entrollt, aber auch der vorwitzige Frosch, der aus dem Teich lugt, die bunten Farben der Blumen: all das inspiriert und interessiert mich. So soll im Laufe der Jahre ein Porträt meines Gartens entstehen, mit allem, was darin zu finden ist.

Viele Verbinden mit dem Thema Garten immernoch das Klischee des "spiessigen", kleinbürgerlichen Schrebergartens. Ist der Ruf dieser Garten-Gemeinschaften gerechtfertigt oder nicht, bzw. verschwindet er langsam?

Das kommt wohl darauf an, in welcher Gartengemeinschaft man sich gerade bewegt ;)
Ich mag mir kein Urteil über Schrebergärtner anmaßen, aber für mich wäre eine Reglementierung dessen, was ich in meinem Garten pflanzen darf oder nicht, unvorstellbar. Ich mag auch keine Wissenschaft machen aus dem, was ich pflanze: So gibt es viel Einheimisches bei mir, aber mein Garten ist auch für Exoten eine Heimat: Bambus, Feige, Banane …
Sicherlich gibt es noch viele Menschen, denen der Garten vor allem Arbeit macht, die im Herbst „aufräumen“ und selbst das kleinste Blättchen vom akkurat gestutzten Rasen klauben, aber ich glaube, ihre Zahl nimmt ab, denn heute, wo ein eigener Garten eben nicht mehr selbstverständlich ist, lernen viele, dieses Kleinod zu schätzen, und das bedeutet, sich mit den biologischen Abläufen zu beschäftigen, sich für die Bedürfnisse der Pflanzen zu interessieren – und „freier“ zu werden, was zum Beispiel das Tolerieren der einen oder anderen Unkrautpflanze angeht.
Ein Beispiel für die geänderte Sichtweise vieler Menschen: als ich früher Blumenblüten über meinen Salat streute, erntete ich erstaunte Blicke, heute gibt es am Buchmarkt eine Vielzahl an Titeln, die „Essbare Blüten“ oder auch „Essbare Wildkräuter“ zum Thema haben. Das ist, finde ich, eine schöne Entwicklung und führt weg vom Image des „spießigen Schrebergärtners“.

Verlassen wir mal kurz das Grüne. Du bist auch Autorin. Welche Bücher hast du geschrieben?

Ich habe insgesamt fünf Bücher geschrieben und arbeite an zwei weiteren. Der Schwerpunkt meiner Autorentätigkeit liegt im historischen (Kriminal-)Roman, was nicht verwunderlich ist, denn ich bin im Hauptberuf Kriminalbeamtin. In meinen beiden historischen Romanen habe ich die Zeit der aufkommenden Naturwissenschaften und damit die Kriminalistik am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts thematisiert. Mein dritter Roman ist eine (vorwiegend) humorvolle Geschichte aus dem Alltag eines Polizeibeamten; natürlich habe ich die Story mit dem einen oder anderen Erlebnis aus meiner Streifendienstzeit gewürzt ;)
Darüber hinaus habe ich mit „Die Sonne der Götter/Schreibgeheimnisse“ einen Einblick in meine Schriftstellerwerkstatt und in mein neues Romanprojekt gegeben.„Baumgesicht“ (nach dem ich meinen Blog genannt habe) ist mein Debüt und enthält vorwiegend Poetisches.
Meine Romane erscheinen u. a. als Taschenbücher im Ullstein-Verlag. Wer neugierig ist, kann hier schauen und reinlesen: www.nikola-hahn.com/buch.htm

Kunst und Kultur sind weitere Interessen von dir und deinem Mann. Was möchtest du dazu sagen?

Nicht nur das Gärtnern, auch Schreiben und Malen begleiten mich seit meiner Kindheit. Seltsamerweise hatte ich nie das Bedürfnis, eines dieser Hobbys zu meinem Hauptberuf zu machen. Ich zeichne und male abstrakt-gegenständliche Bilder, allerdings entstehen pro Jahr nur wenige neue Arbeiten. Ich interessierte mich aber immer schon für andere Menschen, die künstlerisch tätig sind, und durch meine zunehmende Bekanntheit als Autorin wenden sich auch Viele an mich. Ich kann aus Zeitgründen leider keine individuelle Hilfe anbieten, aber als mein Mann vor rund eineinhalb Jahren zusammen mit zwei Bekannten ein Café eröffnet hat, war eine Idee, dass wir dort „Genuss für alle Sinne“ anbieten wollten. Mein Mann und ich lieben gutes Essen und Trinken, Kunst und Kultur. So lag es nahe, dies im „Künstler-Café Mocca“, so der Name des Cafés, zu verbinden.
Ich moderiere dort einmal pro Monat ein Lesecafé mit Autoren aus der Region, und es gibt regelmäßig Ausstellungen mit Bildern und Objekten. Das eine oder andere Bild und Infos zu den Künstlern stelle ich dann auch in meinem Blog vor. Darüber hinaus gibt es eine Info-Seite übers Künstler-Café auf meiner Website: www.nikola-hahn.com/CafeMocca.htm

Welche Blogs liest du regelmässig?

Ich stöbere – was sicherlich nicht verwundert – besonders gern in fremden Gartenwelten. Eine Zusammenstellung von interessanten Blogs habe ich als Linkliste auf meiner Website eingestellt: www.nikola-hahn.com/linkGarten.htm  

Betreibst du auch noch andere Blogs?

Nein, nur meine Website, die ich selbst gestalte und immer weiter ausbaue.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Natürlich weiterhin  jede Menge fotografische „Nachrichten aus meinem Garten“; ab und an etwas Kulinarisches (aus dem eigenen Garten oder als Linktipp), und, nicht zu vergessen: die Schriftstellerei. Auch wenn mein „Autoren-Ich“ im Blog derzeit etwas Sendepause hat, will ich es doch bei Gelegenheit wiedererwecken.

Möchtest du noch ein Schlusswort anhängen?

Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr die Besucher meines Blogs sich über meine Gartenrundgänge freuen. Dass es gerade die kleinen Dinge sind, die berühren, und dass es mir gelingt, die Atmosphäre meines Gartens anderen zu vermitteln, freut mich sehr.

Link: baumgesicht.blog.de

lieblingsbier.de

Montag, April 21st, 2008

Hallo Felix. Ein Biertester-Blog habe ich bisher noch nie gesehen. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Hallo. Erstmal freut es mich, dass ich dir Rede und Antwort geben kann. Naja gut, da Bier schon immer ein Hobby von mir war und von vielen meiner Freunden auch, haben wir natürlich auch immer viel über Bier geredet und natürlich auch getrunken und als ich vor zwei Jahren mein Studium began, habe ich viele neue Leute aus ganz Deutschland kennengelernt und jeder hatte so seine eigene ganz individuelle Einstellung und Meinung zum Thema Bier und somit gab es eine Menge Gesprächsstoff. Da wir viele andere Leute an diesem Gesprächsstoff teilhaben lassen wollten, dachten wir uns eine Internetseite zu erstellen und unsere Meinungen zu veröffentlichen. Hinzu kommt auch noch, dass wir alle sehr Bier begeistert sind und auch das Bier als Kulturgut erhalten wollen. Naja so war Lieblingsbier.de entstanden.

Viele gute Biere entstammen kleinen Privatbrauereien und schmecken meiner Meinung nach häufig besonders gut. Wie kommt man an solch seltene Perlen?

In den Zeiten des Internets hat auch fast jede kleine Privatbrauerei eine Internetseite und somit ist es gar nicht schwer Kontakt herzustellen. Für die Bierregion Oberfranken gibt es sogar einen eingetragenen Verein in dem die ganzen Brauerein, und da gibt es wirklich viele, organisiert sind. So kann man natürlich super gut Kontakte herstellen und viel von den kleinen Privatbrauerein erfahren und auch mal das ein oder andere Bier testen. Ebenfalls arbeiten wir mittlerweile eng mit der Lahnsteiner Brauerei zusammen, ebenfalls eine kleine Brauerei aus der Nähe von Koblenz. Eine Zusammenarbeit sieht so aus, dass wir einen regen Informationsaustausch untereinander haben, wie wir das Bier als Kulturgut in Deutschland bewahren können und wir überlegen uns einige Projekte für die Zukunft wie wir das machen können. Hinzu kommt natürlich unser Biertest auf der Seite, da sind viele kleine Brauerein interessiert, dass wir ihr Bier testen und das wollen wir auch. Wir wollen eben informieren, dass es auch viele tolle kleine Brauerein mit wunderbarem Bier gibt. Natürlich gibt es immer Probleme an dieses Bier ran zu kommen, diesbezüglich haben wir Partnerschaften mit Bier Onlineshops eingegangen um dann dieses Bier auch zu erwerben und zu genießen. 

Testest du alle Biere selber oder können auch Leser ihre Erfahrungen einsenden?

Also zunächst teste nicht Ich die Biere alleine, sondern wir haben ein kleines Team, dass die Biere testet. Natürlich ist ein Test subjektiv und spiegelt nicht den allgemeinen Geschmack von jedem wieder, aber wir probieren zu objektiv zu sein wie es nur geht. So kann jeder Biertester bei uns im Team auch seinen ganz persönlichen Kommentar zu jedem Bier abgeben. So bekommt jeder Test auch seine ganz eigene individuelle Biernote. Auf jeden Fall können uns aber auch die Leser ihre Erfahrungen einsenden. Auf Anfrage verschicken wir auch unseren Testbogen, so dass jeder ganz persönlich sein Lieblingsbier aus seiner Region testen und online stellen kann. Natürlich zensieren wir im nachhinein ;)  

Wie wird bewertet und welche Kriterien werden dabei beachtet?

Eigentlich wird alles bewertet was es nur zu bewerten gibt. Selbstverständlich der Geschmack und der Geruch aber genau so auch das Design der Flasche und das Verhalten des Bieres im Glas. Wir wollten die Bandbreite der Kriterien so breit wie möglich halten um auch wirklich einen attraktiven Test zu gewährleisten und den Lesern Abwechslung bei unseren Tests zu bieten. 

Diese Frage musste ja kommen: Welches Bier mundet dir am besten? 

Das werde ich natürlich nicht verraten, ich bin ja offen für jedes Bier :) Aber Spass beiseite, in meiner Zeit jetzt mit Lieblingsbier.de durfte ich schon so einige Schätze verkosten und da waren ganz besondere Biere dabei die so einen wuchtigen, einzigartig leckeren Geschmack hatten, dass ich sie sofort zu meinem Lieblingsbier kühren würde. Aber bei ungefähr 2000 Brauerein in Deutschland ist es natürlich schwierig sein Lieblingsbier zu finden. Aber für eine Biersorte habe ich mich bereits vor Jahren entschieden und das ist das Helle bzw. auch Vollbier genannt, liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich aus Oberbayern stamme und dort wird das neben einem Weißbier eigentlich nur getrunken und gehört zum Grundnahrungsmittel dazu. Pils wäre es wahrscheinlich geworden, wäre ich im hohen Norden aufgewachsen, wer weiß. 

Welche Blogs liest du regelmässig? 

Puuuh. Da gibt es einige Blogs die ich mir zur Gemüte ziehe. Schließlich muss ich ja wissen, was in der Szene so alles passiert. Es gibt natürlich große bekannte Blogs wie z.B. den Bildblog, den ich absolut klasse finde. Aber auch ein paar andere Blogs wie z.B www.thekenmeister.de oder auch www.fussball-blabla.de eigentlich alles was mit Essen, Trinken und Sport zu tun hat. Ansonsten klicke ich mich so durch das World Wide Web und schaue was passiert. 

Betreibst du noch andere Blogs?

Nein noch nicht, aber vielleicht kommt in den nächsten Wochen noch etwas interessantes hinzu, was auch mit Trinken zu tun hat. Aber dazu wird noch nicht viel verraten. 

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Ich hoffe noch ganz ganz ganz viel. Wir sind an ganz vielen Ideen dran, die wir ausarbeiten wollen. So soll zum Beispiel der Biertest interaktiver werden und übersichtlicher gestaltet werden. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Seiten soll hervorgehoben und ausgebaut werden und zuletzt soll ein schönes Forum installiert werden, was auch den Communitygedanken fördern soll und den Austausch unter den Stammlesern und den flüchtigen Lesern. Ebenfalls können im Forum die aktuellen Beiträge diskutiert werden und durchleuchtet werden. Hinzu kommen noch viele andere tolle Ideen, zu dennen ich jetzt aber nicht viel verraten möchte. Eigentlich kann zusammenfassend gesagt werden, dass sich Lieblingsbier.de im Moment noch in der Beta-Phase befindet und sich auch wohl noch komplett vom Design verändern wird. Weg vom Blog und hin zu einer interaktiven Web 2.0 Homepage über das Thema Bier. Ach und bevor ich es vergesse, für den Sommer sind spannende Reportagen geplant. So werden wir wahrscheinlich wenn alles klappt einen Hopfenbauern bei der Ernte begleiten oder eine Brauerei beim Brauvorgang über die Schulter gucken und das alles selbstverständlich schön dokumentieren in Bild und Ton. Also ihr könnt alle gespannt sein. 

Na denn, wohl bekomms. Irgendwelche letzten Worte? 

Selbstverständlich. Ich bedanke mich für das Interview von deiner Seite aus und wünsche dir auch viel Erfolg bei deinem Projekt. Ebenso grüße ich alle die mich kennen und ganz besonders meine Freundin die Susanne, die mich tatkräftig unterstützt bei jedem Biertest mit ihrer Fachmeinung :) Ansonsten kann ich nur jedem raten vermehrt Bier von kleinen Brauerein zu beziehen um diese zu fördern und nicht das Geld den großen Brauereigesellschaften, die meist aus dem Ausland kommen, in den Rachen zu schmeißen. Jeder hat mit Sicherheit eine kleine feine Brauerei in seiner Nähe und der örtliche Getränkefachmarkt wird dieses Bier dann betreiben, wenn nicht, einfach mal nachfragen.

 

Link: www.lieblingsbier.de

das-wilde-gartenblog.de

Donnerstag, April 3rd, 2008

Hallo Claudia und Matthias. Nehmen wir mal an, ich möchte selbst einen Garten anlegen. Wie hilft mir das-wilde-gartenblog.de?

Es hilft dir, dir klarer zu werden, welche Art Garten du anlegen willst und stellt dir unsere Philosophie des wilden Gärtnerns vor. Z.B. im Artikel "7 Regeln für faules Gärtern". Und wenn du länger mitliest, spricht diese eher lockere gärtnerische Lebensart aus vielen Artikeln im wilden Gartenblog.

Wie sollte ein gesunder Garten ausschauen und wie nicht?

Was ist "gesund"? Für die einen ist es das weitestmöglich "naturbelassene" Biotop, in dem alles wachsen darf, wie es eben will. Für die Anderen sind nur ordentliche Beete, in Form geschnittene Büsche und saubere Wege "gesund". Unsere Linie ist einfach Lust- und Laune-orientiert: Wenn etwas nervt, kommt es weg. Wenn etwas beeindruckt, pflegen und hegen wir es, bzw. setzen es dazu, wenn es noch nicht da ist.

Warum sollte aus eurer Sicht eigentlich jeder ein Garten haben, hegen und pflegen?

Haben wir das irgendwo geschrieben? (Nein) Wenn ja, vermutlich aus der eigenen Begeisterung heraus, denn ein Garten kann einem ja so viel geben: körperliche Bewegung, geistige Auseinandersetzung mit Natur und Kultur, einen Ort zum Entspannen im Grünen, interessante Foto-Motive ohne Ende – aber sicher gibt es Menschen, die damit gar nichts anfangen können!

Könnt ihr ein paar allgemeine Gartentipps erteilen oder auf entsprechende Sektionen in eurem Blog hinweisen?

Wer noch wenig Ahnung vom Gärtnern hat, sollte nicht gleich alles umplanen und neu gestalten, sondern erstmal ein Jahr lang mit dem leben, was da so von alleine wächst. Den Garten also erstmal kennen lernen, bevor man ihn "umkrempelt". Ich weiß, dass das nicht komplett machbar ist, wir haben auch allerlei Neues zum Vorhandenen gepflanzt – allerdings nur immer dann, wenn wir Lust hatten. Also keine totale Umgestaltung, sondern alles mehr nach Bock-Prinzip. Ratsam ist es aber in jedem Fall, sich im Web zuerst zu informieren, was für Lebensbedingungen eine Pflanze braucht, bevor man sie einsetzt!

Über den Tellerrand des eigenen Gartens hinaus schaut die Rubrik "Skurriles", die ich hier mal zur allgemeinen Inspiration empfehle.

Welche Blogs lest ihr regelmäßig?

Matthias ist eher Spontan-Leser, doch ich schau öfter mal zur Gärtnerin, besuche das Fließtalleben und das Draußen-gesehen-Blog, wie auch alte Freunde und andere, die mir immer mal begegnen. Auch außerhalb der Gartenszene lese ich mich quer durch die Blogosphäre, da fang ich lieber gar nicht erst mit Aufzählen an!

Betreibt ihr noch andere Blogs?

Matthias lässt es mit dem Gartenblog gut sein. Ich schreibe seit 1999 das Digital Diary (Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück) und mittlerweile vier weitere Blogs, die auf meiner Start-ins-Netz-Seite gelistet sind.

Was können wir in Zukunft vom Gartenblog erwarten?

Noch im Lauf des Aprils gibts es ein Blog-Projekt, dessen Thema hoffentlich viele Gartenfreunde zum Mitmachen inspirieren wird. Weiter werden wir über fremde Gärten berichten, auch über Spontangrün in den Städten, Parks und Grünanlagen – und wie bisher wird es viele schöne Fotos geben von allem, was wächst. Berichte und Bilder unserer Reise ins tropische Kambodscha stehen auch noch einige aus: da haben wir viel Material gesammelt, die Pflanzen dort sind sehr spektakulär und sehenswert!

Irgendwelche letzten Worte?

Der wilde Garten ist überall – man muss nur hinsehen!
 

Link: www.das-wilde-gartenblog.de

crusta.de

Montag, März 31st, 2008

Kerstin’s Leidenschaft sind "Wirbellose" (Tiere). Manche Leidenschaften schaffen Leiden und so kommt es, dass für dieses Hobby einige Stunden Arbeit anfallen. Doch die Freude daran ist es sicherlich wert.

Kerstin, sei gegrüßt. Was fällt unter die Kategorie "Wirbellose"?

Die Bezeichnung "wirbellos" erklärt sich ja fast von alleine. Hierbei handelt es sich um Tiere, die keine Wirbelsäule besitzen. Ich selbst halte lediglich wirbellose Aquarienbewohner im Süßwasser. Meine Aquarien werden zurzeit von Garnelen, Krebsen, Krabben und Schnecken bewohnt.

Wie bist du mit diesen Tierchen in Kontakt gekommen?

Ich vermute, jede Karriere eines Aquarianers beginnt mit einem normalen Gesellschaftsbecken, d. h. unterschiedliche Fischarten werden miteinander vergesellschaftet. Genauso war es auch bei mir. Nach einigen Jahren habe ich dann in einer Zoohandlung das erste Mal Garnelen entdeckt. Hierbei handelte es sich um Amanogarnelen, die dort durch ein Becken wuselten. Damit nahm die Wirbellosensucht eigentlich ihren Lauf. Immer mehr unterschiedliche Garnelenarten sind eingezogen, mit ihnen wuchs unweigerlich auch die Anzahl meiner Becken. Fische halte ich mittlerweile überhaupt keine mehr, sie sind mir persönlich zu langweilig geworden. Garnelen, Krebse & Co sind in meinen Augen viel interessanter zu beobachten.

Züchtest du selber? Ich könnte mir vorstellen, dass das eine Menge Arbeit ist.

Ja, einige Arten züchte ich, bei anderen spreche ich lediglich vom Vermehren, da hier keine Selektionsarbeit nötig ist. Ich weiss es jetzt gar nicht so genau, aber ich müsste zurzeit 25 Becken laufen haben. Die Anzahl hört sich im ersten Moment sicherlich recht hoch an, aber hier handelt es sich zum größten Teil um Becken, die zwischen 25 –  54 Liter liegen. Meine beiden größten Aquarien sind 100 und 240 Liter groß. Diese werden von Krebsen und Krabben bewohnt. Die meiste Arbeit macht sicherlich der wöchentliche Wasserwechsel bei allen Becken. Da können an einem Samstag schon mal 2 – 3 Stunden ins Land gehen. 

Welche Funktion erfüllt dein Blog? Ist es ein Ratgeber?

Gute Frage. Ich denke, da gibt es zwei Funktionen. In meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es nicht so viele Menschen, die irgendetwas mit der Aquaristik zu tun haben. Bei dem Wort Garnele oder Flusskrebs, denken sie eher an ein Iglo-Fertiggericht oder den nächsten Restaurantbesuch. Ich habe durch meinen Blog die Möglichkeit, meine Erfahrungen und Erlebnisse mit meinen Tieren einfach niederzuschreiben. Auf Crusta verlaufen sich eher die Besucher, die Interesse an der Wirbellosenhaltung haben. Somit sind meine Berichte dort sicherlich gut aufgehoben.

Eine weitere Funktion ist eher unbeabsichtigt herangewachsen. Nach einem Jahr, kann man doch schon von einer "kleinen Datenbank" reden. Die Besucher profitieren sicherlich auch von meinen Erfahrungen, genauso wie sie mich bei evtl. Problemen unterstützen. Weiter ist durch den Blog ein monatlicher Stammtisch herangewachsen, mittlerweile treffen sich regelmäßig zwischen 20 – 30 Wirbellosenfreunde zum Wirbellosenstammtisch Rheinland in Köln.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Oh, in meinem Feed-Reader habe ich einige Blogs. Ich nenne einfach mal die ersten 5, die in meinem Reader gelistet sind: blogwiese.deemil.liashility.debeetlebum.deblog.helmschrott.de

Betreibst du noch andere Blogs?

Betreiben ist zu viel gesagt, es existiert ein weiterer Blog. Meinen Wuschelblog gab es schon vor Crusta, jedoch komme ich da nicht so ganz zu Rande. Zurzeit bin ich ausreichend mit meinem Wirbellosenblog beschäftigt, mir fehlt einfach die Zeit.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Das Hauptthema wird sicherlich schwerpunktmäßig bleiben. Ich möchte in naher Zukunft gerne die Aquarienfotografie etwas mehr ausbauen. Zudem soll es regelmäßig Berichte und Interviews bekannter Züchter geben.

Irgendwelche letzten Worte?

Ich danke dir, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast, dir dieses Interview zu geben. Ich wünsche Bloggersdorf weiterhin viel Erfolg!

Ich muss mich bei dir bedanken.

 

Link: crusta.de

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