Archive for the ‘Politik’ Category

another view on history

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Hallo Torsten, herzlich willkommen zu Deinem zweiten Interview im Bloggersdorf. Unser erstes Interview fand vor genau einem Jahr, kurz nach Beginn eures Blogs „Another view on history“ statt. Wie hat sich das Projekt seitdem entwickelt?

Das Projekt ist weiterhin ein reines Hobby-Projekt und wächst und gedeiht vor sich hin. Zwischenzeitlich mit einigen kleinen und größeren Pausen, weil die Beiträge ja doch recht aufwändig sind, und wir es nur dann vorantreiben können, wenn wir zeitlich gerade etwas Luft haben. Insgesamt aber denke ich, ist das Projekt weiterhin auf einem guten Weg.

 Ihr setzt den inhaltlichen Fokus Eurer Texte auf Einzelereignisse und erläutert in der Regel den historischen Kontext. Nach welchen Kriterien wählt ihr die Ereignisse aus und wie kann ich mir die dazugehörige Recherche vorstellen?

Das geschieht recht spontan. Eine genaue Planung gibt es da nicht. An Tagen, an denen wir dazu kommen, einen Artikel zu verfassen, schauen wir uns an, was in der Vergangenheit an diesem Datum passiert ist. Wenn wir dann ein Thema interessant finden, verfasst einer von uns dazu einen Artikel. Natürlich achten wir aber schon darauf, dass wir uns nicht nur innerhalb weniger Zeitabschnitte und Themen bewegen, sondern ein breites Spektrum abdecken. Dabei passiert es aber auch immer mal wieder, dass wir bei unseren eigenen Schwerpunkten hängen bleiben, so ich zum Beispiel vor allem bei Themen der britischen Geschichte.

Wodurch wird der Großteil Eurer Leser auf Euren Blog aufmerksam und wie viele Leser/ Besucher habt Ihr durchschnittlich pro Monat?

Das kann ich ehrlich nicht sagen. Wir haben das Projekt zu keinem Zeitpunkt aktiv beworben und werten auch unsere Statistiken in keiner Weise aus. Es handelt sich ja nicht um ein kommerzielles Projekt, bei dem das relevant ist. In der Hauptsache schreiben wir die Beiträge für uns, weil es uns Spaß macht.

Wie würdest Du die Stammleser von „Another view on history“ beschreiben ?

Auch das ist aus den oben genannten Gründen nicht so einfach zu beantworten – schlicht weil wir nicht wissen, wer unsere Stammleser sind. Ich würde aber darauf tippen, dass unser Blog nichts für den typischen Universitäts-Historiker ist, dazu ist es einfach nicht wissenschaftlich genug. Wir denken dabei eher an geschichtsinteressierte Laien, die sich nicht auf den Schlips getreten fühlen, wenn man auch mal ein Thema nicht so ernst aufgreift und Fakten und Fiktion vermischt.

Historiker gehen meist sehr penibel mit Ereignissen der Vergangenheit um, was regelmäßig zu öffentlichen Diskussionen führt. Ihr verbindet Eure Einleitungen oft mir fiktiven Inhalten. Führte dies jemals zu Kritik bezüglich der Wissenschaftlichkeit eurer Texte?

Weniger wegen der Wissenschaftlichkeit, als eher von Seiten von Besuchern, die die Intention des Blogs gar nicht erkennen und die Trennung nach Fakten und Fiktion nicht verstehen. So gab es durchaus schon emails, von Leuten, die unsere eigene Einstellung mit dem gleichsetzen, was wir unseren Protagonisten in den Mund legen und automatisch annehmen, unsere fiktiven Teile würden immer unsere Meinung wiedergeben oder diese gar als Tatsachenbehauptungen verstehen.

Ich habe oft den Eindruck, die deutschen Medien beschränken sich in der Vermittlung historischer Inhalte oft nur noch auf die Zeit des Nationalsozialismus und die jüngere Vergangenheit der Republik. Wie stehst Du zu dieser These?

Das ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Zwar werden auch immer mal wieder andere Themen aufgegriffen, aber dann meist im Nachtprogramm bei Arte oder Phoenix, wo die Anzahl der Zuschauer dann doch eher beschränkt ist. Klar, gerade die Zeit des Nationalsozialismus ist für die neueste Geschichte unseres Staates von ungeheurer Wichtigkeit. Ich sehe aber die Gefahr, dass da Abstumpfungsprozesse gegenüber den immer wieder durchgeleierten Themen genau zum Gegenteil der Intention der für die Auswahl der Themen Verantwortlichen führen. Viele interessante Prozesse, die auch bis heute von großer Bedeutung sind, aber vielleicht weiter zurückliegen, bleiben dabei leider auf der Strecke.

Das Interesse von Jugendlichen an historischen Ereignissen ist außerhalb des Geschichtsunterrichtes in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Was denkst Du darüber und welche Ansätze hältst Du für sinnvoll, um wichtige Ereignisse der Vergangenheit auch in jüngeren und nachfolgenden Generationen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen?

Ich glaube nicht, dass das ein originäres Problem des Interessensverlust an der Geschichte ist, sondern vielmehr ein generelles Problem der Interessenlosigkeit vieler Jugendlicher in allen Bereichen. Das gilt auch für politische Themen, genauso wie für den Sport, wo immer mehr Vereine mangels Nachwuchs ums Überleben kämpfen und viele andere Bereiche auch. Generell beschränkt sich meiner Meinung nach das Interesse von Kindern und Jugendlichen immer mehr nur auf den Bereich der Medien und immer weniger auf alles, was mit Wissen, sozialem Umfeld oder Engagement zu tun hat.
In Bezug auf die Geschichte ist das natürlich einerseits eine Frage der Schule, wo wir nur hoffen können, dass es Lehrern gelingt, bei ihren Schülern mehr Interesse für die Geschichte zu wecken. Hierzu bedarf es aber auch einer besseren didaktischen Ausbildung der zukünftigen Geschichtslehrer – ein Bereich, der neben der Wissenschaft an den Universitäten fast nicht zur Geltung kommt. Auch die Reformen des Lehramtstudiums haben da in den letzten Jahren nicht viel gebracht. Zwar soll es auf dem Papier eine deutliche Stärkung des Didaktik-Anteils am Studium geben, aber gleichzeitig werden eher Stellen in dem Bereich gekürzt, als das neue geschaffen werden und andererseits fehlt es den Schulen, an denen nun mehr Studenten eine größere Anzahl an Praktika absolvieren sollen, an Kapazitäten zur Betreuung dieser Studenten.
Auch im Schulalltag wird dann viel verpasst – steigende Klassenstärken und eine immer weiter stattfindende Abschiebung von Erziehungsaufgaben auf die Lehrer führen auch nicht gerade dazu, dass es den Lehrern gelingen kann, in ihrem Unterricht die Inhalte so aufzubereiten, dass bei allen Schülern Interesse geweckt wird.
Aber auch im Elternhaus kann hier viel gemacht werden. Vielleicht sollten Eltern ihren Kindern beim Frühstück eher eine Tageszeitung an die Hand geben, als den Fernseher anzuschalten, wie es leider viel zu oft passiert. In meiner Kindheit und Jugend war es zumindest noch so, dass ich morgens in der Zeitung gelesen habe. Bei den tagesaktuellen Themen stellt sich auch ein Kind dann schon oft die Frage nach dem Ursprung einer gewissen Thematik – und ganz oft ist man da dann ja schon im historischen Bereich. Und das ist dann noch der beste Weg, Interesse zu wecken, nämlich wenn das Interesse aus sich selbst heraus entsteht.

Zum Abschluss etwas Kniffliges. Wir sind zuletzt Zeitzeugen eines imposanten Ereignisses geworden: Barack Obama wurde zum ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt. Wie würdest Du dieses historische Ereignis am 20.01.2059 in Deinem Blog thematisieren?

Oh je, das ist wirklich knifflig. Wer weiß schon, was die nächsten Jahre bringen. Und ein historisches Ereignis lässt sich ja meist auch nur im Zusammenhang mit seinen Auswirkungen wirklich beurteilen.
Ziemlich sicher bin ich aber, dass ich als fiktiven Protagonisten jemanden nehmen würde, der dem, wenn man es realistisch betrachtet, doch ziemlich irrationalen Hype, um Barack Obama, besonders stark anheim gefallen war.
Meine Prognose ist, dass wir (oder unsere Nachkommen) vor allem zwei Dinge in Bezug auf Barack Obama in Erinnerung haben werden. Einerseits sicherlich die historische Bedeutung des ersten farbigen Präsidenten für die innere Entwicklung der USA, andererseits aber wahrscheinlich ein Scheitern Obamas, wenn man ihn wirklich in seiner Amtszeit an den, ja fast messianischen, Erwartungen messen sollte, die man in den letzten Monaten auf ihn projiziert hat. Das ist etwas, was kein Mensch wirklich zu schultern in der Lage ist – und was eine riesige Hypothek für ihn und sein Bild in der Geschichte sein könnte.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute für „Another view on history“.

Link:  another-view-on-history

nwo-fighter.info/blog/

Donnerstag, März 27th, 2008

Blaze von nwo-fighter.info erläutert uns seine Ansichten zur aktuellen Weltpolitik.

Hallo zusammen. Gibt es die NWO (new world order, dt. neue Weltordnung) eurer Meinung nach wirklich und was ist darunter zu verstehen?

Die New World Order (Neue Weltordnung) ist eine Floskel, eine Beschreibung für eine Jahrzehnte alte Vision hochrangiger Politiker und Präsidenten – eine Änderung der Weltordnung welche sich in den nächsten Jahrzehnten vollziehen sollte. Die Vorbereitungen auf den Wandel laufen schon ebenso lange. Aktuell befinden wir uns bereits in einer Phase, in der die Durchsetzung der neuen Weltordnung wie sie sich die "Elite" vorstellt, in greifbare Nähe rückt…

Begirffserklärung: Wenn wir von der Elite reden sind diejenigen Machthaber gemeint, die die multinationalen Konzerne und viele Regierungen, Medien und sogar Religionen steuern.

Unter der neuen Weltordnung müssen wir das verstehen was diejenigen, die sie durchsetzen wollen, darunter verstehen. Und das ist ganz simpel erklärt: Lies 1984 und die hast die Vision unserer Führer vor Augen. Ein entrechtetes, versklavtes, vergiftetes Volk, totale Kontrolle und eine herrschende Klasse von Übermenschen…
Wer immer noch nicht glauben will dass wir (allen voran Amerika) uns auf eine totalitäre Weltordnung hin bewegen, schaue sich das Verhalten Amerikas in den letzten Jahren an, die neuen Terrorgesetzte (und zwar alle!), die EU-Verfassung, die Dumpinglöhne, die weltweite Vergiftung mittels Uranmunition, die Liste der einzelnen Bestandteile ist sehr lang. Wichtig ist nur zu erkennen was sich dahinter für ein Plan verbirgt. Und dieser wird von unseren gleich geschalteten Medien verdammt gut verborgen.

Das NWO-Blog ist ja nur ein Teilaspekt eurer Hauptseite. Worum gehts bei dem Internetauftritt im Allgemeinen?

Ersteinmal zum Blog: Unser Blog wird aktuell nur sehr unregelmässig mit neuen Berichten gefüttert, einfach weil wir aus zeitlichen Gründen nicht zum Schreiben kommen. Ich glaube wir sind auch beide etwas schreibfaul.
Unsere Vision geht dahin in Zukunft einige Autoren zu finden, die regelmässig bei uns schreiben. Vergleichbar mit dem Politblog nur viel kleiner und mit mehr "Klartext" wenn du so willst. Wenn einer derjenigen die diese Zeilen lesen sich berufen fühlt möge er sich melden. Im Allgemeinen gibt es zwei Ziele auf unserer Seite. Zum einen können sich diejenigen austauschen, die bereits über viel Hintergrundwissen zu unseren Themenkomplexen verfügen und sich aktiv gegen die Zustände auf unserer Welt stellen wollen. Zum anderen wollen wir natürlich diejenigen wach rütteln, die "Deutschland sucht den Superstar" immer noch wichtiger finden als die Notwendigkeit um unsere Freiheit zu kämpfen.

Wird das "gemeine Fussvolk" aller Länder, mal ganz pauschal gesehen, von "einer Elite" ausgenutzt?

Die Zahlen der 1-Euro-Jobber, der Arbeitslosen in Armut und vor allem der Kinderarmut beantworten die Frage im Grunde bereits. Die Tatsache dass Politik und Großkonzerne im Grunde bereits verschmolzen sind und alles andere nur ein gut gemachtes Schauspiel darstellt, tut ihr übriges. Aber von der Vorstellung der Elite sind wir noch weit entfernt, China ist da schon eher ein Vorbild – das dortige Fussvolk hat erheblich weniger zu lachen als wir.

Viele Kritiker sehen in der Idee einer weltweiten Verschwörung ein Hirngespinst. Wie geht ihr damit um?

Was mich angeht: Ich kann privat nur mit wenigen Leuten darüber reden, die (zumindest teilweise) das System verstanden haben. Ansonsten beschränke ich meine Arbeit zumeist noch auf das Internet. Wer es nicht verstehen will, sich nicht die Mühen machen will seiner Freiheit zu liebe die Dokumentationen anzuschauen die es erklären, den kann man auch nicht zwingen. Ich rede auch nicht gerne von einer Weltverschwörung weil es eben sehr abschreckt und einen die Leute sofort in eine Ecke stellen. Mehr erreicht man mit Hinweisen, die die Leute selbst zum Nachdenken bringen. Ach übrigens, David: Wie viele Türme sind nochmal an 9/11 in New York zerstört worden?

3 Türme, soweit ich weiss. Was gilt es für jeden Einzelnen zu unternehmen?

Informationen aneigenen und verbreiten. Nichts glauben sondern prüfen und wissen.

Welche Blogs lest ihr regelmäßig?

NWO-Fighter bereitet mir seit September viel Arbeit, ich komme seitdem nicht mehr so viel dazu in anderen Blogs zu stöbern wie vorher. Die interessantesten Sachen aus anderen Blogs werden auf unserer Hauptseite ja auch wieder gegeben, von daher lese ich inzwischen meistens was bei uns veröffentlicht wird ;) . Ich finde, der politblog ist nach wie vor ein sehr wichtiger Blog und ein großartiges Projekt.

Betreibt ihr noch andere Blogs?

Nein.

Was können wir in Zukunft vom NWO-Fighter erwarten?

Wenn wir das wüssten. Vieles kommt spontan. Wir hoffen den Blog mal auf das beschriebene Level bringen zu können. Wir werden in Kürze mit Flyern Aktionen in einigen Großstädten durchziehen, wenn unsere Werbung auf der Seite etwas Geld rein gebracht hat werden wir auch Infomaterial auf DVD verteilen. Alle Werbeeinnahmen kommen direkt dem Projekt zu Gute.

Irgendwelche letzten Worte?

Natürlich stimmen nicht alle Infos die verbreitet werden. Viele Infos werden auch veröffentlicht um die Wahrheitsbewegung zu diskreditieren (Die 9/11-Flieger waren Hologramme und ähnliches). Lasst euch nicht hinters Licht führen und stellt nicht die Wahrheitsbewegung auf Grund solcher Spinnereien in Frage. Wacht auf Leute!

Link: www.nwo-fighter.info/blog/

politischkorrekt.info

Freitag, Februar 29th, 2008

So. Passend zum Thema: Politischkorrekt.info. Das Blog vertritt andere Ansichten und warnt vor übertriebener Hysterie.

Hallo Dietmar, bitte kläre uns über Zweck und Ziele von politischkorrekt.info auf.

Es gab mal Zeiten, in denen "politisch korrekt" keinen negativen Touch hatte. Den bekam es erst, als übereifrige Zeitgenossen damit begannen, jedes gesprochene oder geschriebene Wort auf die moralische Goldwaage zu legen. POLITISCH KORREKT im eigentlichen Sinne bedeutet jedoch, einen Kontrapunkt zu jeder Form echter Diskriminierung sozialer, nationaler und ethnischer Gruppen zu setzen.  Und genau aus diesem Grund gibt es POLITISCH KORREKT, denn für mich ist die Alternative zu einer falsch verstandenen und praktizierten politischen Korrektheit nicht die "politische Inkorrektheit", sondern die Rückkehr zum eigentlichen Sinn und Zweck politischer Korrektheit.

Wo siehst du die grössten Probleme im politischen Spektrum?

In der zunehmenden Radikalisierung an den beiden Enden dieses Spektrums.

Ist die Angst vor dem Islam, welche einige Menschen, speziell in Europa haben, unbegründet?

Ja und nein. Zweifellos gibt es Missstände, die angesprochen werden müssen. Was dabei jedoch in keinem Fall akzeptabel ist, ist die Art und Weise, wie das zum Teil geschieht. Es gibt viel zu viele Leute, für die die so genannte "Islamkritik" nur das Vehikel ist, auf dem sie ihr fremdenfeindliches, rechtsextremistisches und neonazistisches Gedankengut transportieren. Und es sind dieselben Leute, die eine sachlich-kontruktive Auseinandersetzung mit
dem Islam und den Muslimen verhindern, weil dieser ganze – mit Verlaub – Müll natürlich nicht unwidersprochen hingenommen werden kann. Das eigentliche Thema kommt dabei naturgemäß leider viel zu kurz.

Auch an dich die Frage: Wie siehst du persönlich Europas Zukunft?

Optimistisch – aber nur, wenn es gelingt, die Radikalen in der Schmuddelecke zu halten, in der sie sich nach wie vor und völlig zu Recht befinden. Extremisten jeglicher Ausprägung dürfen keinen Zugang zur politischen Mitte erhalten und sich dort auch nicht verstecken dürfen.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Stefan Niggemeiers Blog, Bildblog, Lawblog und – notgedrungen – auch "Politically Incorrect".

Was gab den Anstoss zur Gründung von politischkorrekt.info?

Mir ging es darum, ein Gegengewicht zur so genannten "politischen Inkorrektheit" zu schaffen. Dass es dafür einen erheblichen Bedarf gab und gibt, beweisen die durchschnittlich knapp1000 Leser von politischkorrekt.info täglich.

Was können wir in Zukunft von dir und eurem Blog erwarten?

Kurs und Ziel des Blogs sind klar abgesteckt, daran wird sich auch künftig nichts ändern. Ich bin aber grundsätzlich für jede neue Idee offen.

Irgendwelche letzten Worte?

Bitte gehen Sie nicht weiter. Bei POLITISCH KORREKT gibt es nämlich etwas zu sehen.

Gruß

Dietmar

Link: www.politischkorrekt.info

pi-news.net

Freitag, Februar 29th, 2008

PI-Gründer Stefan Herre behandelt zusammen mit seinem Team und Gastautoren ein heikles Thema bei Politically Incorrect: Die Islamisierung Europas. Im Interview stand er Rede und Antwort.

 

 Hallo Stefan, welche Ziele verfolgt pi-news.net?

Welche Ziele PI verfolgt ist für jeden Besucher transparent und aus den Leitlinien deutlich ersichtlich. Die europäische Medienlandschaft ist in den letzten Jahren immer homogener geworden. Es gibt DIE Mainstream-Meinung, die von der Mehrheit vertreten und als allgemeingültige Wahrheit verkauft und verbreitet wird. Darunter auch gezielte Meinungsbildung in eine gewisse Richtung. PI versucht dieses Bild zu differenzieren, indem eben auch andere Stimmen zu Wort kommen, die in den etablierten Medien meist kein Gehör finden. Dazu das Engagement für die USA und Israel, beides Staaten, die in den deutschsprachigen Medien immer wieder schlecht wegkommen und die mit gewissen Ressentiments behaftet sind. Antiamerikanismus und Antizionismus sind bei unseren (meist linken) Gegnern oft gekoppelt, wobei Antizionismus in den meisten Fällen eine moderne Form des Antisemitismus darstellt, den wir ablehnen. Wir sehen die Grund- und Menschenrechte in Europa gefährdet, vor allem auch durch die zunehmende Islamisierung. Darum ist es uns wichtig, vor diesen Gefahren zu warnen und sie aufzuhalten. In diesem Kampf für unsere eigenen Freiheiten, die wir über Jahrhunderte erst errungen haben, brauchen wir die USA als zuverlässige Partner.

Was entgegnet ihr jenen, die euch Hetze vorwerfen?

Das Problem bei denjenigen, die uns Hetze vorwerfen, ist, dass es meistens nicht wirklich um Inhalte geht, sondern dass man – ohne auf die Inhalte unserer Beiträge einzugehen – versucht, uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu diffamieren. Es ist erschreckend, wie sehr die Kritik an den offensichtlichen Missständen und Menschenrechtsverletzungen im Islam, die uns täglich offen zugänglich von überall auf der Welt erreichen, kategorisch abgelehnt und in eine extreme Ecke gestellt wird. Der Einsatz für die Menschenrechte gilt dann auf einmal als "rechtsradikal" und "faschistisch", wie die Anti-Deutschen und die Antifa uns gerne bezeichnen. Zur Antifa passt das Zitat des 1978 verstorbenen italienischen Schriftstellers Iganzio Silone: "Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus."

Wie entwickeln sich die Besucherzahlen und wie ist der allgemeine Tenor eurer Leser?

Gemessen an den stetig steigenden Besucherzahlen und den immer neuen Besucherrekorden, die wir auf PI gerade in letzter Zeit wieder verbuchen konnten, scheint PI eine Erfolgsgeschichte zu sein. Immer mehr Leser werden auf die einseitige Berichterstattung in den Mainstream-Medien aufmerksam. Immer offensichtlicher wird für viele, dass wir es mit einer echten Bedrohungssituation zu tun haben. Es geht uns ja nicht darum, den Leuten Angst zu machen, sondern vielmehr darum, sie aufzurütteln und auf die Menschenrechtsverletzungen, die allzu oft schöngeredet werden, aufmerksam zu machen.

"Pro-amerikanisch und pro-israelisch" ist eines eurer Mottos. Warum nicht z.B. "pro-europäisch", "pro-deutsch" oder einfach "für Neutralität"?

Ist Pro-Deutsch eine Fangfrage? Würde Pro-Deutsch doch allzu wunderbar zu den deutschen Pro-Parteien passen, deren Nähe man uns gern vorwerfen möchte. Es geht uns auf diesem Blog jedoch nicht um so oder anders gearteten Nationalismus, sondern um die Menschen in Europa, in Israel, in den USA, die wir durch die zunehmende Islamisierung gefährdet sehen. Dass wir uns Pro-Amerikanisch und Pro-Israelisch positionieren, passt natürlich genau jenen nicht, die uns gern in eine extrem rechte Ecke stellen würden. Denn seit wann sind Rechtsradikale Amerikafans und judenfreundlich? Da würde unseren Gegnern ein Pro-Europa oder Pro-Deutschland viel besser ins Konzept passen. Dass unsere Leitlinien so sind, wie sie sind, ist jedoch eine bewusste inhaltliche und keine kosmetische Entscheidung.

Wie siehst du persönlich Europas Zukunft?

Wir beschwören nicht den Untergang Europas herauf. Im Gegenteil: Wir wünschen uns, dass sich die Menschen der Gefahren bewusst werden. Dass sie sich auf ihre eigene Identität und ihre eigenen Werte rückbesinnen, bevor sie Werte annehmen, deren Auswirkungen sie nicht kennen. Ein Europäer, der sich beispielsweise selbst als kirchenfern versteht und sich nicht mit dem Thema Islam beschäftigt, kennt die Unterschiede zwischen Islam und Christentum gar nicht so genau und glaubt in wohlmeinender Toleranz, eine Religion sei so gut oder so schlecht wie eine andere. Er begrüßt dadurch unhinterfragt die Islamisierung. Viele dieser Menschen erschrecken jedoch, wenn sie feststellen, welche Menschenrechtsverletzungen im Namen des Koran begangen werden, die trotz allen intensiven Bemühungen einfach nicht schöngeredet werden können.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Um ehrlich zu sein fehlt mir inzwischen leider die Zeit, regelmäßig andere Blogs zu lesen. Aber wenn, dann sind meine Favoriten fact-fiction.net, gegenstimme.net, acht-der-schwerter.freehostia.com, duesseldorf-blog.de und einige andere mehr.

Was können wir in Zukunft von dir und eurem Blog erwarten?

Dasselbe wie bisher auch: Unverfälschte Nachrichten, die versuchen, auf Missstände aufmerksam zu machen – und das trotz dem mit zunehmendem Erfolg immer bissiger werdendem Gegenwind.

Irgendwelche letzten Worte?

Die letzten Worte sind, dass unsere letzten Worte noch lange nicht gesprochen sind!

Link: www.pi-news.net

 

Blogger-for-freedom.org

Samstag, Februar 23rd, 2008

Viele mutige Blogger sitzen weltweit in Gefängnissen, weil sie es gewagt haben, unbequeme Wahrheiten zu schreiben oder Texte, die dem jeweiligen Staatsregime nicht genehm waren. Simon von Blogger-for-freedom.org möchte auf diese Schicksale aufmerksam machen.

 Simon, das Bloggersdorf begrüßt dich. Einige Worte zu Blogger-for-freedom.org?

Blogger for Freedom ist ein Blogprojekt, mit dem wir versuchen, Menschenrechts-Aktionen von und für Blogger zu unterstützen. Geboren wurde das ganze aus der „Free Burma!“ Aktion, aber wir versuchen, alle Bereiche der Blogosphäre in den Augen zu behalten.  Freiheit ist nunmal international, deshalb gibt’s Blogger for Freedom nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch.

 Möchtest du uns einige besonders brisante Fälle nennen?

Ein immer noch aktueller Fall ist der des Ägypters Kareem Amer, dessen erstes „Verurteilungs-Jubiläum“ im Februar war. Über ihn konnten wir viel schreiben, da gibt es eine große Unterstützergemeinde um ihn, die einiges organisiert. Aber er ist bei weitem nicht der einzige – unsere Liste inhaftierter Blogger enthält dutzende aktuelle und frühere Fälle.

 Was kann jeder Einzelne tun, um Bloggern in Not zu helfen?

Im Grunde bei den Aktionen mitmachen, über die wir bei Blogger for Freedom berichten. Es ist vor allem wichtig, dass die Leute nicht im Gefängnis vergessen werden – starke Berichterstattung und wache Augen helfen immer. Gerade bei länger Inhaftierten kann man auch Geld spenden, zum Beispiel für Kareem. Im Grunde ist es das Beste, unseren Feed zu abonnieren, damit man immer auf dem Laufenden bleibt – manchmal gibt es ja auch positive Nachrichten, über die man sich dann freuen kann!

Wann hast du mit deiner Arbeit begonnen und warum?

Wir (dass heißt, Nimue und ich) wurden, wie gesagt, von der „Free Burma!“ Aktion inspiriert. Das hat gezeigt, dass die Blogosphäre einiges kann! Den Fall Kareem Amer kannte ich bereits vorher und vor allem die tollen Aktionen seiner Unterstützer – die sind da schon ein Vorbild für mich. 

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Persönlich lese ich eine ganze Menge Blogs – der Feedreader zeigt etwas mehr als 80 an – aber für Blogger for Freedom sind natürlich vor allem thematisch ähnliche Blogs wichtig. Zum Beispiel Global Voices Advocacy oder das Committee to Protect Bloggers, aber auch Mideast Youth ist eine tolle Seite, die ich nur empfehlen kann! 

Betreibst du noch andere Blogs?

Yep, mein eigenes Blog simoncolumbus.de hatte vor einigen Wochen „seinen“ ersten Geburtstag. Das ist halt für den „persönlichen Kram“ da – allerdings momentan nicht so gut gepflegt.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Von Blogger for Freedom könnt ihr natürlich weiterhin aktuelle Berichterstattungen über alle Menschenrechts- und Freiheitskampagnen der Blogosphäre erwarten. Von mir persönlich gibt es in absehbarer Zeit das Waldorfblog-Projekt namenstaenzer.de (Link folgt) – vielleicht auch einmal hier im Interview.

Irgendwelche letzten Worte?

Eigentlich sollte ich hier jetzt ein tolles Zitat anbringen – aber ich möchte dann doch den Raum nutzen, um noch einmal für Blogger for Freedom zu werben: Im Grunde ist das nämlich ein Community-Blogprojekt. Sollte sich also jemand zur Mitarbeit berufen fühlen, freue ich mich immer über eine Mail!

Vielen Dank für die interessante Aktion.

Link: www.blogger-for-freedom.org

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