Archive for the ‘Kultur’ Category

Tour-Blog – Ein Interview mit Markus dem Tourblogger

Sonntag, Juli 11th, 2010

1.Für unsere werten Bloggersdorf – Bewohner stell dich doch bitte einmal kurz vor.
Moin, ich bin Markus, der Tourblogger und ich schreibe von allem, was ich als Veranstaltungstechniker auf Tourneen und Industriejobs erlebe – und von allem, was sonst so um mich herum geschieht.

2.Wie bist du auf die Idee gekommen, das „tour – blog“ zu eröffnen?
Die Idee hatte ich gar nicht selbst. Meine Tochter und mein Freund Dirk [http://www.hdschellnack.de] waren der Meinung, daß sie unbedingt mehr von mir erfahren müssen, wenn ich unterwegs bin und sie bedrängten mich monatelang, doch endlich mal mit der Bloggerei anzufangen. Widerwillig gab ich dann irgendwann nach und mittlerweile blogge ich über vier Jahre und habe großen Spaß damit.

3.Führst du noch andere Blogs?
Nein, ein Blog reicht doch auch locker, oder ?

4.Du hast auf „Tour Blog“ eine Seite, die heißt „Wunschzettel“. Was war das Skurrilste, dass du jemals von einem Leser geschenkt bekommen hast?
Skurril…… meine Leser haben mir tatsächlich schon eine Menge geschenkt und da freue ich mich immer sehr drüber. Neben Büchern und CDs, da gibt es ja genug Anregung in meinem Wunschzettel, gab es beispielsweise im letzten Advent, daß ich im Blog darüber schrieb, daß mir auf Tour schon ein wenig die selbstgemachten Weihnachtsplätzchen fehlen. Prompt kam ein paar Tage später in Stuttgart ein Leser mit einer großen Blechdose voll mit liebevoll gebackenen Plätzchen in der Halle vorbei. Sowas finde ich richtig toll.

5.Was war dein größter, revolutionärster Gedanke?
Hupps. Ich halte mich nicht für revolutionär. Nein. Ich bin glaube ich recht normal und bodenständig. Eigentlich fast langweilig.

6.Verdienst du Geld mit deinem Blog, oder hast du noch einen anderen Beruf?
Haha. Nein, mit dem Blog verdiene ich kein Geld, es kostet mich was. Ich habe keinerlei Werbung im Blog, auch Links auf andere Seiten (wenn ich mal Bücher oder CDs bespreche) setze ich (für mich selbstverständlich) ohne Bezahlung. Statt dessen kostet mich der Server jeden Monat etwas. Das ist aber ok, denn es ist ja gewissermaßen eines meiner Hobbies.

7.Welchen Ort auf der Erde würdest du gern besuchen?
Orte finde ich gar nicht soooo wichtig, es sind die Menschen, die für mich zählen. Ich habe schon länger meine Freunde in Israel nicht mehr gesehen und auch einen Onkel, der in Brasilien lebt, sah ich lange nicht mehr. Die würde ich gern mal wieder besuchen. Und wenn ich jetzt länger darüber nachdenke, würde ich tatsächlich vielleicht mal eine Motorradtour quer durch Australien machen.
Und es gibt noch einen Ort, den ich gern besuchte: seit meiner Kindheit würde ich sehr gern mal auf den Mond fliegen und dann ein Autorennen mit einem der Mondautos machen. Das wäre tatsächlich ein großer Traum.

8.Was würdest du dir in Zukunft von anderen Blogbetreibern wünschen?
Die Blogszene hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. In vielen Blogs sind die Blogrolls verschwunden, es wird weniger untereinander verlinkt, vor ein paar Tagen erlebte ich, daß sogar Track- und Pingbacks abgeschaltet waren. Das finde ich schade, denn eben dieses Miteinander hat Blogs erst groß gemacht.

9.Welchen Blogbetreiber würdest du gerne als nächstes bei Bloggersdorf im Interview sehen?
Eines der Blogs, die ich mit am liebsten lese, ist das der Nachtschwester [http://nachtaktiv.twoday.net/]. Sie schreibt viel zu selten, aber wenn sie dann mal schreibt, dann ist es immer wirklich sehr gut.

10.Welche drei Fragen hättest du gerne von dem Blogbetreiber beantwortet?
Mir reicht das, was sie von sich erzählt. Ich lasse mich lieber überraschen.

11.Irgendwelche letzten Worte?
Twitter und Facebook verdrängen viele Blogs leider. Ich finde das sehr schade, denn diese beiden Formate haben natürlich ihre Berechtigung, sind aber in ihrer Struktur doch sehr beschränkt. Ich könnte meine Geschichten nie in 140 Zeichen pressen. Darum geht aus Euch hinaus, Leute, und nehmt Euch die Zeit für längere Gedanken. Schreibt wieder mehr Blogs.

Interview mit German Psycho – Serienmord und Herrenmode

Mittwoch, Juni 30th, 2010

Hallo German Psycho,
erst einmal ein Herzliches Willkommen in unserem wunderschönen Bloggersdorf. Wir haben Sie, verehrter Psycho, und Ihren Blog das erste Mal zu Gast, deshalb geben Sie uns die Ehre und stellen unseren Dorfbewohnern Ihr Blog kurz vor.
Mein Blog beschäftigt sich mit den beiden wichtigsten Themen der Männerwelt: Serienmord und Herrenmode. Zu etwa gleichen Teilen. Daß man mittlerweile auch häufig politische Aufsätze und Kommentare findet, halte ich für ein unerklärliches Phänomen, das aber nicht geändert werden kann.

Warum nennen Sie sich selbst German Psycho? Gibt es zu dem Namen eine Geschichte, die Sie uns mitteilen wollen?
Ich saß im Büo eines internationalen Softwareherstellers und langweilte mich. Langweilte mich kolossal. Wie eigentlich recht häufig damals: Die Software funktionierte nicht, daher wollten auch unsere Kunden sie nicht einsetzen. Ich stellte fest, daß ich das gesamte Internet bereits durch hatte, es also Zeit wurde, selbst etwas dazu beizutragen.
Nachdem ich auf das Blog der Weltregierung stieß – das war, bevor er sich in @BrandNewWelt umbenannte und sein Blog sterben ließ, genaugenommen war er eigentlich the big shit damals – eröffnete ich mein eigenes auf der unsäglich schlechten Myblog-Site. Nun denn: Ein Name mußte her. Da ich anonym bleiben wollte, das Thema aber klar war, ließ ich meine Gedanken nicht besonders weit schweifen und gründete den Ableger Patrick Batemans. Nur halt hier.

Betreiben Sie noch andere Blogs?
Nein.

Was können wir in näherer Zukunft von Ihnen und Ihrem Blog erwarten?
Nun, Serienmord und Herrenmode schätze ich. Vielleicht auch politische Kommentare. Wer weiß das schon?

Welche Blogs lesen Sie regelmäßig?
Matt Wagners „Rückseite der Reeperbahn”. Ramses101 „Blindtextblog”. Chief Judys Blog, des Einheitskanzlers Blog. Felis „Felis World”, Svennovs „Limmerstraße”. Ach ja: Ich habe da eine Liste auf meiner Site. Sie nennt sich „Blogroll”.

Welche Blogs finden Sie „psycho“?
In jeweils unterschiedlichen Sinnen: murkeleien.wordpress.com ist schon irgendwie psycho, genauso wie nouseforaname. Beide im positiven Sinn.

Was war das Schockierendste, was Ihnen jemals ein „Fan“ auf Ihrer Seite mitgeteilt hat?
Es gab einige Verrückte, die mein Blog so bevölkern. Am besten war es im Gästebuch des alten Blogs. Achten Sie auf „Cannibalian Juice”. Mein bisheriger Favorit in Sachen Troll.
Ansonsten gab es vor kurzem einen krassen Kommentar zum Thema Israel. Da wurde in drei Zeilen so ziemlich alles an antisemitischen Klischees bedient, was man so finden kann.
Aber eigentlich ist es bei uns immer friedlich und nett. Schließlich tummelt sich bei mir schon eine eher kleinere, regelmäßig miteinander sich unterhaltende Gruppe. Außer natürlich bei dem einen oder anderen Politikaufsatz.

Welchen Blog würden Sie gerne als nächstes bei Bloggersdorf im Interview sehen?
Auf jeden Fall Matt Wagners „Rückseite der Reeperbahn”

Welche drei Fragen würden Sie gerne von dem Blogbetreiber beantwortet haben?
a. Wie häufig wurden Sie von Fans angeschrieben, sich mit ihnen persönlich zu treffen?
b. Haben Sie schon Heiratsanträge von Blogleserinnen erhalten?
c. Haben Sie Frisurtips für Ihre männlichen Stammleser?

Irgendwelche letzten Worte?
Ein Mann sollte weder Kurzarmhemden tragen noch überhaupt welche besitzen.
This cofession has meant nothing.

Vielen Dank für das Interview! Auf Wiedersehen!

Interview geführt von: Tatjana Sochowski


Interview mit Benno von Direkte Aktion – Freiheit stirbt mit Sicherheit! – direkteaktion.over-blog.de

Dienstag, Juni 8th, 2010

Sehr geehrter Hr. Ohnesorg/ Hallo Benno!

Die Verzögerung mit dem Interview tut mir sehr leid! Leider bin ich schon
seit einer Woche krank, was die Fragenentwicklung etwas verzögert hat.
Aber hier nun das Interview.

Benno, bitte!

Ich war ein paar Tage offline, deshalb hat es länger gedauert mit meinen
Antworten. Aber hier sind sie nun. Ich hoffe, es sind nicht zu viele
(Tipp-)Fehler drin geblieben.

1) Stell dich und deinen Blog doch bitte einmal für unsere Besucher vor!

Ich war schon immer irgendwie politisch aktiv – auch eine (kurze, aber
spannende) Zeit lang in einer Partei. Seit ich eine Tochter habe, mußte ich
meine Aktivitäten aber sehr einschränken – vor allem aber habe ich nicht
mehr (oder viel zu spät) mitbekommen, was alles da draußen so an spannenden
Aktionen lief.

Als ich dann eines Tages in der Stadt mal wieder überraschend auf eine
Demo stieß, an der ich auch gern teilgenommen hätte, wenn ich ein wenig
früher davon erfahren hätte. Da wurde mir erst klar, dass viele Leute
politisch viel aktiver wären, wenn sie früher und gründlicher informiert
würden. So aber blieben die politisch Aktiven meist unter sich.

So wurde die Idee geboren, mich vor allem als Multiplikator der Aktionen
anderer zu betätigen. Das läßt sich besser mit meiner Lebensplanung
vereinbaren, aber es sorgt auch dafür, dass die Wirkung der Aktiven da
draußen sich vervielfacht.

Es begann mit dem Blog “DirekteAktion” (
http://direkteaktion.over-blog.de/ ), wurde aber schnell ergänzt durch
Aktivitäten bei den Micro-Blogging Diensten twitter (
http://twitter.com/direkteaktion ), identi.ca (
http://identi.ca/direkteaktion/ ) und Friendfeed (
http://friendfeed.com/direkteaktion ). Kürzlich ist eine Mailingliste über
Nazi-Aktivitäten und Anti-Nazi-Proteste
(https://lists.riseup.net/www/info/aktiv_gegen_nazis ) hinzugekommen. Aber
das Kernstück ist und bleibt das Blog.

2) Warum heißt dein Blog “Direkte Aktion”?

Die Politiker und Medien wollen uns – gerade die von uns, die wenig Zeit
haben – zu Zuschauern der “Demokratie” machen. Wenn es nach Ihnen geht,
dann wählen wir und halten ansonsten das Maul. Doch die Inhalten und
Interessen sind heute viel zu komplex und unterschiedlich geworden, um sie
einer hand voll Parteien und Medien zu überlassen.

Auch fast alle Blogs im Web beschränkt sich darauf, dieses Spiel
mitzuspielen. Sie verbreiten zwar Meinungen, aber bieten keine Möglchkeit,
basierend darauf zu handeln.

Der Begriff “Direkte Aktion” ist ein Begriff aus der Sozialgeschichte und
beschreibt direktes Eingreifen in wirtschaftliche und/oder politische
Zusammenhänge. Historisch sind mit Direkten Aktionen gemeinschaftliche
Aktionen gemeint, die – im Gegensatz zu Forderungen, Drohungen oder
Verhandlungen – direkt auf die Durchsetzung eines gemeinsamen Zieles
wirken. Daher werden historisch als Mittel der Direkten Aktion oftmals
Besetzungen, Streik, Boykott und Sabotage genannt. Handeln statt reden.

Bei den historischen Vorbildern will ich – wenn auch etwas weniger
militant – anknüpfen. Dehalb unterstütze ich – wenn auch bewußt abweichend
von der historischen Definition – alle Aktionsformen, die uns BürgerInnen
mehr Einfluß und Stimme in der Öffentlichkeit verschaffen:
Unterschriftenaktionen, Petitionen, Online-Abstimmungen, Protestbriefe,
Flash-Mobs, Informationsveranstaltungen, Zusammenschlüsse,
Parteigründungen, Vereine, Stiftungen, Demos, Blockaden, Streiks, …

In Kürze: Es geht mir darum, das die Menschen aktiv werden.

3) Wie viele Leser erreichst du im Schnitt ?

Ich misstraue ja jeder Statistik grundsätzlich, aber wenn mein
Blog-Anbieter nicht komplett lügt, dann habe ich derzeit im Schnitt täglich
so etwas 200 BesucherInnen.

Das schwankt jedoch stark. Ich bin extrem darauf angewiesen, dass meine
Artikel von anderen Menschen verlinkt werden. Wenn ich neue, spannende
Themen habe, fliegen die Zugriffe durch die Decke. Wenn es um die
politischen Dauerbrenner geht, dann sacken die Zugriffe ziemlich ab.

Aber ich hoffe auf noch viel mehr Menschen, die sich wie ich als
Multipilkatoren engagieren.

4) Wie ist die Reaktion der Öffentlichkeit auf deinen Blog?

Abgesehen von ein paar Trollen, ist die Reaktion toll. Noch kann ich
Aktionen nur unterstützen, aber schon bald werde ich die Weltherrschaft an
mich reißen. ;-)

5) Was wünscht du dir vom Internet?

Mehr Geist, weniger Trolle. Und das es nicht zur kommerziellen, geistlosen
Shopping-Zone verkommt wie unsere Innenstädte.

Und ein wenig mehr Gelassenheit. Nicht jeder Trend muss nach 24h Stunden
veraltet sein, nicht jede Mail nach einer Stunde beantwortet. Historie &
Qualität wird (von den Nutzern) leider zu wenig gewürdigt, “Trending
Topics” dagegen völlig überbewertet.

Aber nur was den Sturm der “attention” überdauert, hat wirklich Wert.

6) Denkst du, dass Blogs langfristig eine Konkurrenz für die tagesaktuelle
Presse werden kann?

So wie sich die Mainstream-Medien derzeit präsentieren? Als
oberflächliche, unkritische, Klatsch-, Meinungs- und Zitatmaschinen?
Locker! Da sind Blogger viel unabhängiger, engagierter, fachlich
kompetenter und vor allem kritischer. Blogger denken mehr nach.

Echten Journalismus (leider fast ausgestorben) könnten sie natürlich nicht
schlagen. Denn er hätte den (Zeit-)Vorteil, Themen komplett zu durchdringen
und wirklich von allen Seiten auszuleuchten.

Aber heute ist es ja hipp für Journalisten, das Internet (Twitter, Blogs
oder Facebook zu zitieren / besprechen). Ham die keine besseren Quellen?

Wenn die Medien nicht wieder auf Qualität, Recherche und Hintergund
setzen, haben sie aber gegen das Internet schon verloren.

7) Welcher deiner Posts bekam die meiste Reaktion/ das meiste Feedback?

“Zart, aber bitter – Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie”
(http://direkteaktion.over-blog.de/article-32135413.html ) – die meisten
Zugriffe (dauerhaft!), die meiste Weiterverbreitung, die meisten e-Mails.
Und: Komplett zustimmend.

8) An dieser Stelle bitte ich um etwas Selbstkritik: Wo hackt es bei euch?
Bei der Entwicklung des Blogs?

Die Technik – ich bin ein ziemlicher DAU und ich fürchte, ich verschenke
dadurch viel Potential. Ich bin darauf angewiesen, vorhandene Dienste mit
den geringsten Anpassungen zu Nutzen. Auch meine Ausstattung ist mies.
Mein Rechner in inzwischen fast 8 Jahre alt.

Mit Rechtschreibung bin ich zu nachlässig. Meine Texte enthalten zu viele
Tippfehler. Ich bin einfach zu ungeduldig, um systematische Fehlerkorrektur
zu betreiben. Das ist keine SEO-Strategie.

Außerdem sollte ich aktiver nach Leuten suchen, die mitmachen.

9)Was sagst du zu “stiller Revolution” ?

Ich mus zugeben, dass ich den Begriff nicht kannte und ihn erst
nachschlagen mußte. Ich denke, das die Form die Veränderung nimmt, nicht
entscheidend ist, sondern dass Veränderung angestrebt wird. In einer
idealen Form nimmt ist sie den Weg Gandhi´s Satyagraha. Historisch sind die
stiller Revolution in Quebeck und die Nelkenrevolution in Portugal
interessante Vorbilder. Ich glaubes sogar, das Reformen sehr erforgreich zu
Verbesseungen führen können.

Aber ich glaube nicht, dass man Veränderung planen kann. Veränderung
“passiert”. Wichtig ist, danach zu streben.

Und ich glaube, dass sich die Form von Veränderung daraus entwickelt,
wieviel Druck und Gegendruck besteht. Ein Reform-feudiges System wird nie
eine Revolution erleben. Je beharrender / konservativer ein System ist,
desto heftiger wird die Reaktion sein, wenn sich Veränderung durchsetzt.

Die Regierenden bestimmen nicht den Umfang von Veränerung, sondern
beeinflussen nur den Zeitpunkt und die Heftigkeit.

10) Wenn du an meiner Stelle wärst, welchen Blog würdest du dir als
Interviewpartner suchen und welche drei Fragen würdest du dem
Blogbetreiber stellen?

Viele Fragen hätte ich natürlich an fefe (http://blog.fefe.de ), aber der
ist schon soooo bekannt. Daher möchte ich die Mädchenmannschaft (
http://maedchenmannschaft.net/ ) vorschlagen.

Fragen würde ich sie:

a) Was wollt ihr eigentlich erreichen?
b) Warum sind in der Mädchenmannschaft auch Jungs?
c) Was ist das wichtigste Ziel des Feminimsmus heute?

11) Irgendwelche abschließenden Worte?

Zwei:

Die bewußte Bejahung der Schwierigkeiten hat das Leben des Menschen stets
von dem der Haustiere unterschieden: vom Leben der Hühner, der Schafe, der
regierungstreuen Journalisten, Papageien und dergleichen.

(Ignazio Silione)

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht: es geht voran!

(Fehlfarben)

—-

Nochmal Danke für das Interview Angebot!

Ich danke für das Interview!

Interview geführt von: Tatjana Sochowski


ennomane.de – Sitzgelegenheit für Couch-Potentials

Montag, April 5th, 2010

Hallo Enno,
schön dich im Bloggersdorf begrüßen zu dürfen. Du bist nach einiger Pause vom Bloggersdorf unser erster Interviewpartner und gleichzeitig unser diesjähriges Easteregg. Nach deinem Interview wird es nun wieder regelmäßig Interviews mit Bloggern geben. Es freut uns sehr, dass wir mit dir beginnen können. Einige dürften dich schon kennen.
Bis vor kurzem warst du noch Hamburger und Störteblogger.
Du wohnst nun in Berlin, bloggst aber natürlich weiterhin. Auch bei Twitter bist du aktiv.

Einer deiner Blogs heisst die ennomane. Lass uns mit dem Interview beginnen.

(weiterlesen…)

millus.kulando.de

Mittwoch, Mai 6th, 2009

Hallo Miguel, ich heiße Dich herzlich Willkommen im schönen Bloggersdorf. Da Du das erste Mal zu Besuch bist, stell doch bitte den Dorfbewohnern zunächst einmal Deinen Blog millus.kulando.de vor.
Meinen Millus Blog gibt es schon einige Jahre und wird auf einer kostenlosen Blogplattform gehostet. Ich schreibe über die Themen, die mich persönlich interessieren, doch in den letzten Jahren hat der Blog einen Schwerpunkt in den Themen „Blog optimieren“ und „Filmtrailer“. Zwei Themen, die mir sehr am Herzen liegen.

Du scheinst mit Deinem millus.kulando.de sehr aktiv zu sein. Wie viele Leser erreichst Du denn mittlerweile durchschnittlich mit Deinem Blog?
Der Durchschnitt liegt im Moment bei 3000 Unique Visitors am Tag. Aber es gibt Tage, da sind über 6000 Leute auf Millus. Im Monat sind es 100 000 Unique Visitors. Letzten Monat habe ich die 1 Million Marke überschritten. Vor 3 Jahren hatte ich ca. 100 Besucher pro Tag. Es lohnt sich also Geduld zu haben und fleißig am eigenen Blog zu arbeiten.

Wenn Du nicht gerade Posts veröffentlichst, verbringst Du Deine Zeit mit dem Zeichnen von Illustrationen sowie Comics und hast an hast in diesen Bereichen schon einiges vorzuweisen. Vielleicht kannst Du unseren Lesern einen kurzen Einblick in Deine tägliche Deine Arbeit vermitteln?
In erster Linie arbeite ich als Illustrator und Autor. Ich produziere Comics und Illustrationen, Logos und Weblayouts. Z.B. habe ich für SPICKMICH Logos und Illustrationen gemacht, für RTL und ENDEMOL Designs gemacht und Musikvideos wie z.B. für Sabrina Setlur realisiert. Nebenbei arbeite ich auch als Berater für Print und Webprojekte. Ich habe mit 15 Jahren angefangen kreativ zu sein und Geschäfte zu machen. Erfahrung hat sich angesammelt, die jetzt oft gefragt ist. Mein Tag ist sehr routiniert, ich stehe gegen 10 auf, checke meine Emails und betätige Telefongespräche, blogge meistens einen oder zwei Beiträge, danach gehe ich Sport machen. Mittagessen folgt, dann geht es wieder an den Rechner oder ans Zeichnen. Bis spät Abends. Abendbrot, wieder Sport und wieder Rechnerarbeit bis es so gegen 2 Uhr ist. Dann schaue ich einen Film oder schlafe direkt ein.
Die Thematik Deiner Beiträge hat mir bei der Recherche sehr zugesagt. Du scheinst ein ebenso großer Filmfan zu sein wie ich, daher würde ich dieses Thema gern vertiefen. Welches Genre sagt Dir denn am meisten zu?
Wahrscheinlich werden sich viele wundern, aber ich liebe gute Dramen und Liebesfilme. Filme, die mein Herz berühren und mich zum Weinen bringen. Wenn mich ein Film zum Weinen bringt, dann ist das mein Qualitätsurteil. Ich bin großer Brad Pitt und Vin Diesel Fan, PITCH BLACK und LEGENDEN DER LEIDENSCHAFT habe ich mir schon unzählige Male angesehen.
Welchen Film sollte man momentan unbedingt im Kino gucken und warum?
Ich bin nicht so der Kinogänger. Aber ich denke Blockbuster wie WOLVERINE, TRANSFORMERS oder Animationsfilme wie MONSTERS vs. ALIENS kommen im Kino viel besser. Ich habe letztens CHANGELING mit Angelina Jolie in der Hauptrolle gesehen. Hat mir sehr gut gefallen und es lohnt sich diesen Film im Kino zu sehen. Morgen gehe ich WOLVERINE im Kino sehen, bin gespannt was mich erwartet, denn als Comiczeichner/Leser und Filmfan bin ich absoluter Wolverine Fan…

Du hast kürzlich Andrew Keens Buch „Die Stunde der Stümper“ vorgestellt. Keen geht in seiner ironischen Art durchaus kritisch mit der Entwicklung des web 2.0 und der Entwicklung des Bloggens bezüglich Kulturverlust um. Wie stehst Du zu diesem Thema?
Wir leben in einer Welt, wo sich alle Kulturen vermischen. Das Internet, das Bloggen und das Web ist ein Medium und eine Kommunikationsform. Wir benutzen sie, wie ein Telefon oder einen Fernseher. Das Telefon hat das Leben verändert, aber keine Kultur zerstört. Mit technischen Entwicklungen und neuen Entdeckungen ändert  sich der Mensch. Es gibt immer negative oder positive Aspekte. Ein Werkzeug zu verdammen oder die Schuld für etwas zu geben ist leicht, aber es liegt am Ende beim Menschen selbst. Der Mensch, der User, trägt allein die Verantwortung für sein Handeln und Denken. Natürlich kann das Web 2.0 die Menschen in ihrem Denken und Handeln manipulieren. Ich sehe das Web 2.0 als eine neue Möglichkeit  und Umgebung an, um sich als Mensch, Geschäftsmann und Konsument zu entwickeln. Leider kontrollieren immer mehr Firmen das Internet und alles endet gerade in einer Geldmacherei.  Das Internet wird ein elektronisches Abbild der reellen Welt.  Das Bloggen wird auch immer mehr zum Geschäft und von Firmen jetzt benutzt, um Produkte zu vermarkten und zu verkaufen.  Blogs sind keine Tagebücher mehr, sie sind zu Werbeflächen und Marketinginstrumente geworden. Aber diese Entwicklung geschieht  in allen Bereichen der Welt. Im Sport, in der Kunst, in der Filmbranche und auch im Web 2.0.
Denkst Du, dass Blogs langfristig eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die tagesaktuelle Presse werden?
Ich denke nicht. Private Blogs haben selten großes Kapital, um sich auszubreiten und um sich zu vermarkten. Und wenn ein privater Blog eine große Leserschaft erreicht, dann wird dieser Blog von irgendeiner Firma gekauft oder blockiert. Es gibt viele legale Wege die unabhängige Konkurrenz aus dem Weg zu räumen. Und viele Zeitungen und Medienhäuser werden ihre Monopolstellungen nicht aufgeben wollen. Und Blogger sind sehr käuflich.
Gibt es momentan Blogs, die Du unseren Nutzern empfehlen würdest?
Ich lese sehr gerne den Kanye West Blog und neue Blogs wie Bloxxo.de oder Blogjack.de besuche ich in letzter Zeit oft,  denn in diesen Blogs sehe ich eine starke Motivation der Blogger und es macht Spaß bei der Entwicklung dieser Blogs zuzusehen. Wenn Bloxxo so weitermacht, kann der junge Andy in paar Jahren der neue Robert Basic werden.  Bei Any any.pscht.com/blog lese ich immer mit. Und natürlich schaue ich regelmäßig bei Bloggersdorf vorbei.
Abschließende Worte Deinerseits?
Vor einigen Tagen habe ich meinen neuen Blog www.BLOGTIPPS.org gestartet und würde mich über Besucher und Feedback freuen.  Ich bedanke für die Interviewanfrage und wünsche jeden Leser und Blogger das Beste und viel Erfolg.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute für Deinen Blog.

Link: millus.kulando.de

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