Archive for the ‘Private Blogs’ Category

ben-waltermann.de

Mittwoch, März 18th, 2009

Hallo Jan und herzlich willkommen zurück im Bloggersdorf. Bei Dir ist unsere erste „Standard-Frage“ besonders interessant: Wie geht es Euch und wie haben sich Blog und Ben seit dem letzten Interview entwickelt?
Beide Seiten haben sich positiv entwickelt. Wobei ich sagen muss, dass sich Ben besser als der Blog entwickelt hat. Das liegt daran, dass ich beruflich in letzter Zeit ziemlich eingespannt bin. Wenn dann endlich wieder Wochenende ist genieße ich die Zeit die ich mit Ben verbringen kann.

Sind Eure Leser eher Freunde und Verwandte oder habt ihr mittlerweile auch „Fremde“ für den Blog begeistern können?
Hmm… Das ist eine wirklich gute Frage. Man kann ja nun so gut wie alles Auswerten und Analysieren. Ich tue keines von beidem. Ich denke aber, dass sowohl Freunde und Bekannte wie aber auch Fremde mal in meinem Blog lesen.

Du gibst sehr viele private Informationen Eurer Familie preis. Hast Du keine Angst, dass Dein Sohn Dir irgendwann übel nimmt, dass seine Kindheit von der ganzen Welt verfolgt werden kann?
Dazu habe ich mir in der letzten Zeit öfters Gedanken gemacht. Jetzt führt wohl doch kein Weg mehr zurück, da bei der größten Suchmaschine ja alles für die Ewigkeit gespeichert wird. Wenn ich mir andere Baby-Blogs ansehe bin ich öfters geschockt, dass die Blogger bei den ganzen Bildern kein Wasserzeichen verwenden. Ich finde, dass das bei so einem Thema unbedingt von Nöten ist.

In Zeiten von Blogs, Foren und Suchmaschinen dient das Internet als Ratgeber und Austauschplattform für jedermann. Was sind die Vorteile dieses Mediums bei der Kindererziehung?
Ich für meinen Teil würde was das Thema Erziehung angeht niemals nach Rat und Hilfe im Internet suchen. Vielmehr würde ich im Internet nach Ärzten suchen die sich in meiner Umgebung befinden oder Freizeitaktivitäten die angeboten werden. So bin ich z.B. auch zum Babyschwimmen gekommen.

Die öffentliche Diskussion bezüglich des Verlusts von Zwischenmenschlichkeit durch digitale Medien ist immer häufiger aktuell. Ab wann sollten Kinder Deiner Meinung nach an den Umgang mit dem Computer herangeführt werden?
In einigen Kindergärten werden die kleinen schon an dieses Medium herangeführt. Ich halte es ziemlich wichtig früh damit zu beginnen. Es sollte aber alles in einem vertretbaren Rahmen liegen. Ich hatte meinen ersten PC (286 DX 2-66) mit Elf Jahren. Das war im Jahre 1991.

Playmobil oder Lego?
Playmobil, weil Ben für Lego noch zu klein ist.
Deine letzten Worte an alle werdenden Väter im Web?
Genießt eure Zeit als Familie und besucht doch mal wieder unseren Blog.

Jan, ich danke Dir herzlich für das Interview und wünsche Euch weiterhin alles erdenklich Gute.

Link:  ben-waltermann.de

kopfschuettel.de

Montag, Februar 16th, 2009

Hallo Bernd, willkommen zu zurück im Bloggersdorf. Unser letztes Interview liegt nun fast ein Jahr zurück. Was hat sich auf kopfschuettel.de seit dem getan?

Moin. Tja, was hat sich getan… Wir sind alle ein Jahr älter geworden, was? ;-)
Das Kopfschüttel-Blog auch – älter, aber auch erwachsener. Die auffälligste Veränderung ist wohl die heutige Gestaltung des Blogs. Ich hatte 2006 mit einem Standard-Layout von WordPress angefangen, mittlerweile habe ich ein eigenes Design. Für viele Stammgäste war es eine Umstellung, aber ich denke, dass die Ergonomie und der Wiedererkennungswert deutlich gestiegen sind.
Dann gibt es einige neue Gimmicks, beispielsweise das Kopfschüttel-Kreuzworträtsel oder den Kopfschüttel-Chat. Insbesondere den Chat halte ich für eine echte Innovation und es wundert mich auch ein bisschen, dass sich das Chatten nicht auch schon auf anderen Blogs durchgesetzt hat. Es zeigt sich, dass ein Chatraum eine gute Ergänzung ist, zumindest für das Kopfschüttel-Blog.
Ach ja: Neue Geschichten von meiner Liebsten und mir gibt es natürlich auch jede Menge.

Als ich auf Deiner Seite gestöbert habe, sind mir die Massen an Kommentaren aufgefallen, was ich zuvor noch bei keinem Blog gesehen habe. Wie viele Leser hast Du denn mittlerweile durchschnittlich?

Zahlen sind immer Schall und Rauch, denke ich. Aber es stimmt, die Kommentare nehmen einen großen (und auch entscheidenden) Teil des Kopfschüttel-Blogs ein. Durchschnittlich ca. 3.600 Besucher verirrten sich im Januar 2009 jeden Tag zu uns, in der Woche etwas mehr, am Wochenende etwas weniger.

Du hast eine hohe Besucherzahl erreicht und inzwischen sogar ein Buch veröffentlicht. Hättest Du Dir zu Beginn jemals ausmalen können, wie Berichte aus Eurem Alltag selbigen verändern könnten?

Nein. Das Blog hat meines – und auch das Leben der Liebsten – nachhaltig verändert, und insgesamt auch sehr positiv. Die Kommunikation mit den Lesern macht uns den meisten Spaß. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: erreicht ein Blog Popularität, steigt auch der administrative Aufwand immens. Neben den technischen Dingen, der SPAM-Vermeidung oder der Serversicherheit kommen auch viele andere Aufwände dazu, beispielsweise Interviews, SEO-Anfragen, Beschwerden, Urheberrechtsverletzungen, etc. Ich muss aufpassen, dass mir das Blog nicht meine gesamte Freizeit raubt. Schließlich habe ich ja auch noch einen Beruf und die Liebste darf natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Ich finde es erstaunlich, dass das Thema der Kommunikation zwischen Frau und Mann irgendwie nie „abgeschlossen“ ist. Jeder weiß, dass da irgendetwas nicht funktioniert und trotzdem findet man die Thematik in Filmen, Printmedien oder eben Blogs. Wie erklärst Du Dir dieses Phänomen?

Also für wissenschaftliche Erklärungen bin ich nicht der Richtige, aber ich sage es mal so: die Beziehung zwischen Frau und Mann, Dinge wie Attraktivität, Liebe, Verständnis, Kompromissfähigkeit, Meistern des Alltags… Das sind alles Sachen, die das Leben jedes Menschen begleiten und die im Grunde zu seinen wichtigsten Interessen gehören; und wo trotzdem jeder Mensch unsicher ist. Dieses Spannungsverhältnis mag ein Grund für die Attraktivität des Themas sein. Beispiel: Du hast zwar schon einmal eine hübsche Frau gesehen,dennoch kannst du jeden Tag eine noch hübschere Frau entdecken, obwohl du ja eigentlich zuvor schon Hunderte gesehen hast. Trotzdem wird es nie langweilig und bleibt immer reizvoll, einer schönen Frau hinterher zu schauen. Warum ist das so? Egal – aber es ist gut, dass es so ist.  Naja. Wie gesagt, Fromm oder Freud hätten es besser formuliert, aber du weißt schon, was ich meine. ;-)

Magst du Mario Barth?

Ja.

„Promi-Beziehungen“ zerfallen regelmäßig durch den Einfluss medialer Berichterstattung auf das Privatleben. Hast Du keine Angst, dass es problematisch werden könnte, wenn so viele Menschen an Eurem Beziehungsleben teilnehmen und dieses kommentieren können?

Die Liebste und ich achten sehr streng darauf, dass das Blog nur einen winzig kleinen Teil unseres Lebens zeigt, aber eben einen doch recht humorvollen, wie ich meine. Darüber hinaus wollen wir die beiden „Figuren“ Liebste und Kopfschüttler weiterhin universal halten, denn jeder Leser macht sich sein eigenes Bild von uns und diese wundervolle Phantasie und Gedankenwelt wollen wir niemandem nehmen. Das fällt insbesondere auf, wenn man sich als Leser die Hörspiele des Kopfschüttel-Blogs anhört. Man wird feststellen, dass man sich die Stimmen und das Verhalten ganz anders vorgestellt hatte. Dabei sind die Hörspiele ja auch nur Interpretationen von anderen.
Und dann muss man die Kirche auch im Dorf lassen: innerhalb von 2,5 Jahren habe ich 270 Geschichten veröffentlicht. Die Geschichten beschreiben vielleicht 2.700 Minuten unseres Lebens; das sind gerade einmal 0,2 Prozent. Natürlich merkt man das beim Lesen nicht und das ist auch nicht beabsichtigt. Aber wenn man genauer hinschaut, merkt man, dass hier kein „wahres“ Leben preisgegeben wird.

Ein Schlagwortspiel: Was fällt Dir zu den einzelnen Wörtern bezüglich des Zusammenlebens von Männlein und Weiblein ein?
Badezimmer

Warum haben Frauen 5 Haarschampoos?

Eifersucht

Setzt Begehren voraus

Fernsehprogramm

Einbahnstraße

Gibt es Blogs, die Du unseren Nutzern außer Deinem eigenen empfehlen möchtest?

Den Ecki muss man kennen (www.derecki.de), Lachen kann man auch bei www.radiopannen.de und www.her-life.com ist einfach schön.

Abschließend deine Chance für große Weisheiten, Aufrufe zur Geschlechterverständigung, Restaurantempfehlungen oder was auch immer Du los werden willst:

Au ja, mal was Politisches: Ich hätte ja eigentlich gar nichts gegen die Vorratsdatenspeicherung; wenn ich nicht aus 25 Jahren EDV-Erfahrung wüsste, dass immer schief geht, was schief gehen kann. Und wenn es doch einmal gut geht, dann nur solange, bis es schief geht.
Oder warum muss ich laut TMG ein riesen Impressum und eine Datenschutzerklärung veröffentlichen, wenn beispielsweise nicht einmal das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie dies tut? (www.energie-verstehen.de). Und bei denen läuft auch noch Google Analytics, natürlich liest man davon nur im Quelltext.
Vielleicht sollte ich eine Partei gründen. Den Namen kannst Du Dir ja sicher schon denken… ;-)

Bernd, ich danke Dir für das Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim Kopfschütteln.

Link: kopfschuettel.de

csb.hellhost.de

Sonntag, März 9th, 2008

Nadine und Sascha vom offiziell bösartigen Weblog vermitteln uns eine Ahnung vom Bösen und Einblick in verschiedenste Bereiche des gemeinen Lebens.

Nadine und Sascha, seid gegrüßt. Ihr betreibt das Blog zu zweit?

Sascha: Ja, das Blog war ein Geburtstagsgeschenk für Nadine.

Nadine, auf welchen Schwerpunkten liegen die Themen bei csb und warum?

Die Schwerpunkte liegen bei Themen, die Sascha und mich primär interessieren: also Musik, Filme. Aber zu finden sind auch Stories aus dem Alltag, den wir beide ja durch unterschiedliche Berufe und Umgebungen anders erleben.

Frage an Sascha: Warum sollte man unbedingt Stammleser bei csb werden?

Ich denke der CSB ist sehr vielseitig. Einerseits kann man viele Einblicke in das Leben zweier Horrorfilmfans bekommen, andererseits läuft das Blog in Koexistenz mit dem DefCon-1 Software Projekt, und somit findet man viele Dinge, die sich rund um PC und Sicherheit desselben drehen.

3 Dinge die ihr liebt / 3 Dinge die ihr hasst?

Sascha liebt: Horrorfilme, Freizeit, Kaffee
Sascha hasst: Choleriker, Schichtarbeit, Bollywoodfilme
Nadine liebt: Musik, Filme, Kaffee
Nadine hasst: Intoleranz, Schubladendenken, Lügen

Seid wann bloggt ihr?

Nadine: Öhm – die Frage musst du Sascha stellen. Ich vergesse das immer ;)
Sascha: Seit dem 17.09.2006

Welche Blogs lest ihr regelmäßig?

Sascha: Bestatterweblog, wachert.com
Nadine: Bestatterweblog

Betreibt ihr noch andere Blogs?

Sascha: Das eine lastet mich derzeit aus, aber habe einen Filmblog in Planung :)
Nadine: nein

Nadine, verrate uns doch mal, was wir in Zukunft von csb erwarten dürfen?

Hoffentlich endlich mal mehr Blogeinträge von mir…

Das Schlusswort geht an Sascha: Irgendwelche letzten Worte?

Danke an Bloggersdorf für dieses Interview. Besucht nun alle fleißig unseren Blog :)

 

Link: csb.hellhost.de

blog.ephilias.de

Freitag, Februar 29th, 2008

René gehört quasi zu den Urzeit-Bloggern und begann bereits 1996 mit einem Online-Tagebuch. Im Jahre 2008 bloggt er immer noch.

Hallo René, welche Themen definierst du in deinem Blog als Schwerpunkte?

Ursprünglich gab es überhaupt keine Schwerprunkte, aber schon durch meine Interessen haben sich politische Themen und Russland sehr in den Vordergrund geschoben. Politik, weil ich als Jugendlicher in der Wendezeit 1989 vom Aufbruchsgeist angesteckt wurde und dieses Interesse seither geblieben ist; Russland weil es ein faszinierendes Land voller Widersprüche ist und ausserdem meine Frau von dort stammt. Daneben blogge ich aber auch über Bücher und Alltagsbeobachtungen.

Mit welchem Blogger würdest du gerne mal für 1 Woche tauschen?

Mit Stefan Niggemeier, weil Charlotte Roche seine Texte liest.

Was fällt dir zum Thema Usenet ein?

Trolle, Flames und Netcops. Ernsthaft: Das Usenet entdeckte ich 1995 für mich und ich habe dort viele interessante Diskussionen geführt oder gelesen und auch einige nette Menschen kennengelernt. Wenn man nicht zu empfindlich ist und den teilweise rauhen Ton verträgt, findet man viele kompetente Leute dort. Allerdings auch einige recht unangenehme, so dass man ohne Filter schwer entspannt lesen kann. Negativ ist ein latenter Hang zum Konservativen: Neue Gruppe sind schwer durchzusetzen und bestehende ebenso schwierig wieder zu löschen. Und das Web ist böse.

Wann wurdest du vom Blogfieber erfasst und wie ist das passiert?

Nicht leicht zu beantworten. Ich habe schon 1996 mit einem Onlinetagebuch experimentiert und mich schon lange mehr oder weniger passiv in der Blogosphäre herumgetrieben, bevor ich selbst damit begonnen habe. Wie es im Leben so ist: Man könnte ja mal damit anfangen, bei Gelegenheit, vielleicht am Wochenende… Im letzten Sommer habe ich es dann endlich getan und es ist schnell zu einer Gewohnheit geworden, das Blog nicht nur für die Öffentlichkeit sondern auch als persönlichen Gedankenspeicher zu nutzen.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Ich habe grad in den Feedreader geschaut und der meinte, es sind 153 Stück. Aber viele überfliege ich natürlich nur und es sind auch einige Newsfeeds dabei. Stellvertretend mal drei Blogs: www.station57.net, weil Jenny den Alltag so schön pointiert beschreiben kann; www.patje.de, weil Patrick sich immer wieder ganze Nächte um die Ohren schlägt, um live über das Duell Clinton/Obama zu bloggen und www.basicthinking.de/blog, damit Robert auch mal einen Link bekommt.

Betreibst du noch andere Blogs?

Ja, das Lindenstrassenblog. Ich bin bekennender Lindenstraßenzuschauer seit der ersten Folge und habe vor einigen Jahren begonnen, zu den Folgen kurze Kritiken zu schreiben. Diese habe ich dann auch in mein Blog übernommen, aber schnell gemerkt, dass sie den Rest zu sehr dominieren und auch nicht so richtg passen. Deshalb habe ich kurzerhand das zweite Blog gestartet und schreibe dort jeden Sonntag meine Anmerkungen zur aktuellen Folge.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Ich denke, dass thematisch keine grossen Veränderungen zu erwarten sind. Aber genau vorhersagen kann ich nur, dass mir der Stoff nicht ausgehen wird und ich hoffentlich auch niemanden langweile. Und wünschen tue ich mir weitere interessante Diskussionen in den Kommentaren, denn die machen das Ganze ja erst lebendig.

Irgendwelche letzten Worte?

Rosebud.

Link: blog.ephilias.de

just4ikarus.wordpress.com

Donnerstag, Februar 28th, 2008

Mit Dominik ist eine fleissig bloggende Arbeitsbiene zu Gast. Er unterhält mehrere Blogs und versteht es nebenbei auch noch, schlummernde Emotionen seiner Leser(innen) gekonnt zu wecken.

Ich grüsse dich Dominik. Wer ist Ikarus?

Die Geschichte, wie ich zu diesem Nickname gekommen bin, ist mehr langweilig als interessant. Jetzt, nach mehr als fünf Jahren just4ikarus im Internet freue ich mich, mit dem Mythos Ikarus einen Menschen widerzuspiegeln, der zu hoch hinauswollte und schlussendlich doch abstürzte. Ich sehe mich da als einer, der immer mal wieder ganz oben ist und doch von Zeit zu Zeit nach unten gezogen wird. Aber gerade das sehe ich als Aufgabe. Immer mit dem Träumen von neuen Höhen.

Einige deiner Blog-Kommentare sind voll des Lobes über deinen Schreibstil und deine Fähigkeit, Gedanken auszudrücken. Was bedeutet dir das Schreiben?

Schreiben ist für mich eine "Leidenschaft", wie auch eine Stammleserin kürzlich bemerkte. Ich sehe es als wirkliche Passion von mir an, schreibe ich doch schon mehr oder weniger laienhaft, seit ich 12 oder 13 bin. In den letzten Monaten hat mir das Medium Blog dabei geholfen, Dinge zu verarbeiten und mich selbst mehr zu verstehen. Ich sehe es als kleine Selbsttherapie mit Resonanzmöglichkeit an. Und es ist für mich die einfachste Art, Gefühle zu zeigen. Schon mehrmals kam ich ganz unten an, und dachte an eine Blogpause, und doch habe ich es nie lange ausgehalten. Es ist wie eine Sucht, mit positiven Auswirkungen. Und es ist ein großartiges Kompliment für meinen Schreibstil, wenn ich mit Texten Emotionen bei meinen Lesern hervorrufe.

Welche Botschaften möchtest du den Lesern deines Blogs vermitteln?

Viele Kommentare haben mir gezeigt, dass sich die Leser in meinen Erzählungen wiederfinden. Das finde ich schön, schreibe ich doch vor allem nur Erlebnisse aus meinem Leben. Oder Gedanken über solch Grundbedürfnisse wie Liebe, Freundschaft oder das Gefühl von Familie. Ich scheine ein 08/15-Jugendlicher zu sein und zeige doch mehr oder weniger meine Einzigartigkeit, die doch in uns allen steckt. Ich möchte meine Leser dazu bewegen, einfach nur mal nachzudenken. Sich Zeit zu nehmen, und für kurze Zeit einen Bruch mit allem zu versuchen. Und dabei doch nicht aufs Leben zu vergessen.

Wie stehts eigentlich um deine Buchprojekte?

Zu "Volle Distanz. Näher zu dir." habe ich bereits eine wunderbare Grundidee und versuche nun, die richtigen ersten Worte zu finden. Sie sollen fesseln und zum weiterlesen animieren. Schon zwei, drei Mal habe ich Kapitelentwürfe verworfen, da ich selbst nicht damit zufrieden war. Aber zurzeit habe ich es mir wiedervorgenommen, noch einmal durchzustarten. Sobald die letzte Seite geschrieben wurde, werde ich es an einen Verlag ausschicken.

"Trotzdem." ist ein Buchprojekt mit meiner Psychologin. Nach dem Tod meines eineinhalbjährigen Neffen Ende Oktober 07 befand ich mich für zwei Monate und unzählige Sitzungen in Therapie. Und meine Psychologin (und ehemalige Psychologie-Lehrerin) erzählte mir von ihrer Projekt-Idee. Texte von Jugendlichen für Jugendliche, mit dem Überthema "Und trotzdem ja zum Leben sagen." Zurzeit sind nur ein oder zwei Texte eingelangt, aber ich hoffe, dass dieses Projekt bald und umfassend abgeschlossen wird.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Man kann sagen, dass ich mich zumindest einmal täglich durch die Blogs meiner Blogroll wühle. Manchmal nur durch Schnell-Zapping mit meinem Feedreader oder durch direkte Anwahl. Großartig finde ich die Blogs von André Schneider und hoch21. Die jagen mir meist jeden Morgen ein Lächeln oder Gänsehaut über den Körper. Aber eigentlich finde ich alle persönlichen Blogs unglaublich lesenswert, viel zu viel Interessantes findet man hier. Über Technik und das Leben als Student informiere ich mich übrigens bei Htwo.

Betreibst du noch andere Blogs?

Ähm, soll ich sie jetzt alle aufzählen? Um meinen Hauptblog nicht zu überfüllen, habe ich meine verschiedenen Ausgüsse in weitere Blogs aufgeteilt: hoch17, mein Gedankenblog, der Fotoblog Burning Photographs, mein Lyrikblog Tell Me A Poem und der Filmchenblog Movies Of Myself. Nebenbei kritisiere ich auch noch CDs, Bücher oder Filme auf inside in // inside out oder schreibe über politische und gesellschaftliche Themen. Für meine englischen Stammleser (jep, habe ich auch schon) gibt es übrigens auch noch einen englischsprachigen Blog namens Eternal Sunshine Of A Spotless Mind. Das EXTRAzimmer, ein Gemeinschaftsprojekt, wird gerade erst wieder neu aufgebaut. Also ja, ich betreibe noch andere Blogs.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Meine Zukunft? Ich möchte Journalist, Schriftsteller und Schauspieler werden. Mit allen Mitteln. Mal so ganz nebenbei. Mein Blog machte vor allem in den letzten zwei Monaten viele Neuerungen durch und befindet sich zurzeit auf einem neuen Höhepunkt an Ideenreichtum und Umfang. Es wird höchstwahrscheinlich noch so einiges folgen demnächst, aber es ist meist etwas sehr Spontanes. Aber ich kann zumindest versprechen, dass man so einiges von meinem Hauptblog erwarten kann.

Irgendwelche letzten Worte?

Dazu nehme ich meinen Subtitel her. Ein Zitat aus Garden State. Safe. When I’m with you, I feel so safe. Like I’m home. Ich finde es wunderschön. Genau das möchte ich sagen, bevor ich meine Augen zum letzten Mal schließe. Und für dieses Interview? Tschö. Vielen Dank. Es hat wirklich Spaß gemacht und mich mal wieder einige Zeit beschäftigt.

Das freut mich. Dann bis bald und danke auch an dich.

Link: just4ikarus.wordpress.com

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