Archive for the ‘Politik’ Category

pi-news.net

Freitag, Februar 29th, 2008

PI-Gründer Stefan Herre behandelt zusammen mit seinem Team und Gastautoren ein heikles Thema bei Politically Incorrect: Die Islamisierung Europas. Im Interview stand er Rede und Antwort.

 

 Hallo Stefan, welche Ziele verfolgt pi-news.net?

Welche Ziele PI verfolgt ist für jeden Besucher transparent und aus den Leitlinien deutlich ersichtlich. Die europäische Medienlandschaft ist in den letzten Jahren immer homogener geworden. Es gibt DIE Mainstream-Meinung, die von der Mehrheit vertreten und als allgemeingültige Wahrheit verkauft und verbreitet wird. Darunter auch gezielte Meinungsbildung in eine gewisse Richtung. PI versucht dieses Bild zu differenzieren, indem eben auch andere Stimmen zu Wort kommen, die in den etablierten Medien meist kein Gehör finden. Dazu das Engagement für die USA und Israel, beides Staaten, die in den deutschsprachigen Medien immer wieder schlecht wegkommen und die mit gewissen Ressentiments behaftet sind. Antiamerikanismus und Antizionismus sind bei unseren (meist linken) Gegnern oft gekoppelt, wobei Antizionismus in den meisten Fällen eine moderne Form des Antisemitismus darstellt, den wir ablehnen. Wir sehen die Grund- und Menschenrechte in Europa gefährdet, vor allem auch durch die zunehmende Islamisierung. Darum ist es uns wichtig, vor diesen Gefahren zu warnen und sie aufzuhalten. In diesem Kampf für unsere eigenen Freiheiten, die wir über Jahrhunderte erst errungen haben, brauchen wir die USA als zuverlässige Partner.

Was entgegnet ihr jenen, die euch Hetze vorwerfen?

Das Problem bei denjenigen, die uns Hetze vorwerfen, ist, dass es meistens nicht wirklich um Inhalte geht, sondern dass man – ohne auf die Inhalte unserer Beiträge einzugehen – versucht, uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu diffamieren. Es ist erschreckend, wie sehr die Kritik an den offensichtlichen Missständen und Menschenrechtsverletzungen im Islam, die uns täglich offen zugänglich von überall auf der Welt erreichen, kategorisch abgelehnt und in eine extreme Ecke gestellt wird. Der Einsatz für die Menschenrechte gilt dann auf einmal als "rechtsradikal" und "faschistisch", wie die Anti-Deutschen und die Antifa uns gerne bezeichnen. Zur Antifa passt das Zitat des 1978 verstorbenen italienischen Schriftstellers Iganzio Silone: "Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus."

Wie entwickeln sich die Besucherzahlen und wie ist der allgemeine Tenor eurer Leser?

Gemessen an den stetig steigenden Besucherzahlen und den immer neuen Besucherrekorden, die wir auf PI gerade in letzter Zeit wieder verbuchen konnten, scheint PI eine Erfolgsgeschichte zu sein. Immer mehr Leser werden auf die einseitige Berichterstattung in den Mainstream-Medien aufmerksam. Immer offensichtlicher wird für viele, dass wir es mit einer echten Bedrohungssituation zu tun haben. Es geht uns ja nicht darum, den Leuten Angst zu machen, sondern vielmehr darum, sie aufzurütteln und auf die Menschenrechtsverletzungen, die allzu oft schöngeredet werden, aufmerksam zu machen.

"Pro-amerikanisch und pro-israelisch" ist eines eurer Mottos. Warum nicht z.B. "pro-europäisch", "pro-deutsch" oder einfach "für Neutralität"?

Ist Pro-Deutsch eine Fangfrage? Würde Pro-Deutsch doch allzu wunderbar zu den deutschen Pro-Parteien passen, deren Nähe man uns gern vorwerfen möchte. Es geht uns auf diesem Blog jedoch nicht um so oder anders gearteten Nationalismus, sondern um die Menschen in Europa, in Israel, in den USA, die wir durch die zunehmende Islamisierung gefährdet sehen. Dass wir uns Pro-Amerikanisch und Pro-Israelisch positionieren, passt natürlich genau jenen nicht, die uns gern in eine extrem rechte Ecke stellen würden. Denn seit wann sind Rechtsradikale Amerikafans und judenfreundlich? Da würde unseren Gegnern ein Pro-Europa oder Pro-Deutschland viel besser ins Konzept passen. Dass unsere Leitlinien so sind, wie sie sind, ist jedoch eine bewusste inhaltliche und keine kosmetische Entscheidung.

Wie siehst du persönlich Europas Zukunft?

Wir beschwören nicht den Untergang Europas herauf. Im Gegenteil: Wir wünschen uns, dass sich die Menschen der Gefahren bewusst werden. Dass sie sich auf ihre eigene Identität und ihre eigenen Werte rückbesinnen, bevor sie Werte annehmen, deren Auswirkungen sie nicht kennen. Ein Europäer, der sich beispielsweise selbst als kirchenfern versteht und sich nicht mit dem Thema Islam beschäftigt, kennt die Unterschiede zwischen Islam und Christentum gar nicht so genau und glaubt in wohlmeinender Toleranz, eine Religion sei so gut oder so schlecht wie eine andere. Er begrüßt dadurch unhinterfragt die Islamisierung. Viele dieser Menschen erschrecken jedoch, wenn sie feststellen, welche Menschenrechtsverletzungen im Namen des Koran begangen werden, die trotz allen intensiven Bemühungen einfach nicht schöngeredet werden können.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Um ehrlich zu sein fehlt mir inzwischen leider die Zeit, regelmäßig andere Blogs zu lesen. Aber wenn, dann sind meine Favoriten fact-fiction.net, gegenstimme.net, acht-der-schwerter.freehostia.com, duesseldorf-blog.de und einige andere mehr.

Was können wir in Zukunft von dir und eurem Blog erwarten?

Dasselbe wie bisher auch: Unverfälschte Nachrichten, die versuchen, auf Missstände aufmerksam zu machen – und das trotz dem mit zunehmendem Erfolg immer bissiger werdendem Gegenwind.

Irgendwelche letzten Worte?

Die letzten Worte sind, dass unsere letzten Worte noch lange nicht gesprochen sind!

Link: www.pi-news.net

 

Blogger-for-freedom.org

Samstag, Februar 23rd, 2008

Viele mutige Blogger sitzen weltweit in Gefängnissen, weil sie es gewagt haben, unbequeme Wahrheiten zu schreiben oder Texte, die dem jeweiligen Staatsregime nicht genehm waren. Simon von Blogger-for-freedom.org möchte auf diese Schicksale aufmerksam machen.

 Simon, das Bloggersdorf begrüßt dich. Einige Worte zu Blogger-for-freedom.org?

Blogger for Freedom ist ein Blogprojekt, mit dem wir versuchen, Menschenrechts-Aktionen von und für Blogger zu unterstützen. Geboren wurde das ganze aus der „Free Burma!“ Aktion, aber wir versuchen, alle Bereiche der Blogosphäre in den Augen zu behalten.  Freiheit ist nunmal international, deshalb gibt’s Blogger for Freedom nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch.

 Möchtest du uns einige besonders brisante Fälle nennen?

Ein immer noch aktueller Fall ist der des Ägypters Kareem Amer, dessen erstes „Verurteilungs-Jubiläum“ im Februar war. Über ihn konnten wir viel schreiben, da gibt es eine große Unterstützergemeinde um ihn, die einiges organisiert. Aber er ist bei weitem nicht der einzige – unsere Liste inhaftierter Blogger enthält dutzende aktuelle und frühere Fälle.

 Was kann jeder Einzelne tun, um Bloggern in Not zu helfen?

Im Grunde bei den Aktionen mitmachen, über die wir bei Blogger for Freedom berichten. Es ist vor allem wichtig, dass die Leute nicht im Gefängnis vergessen werden – starke Berichterstattung und wache Augen helfen immer. Gerade bei länger Inhaftierten kann man auch Geld spenden, zum Beispiel für Kareem. Im Grunde ist es das Beste, unseren Feed zu abonnieren, damit man immer auf dem Laufenden bleibt – manchmal gibt es ja auch positive Nachrichten, über die man sich dann freuen kann!

Wann hast du mit deiner Arbeit begonnen und warum?

Wir (dass heißt, Nimue und ich) wurden, wie gesagt, von der „Free Burma!“ Aktion inspiriert. Das hat gezeigt, dass die Blogosphäre einiges kann! Den Fall Kareem Amer kannte ich bereits vorher und vor allem die tollen Aktionen seiner Unterstützer – die sind da schon ein Vorbild für mich. 

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Persönlich lese ich eine ganze Menge Blogs – der Feedreader zeigt etwas mehr als 80 an – aber für Blogger for Freedom sind natürlich vor allem thematisch ähnliche Blogs wichtig. Zum Beispiel Global Voices Advocacy oder das Committee to Protect Bloggers, aber auch Mideast Youth ist eine tolle Seite, die ich nur empfehlen kann! 

Betreibst du noch andere Blogs?

Yep, mein eigenes Blog simoncolumbus.de hatte vor einigen Wochen „seinen“ ersten Geburtstag. Das ist halt für den „persönlichen Kram“ da – allerdings momentan nicht so gut gepflegt.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Von Blogger for Freedom könnt ihr natürlich weiterhin aktuelle Berichterstattungen über alle Menschenrechts- und Freiheitskampagnen der Blogosphäre erwarten. Von mir persönlich gibt es in absehbarer Zeit das Waldorfblog-Projekt namenstaenzer.de (Link folgt) – vielleicht auch einmal hier im Interview.

Irgendwelche letzten Worte?

Eigentlich sollte ich hier jetzt ein tolles Zitat anbringen – aber ich möchte dann doch den Raum nutzen, um noch einmal für Blogger for Freedom zu werben: Im Grunde ist das nämlich ein Community-Blogprojekt. Sollte sich also jemand zur Mitarbeit berufen fühlen, freue ich mich immer über eine Mail!

Vielen Dank für die interessante Aktion.

Link: www.blogger-for-freedom.org

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