Archive for the ‘Unterhaltung’ Category

ennomane.de – Sitzgelegenheit für Couch-Potentials

Montag, April 5th, 2010

Hallo Enno,
schön dich im Bloggersdorf begrüßen zu dürfen. Du bist nach einiger Pause vom Bloggersdorf unser erster Interviewpartner und gleichzeitig unser diesjähriges Easteregg. Nach deinem Interview wird es nun wieder regelmäßig Interviews mit Bloggern geben. Es freut uns sehr, dass wir mit dir beginnen können. Einige dürften dich schon kennen.
Bis vor kurzem warst du noch Hamburger und Störteblogger.
Du wohnst nun in Berlin, bloggst aber natürlich weiterhin. Auch bei Twitter bist du aktiv.

Einer deiner Blogs heisst die ennomane. Lass uns mit dem Interview beginnen.

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foto-session.at

Sonntag, April 26th, 2009

Hallo Franz und herzlich willkommen zu Deinem zweiten Besuch im Bloggersdorf. Erzähl mir doch zunächst einmal wie sich dein Projekt foto-session.at  seit unserem letzten Interview entwickelt hat.
Das Projekt Foto-session.at entwickelt sich kontinuierlich, das heißt es kommen immer wieder Fotoalben, meist mit einem Kurzbericht dazu. Und genau das war auch die Idee für bereits über 3 Jahren, speziell Regionale Veranstaltungen, aber auch Impressionen verschiedenster Art zum Beispiel vom letzten Spaziergang. Auch finden immer wieder Fotoalben ihren Platz, die oft Firmen- oder Vereinsintern nur interessant sind. Erweitert habe wir die Bereiche neben dem Jahresarchiv, sind auch Spezielle Fotoalben wie Feuermatrix, Modelshooting, Impressionen und ähnliches zu finden.

Wie kann ich mir den Nutzerstamm und die durchschnittlichen Besucherzahlen deines Fotoportals vorstellen? Ist das Projekt vor allem regional ausgelegt oder landesweit?
Wie schon erwähnt, dort wo ich oder einer meiner Freunde unterwegs ist, von dort kommen Fotos dazu. Hauptsächliche Regional, aber wenn ein Ausflug irgendwo nach Österreich oder wie letztlich auf die CEBIT nach Hannover führt. Wird es beinahe International. So wird es ab Sommer ein Projektalbum eines Freundes von seiner Indienreise geben.

Wie triffst Du die Bildauswahl? Wirst du z.B. bei Veranstaltungen regelmäßig angeschrieben ob du Interesse hast diese zu fotografieren oder machst Du dich „auf eigene Faust“ mit der Kamera auf die Suche?
An sich mache ich mich auf eigene Faust mit der Kamera auf. Manches mal werde ich angesprochen ob ich wie letztes Jahr wieder vorbeikomme, dann kommt es nur drauf an ob ich Zeit und Lust habe. So gibt es Events die ich aus eigenem Interesse jedes Jahr wieder besuche.

Ebenso interessant wie foto-session.at finde ich das Projekt www.feuermatrix.at . Dort habe ich auch von deiner Tätigkeit als Feuer- und Schwarzlichtkünstler erfahren. Beschreibe doch bitte die Inhalte Eures Show-Programmes.
Wie Fotografieren ist auch Jonglieren und Feuerkunst eines meiner Hobbies, und ein Projekt unseres Kulturvereins in dessen Bereich auch Foto-session.at fällt. Feuermatrix seit fast 3 Jahren als Idee für Feuerkünstlervernetzung entstanden, wuchs dann auch zu eigener Feuershowgruppe, wo wir meist 4-6 Künstler von Veranstalter gebucht werden, wie auf den Fotos auf foto-session.at zu sehen ist, ist es sehr feurig, unsere Werkzeuge bestehen aus Feueropois, Feuerstaff, Feuerschwerte, Feuerdevilsticks, Feuerdiabolos, Feuerfächer, Feuerspucken, einige Pyroeffekte und das als abewechslungsreiche Coreographie gestaltet geballt zu einer Abendshow, ebenso hatten wir heuer im Fasching auch Premiere mit Schwarzlichtshow, (wie bei der Feuershow nur UV und Lichteffekte)

Als Laie hat man z.B. bei dem Wort „Feuerspucker“ automatisch Dinge wie einen klassischen Zirkus im Kopf. Wie bist Du persönlich zu dieser Tätigkeit gekommen und wie kann man sich das Training in diesem Bereich vorstellen?
Wenn ich an meine Schulzeit denke, war wenn der Zirkus im Ort war für mich Ausnahmezustand, und immer träumte ich davon. Erst vor 5 Jahren  fing ich an im Internet nach dem ich einen Feuerspucker kennengelernt habe, zu recherchieren und begann zu experimentieren. Entdeckte dabei auch verschiedene andere Feuerkunstelemente und somit entwickelte sich mein/unser eigener kleiner Zirkus, wir trainieren wöchentlich und haben derzeit meist einmal im Monat einen Auftritt.
Besonders ehrgeizig ist meine 11 Jähriger Sohn der ebenfalls seit 2 Jahren mit Feuerpois aktiv mit dabei ist.

Ihr arbeitet ehrenamtlich im Kulturbereich. Auf einem weiteren Deiner Portale www.vorne.at wird unter anderem das Thema „Kinder und Kommunikationselektronik“ aufgegriffen. Wie stehst Du persönlich zu dem Fakt, dass klassische Bildung und Unterhaltung in der heutigen Zeit oft durch digitale Medien verdrängt wird?
www.vorne.at ist ansich der Knotenpunkt unserer Kulturprojekte, wo viele Themen entstehen können, so sind aus Themen oft schon eigene Projekte entstanden, wie Bergsteigerportal, ein Freie Musikportal, Portale für Vereine und Organisationen.
So ist Kinder und Kommunikationselektronik ein Thema das ich selbst immer wieder mit Menschen diskutieren, wo ich darauf hinweise, das man sich nicht durch die neuen Medien verdrängen lassen soll.

Wie denkst Du, kann man die Vorteile des Internets in den Bereichen Bildung und Kultur auch zukünftig sinnvoll nutzen ohne das „reale Leben“ zu vernachlässigen?
In dem man sich zwar Infos und Tips für das reale Leben suchen kann, aber nicht vom realen Leben abhalten lassen soll.
Zu sehr spielt speziell bei Jugendlichen Internet, Spiele, Handy und ähnliches schon eine so übergeordnete Rolle, so das sie sich ein leben ohne diese Dinge kaum mehr vorstellen können, und vergessen auf Natur, Lebensinn, Gemeinschaft, Freunde und Spass.

Gibt es abgesehen von Deinen eigenen Blogs andere, die Du unseren Nutzern empfehlen möchtest?
Ja, das Bloggersdorf.

Abschließende Worte Deinerseits?
Ich danke für das Interview und hoffe das eure Idee viele Menschen begeistert und lange bestand hat.

Franz, vielen Dank für diesen Interessanten Einblick Deiner Arbeit.

Link:  foto-session.at

kackblog.net

Montag, April 20th, 2009

Hallo Britt, hallo Dirk, ich freue mich, Euch ein zweites Mal im Bloggersdorf begrüßen zu dürfen. Erzählt doch mal, was hat sich seit dem letzten Interview vor einem Jahr bei Kackblog.net getan?
Britt: Hallo! Freut uns auch! Ja, lang ist´s her und wir recherchieren und schreiben (und kacken) immer noch fleißig. Ein Artikel täglich, mindestens. Locker und ohne zu feste zu drücken. Wir sind ja zu zweit und können die „Arbeit“ gut aufteilen, falls einer von uns mal keine Zeit oder Lust hat. Das kommt aber echt nur ganz selten vor.
Im letzten Jahr kam der Kackshop dazu. Wer ein thematisch passendes Shirt oder Accessoires braucht („Aus dem Arsch, aus dem Sinn“, „Abkacken und Tee trinken“ oder „Wer zu spät kackt, den bestraft das Leben“, um nur einige zu nennen), der kann da gerne mal auf Shoppingtour gehen.

Mir scheint, dass sich viele Leute für Eure Scheiße interessieren. Wie viele Leser habt Ihr denn durchschnittlich?
Britt: Ganz so viele sind es leider nicht. Mein Ziel waren mal 1000 pro Tag. Momentan sind wir erst bei der Hälfte.
Dirk: Wir sind aber trotzdem zufrieden. Unsere Leser schreiben oft sehr interessante Kommentare. Da kommen tolle Konversationen zu Stande. Aber auch offline werden wir oft von Nichtlesern gefragt, was wir denn Neues geschrieben haben und wir können da wirklich stundenlang erzählen, bei dem ganzen Scheiß, den wir inzwischen zusammengetragen haben. :-D

Wie kann Kacke die Welt aus der momentanen wirtschaftlichen Lage retten?
Britt: Interessante Frage! Klar, mit Scheiße kann man schon immer viel Geld verdienen. Ich bin ja Optimist! Aber damit General Motors oder die Hypo Real Estate retten? … Dann schon eher Schiesser. Die sollten uns mal fragen! Ich hätte da so einige Ideen :-)
Dirk: Hm, Kacke kann die Wirtschaft momentan nicht wirklich retten, aber vielleicht zum Nachdenken anregen. Immerhin produziert ein jeder von uns tagtäglich etwas Einzigartiges, das nur kurze Zeit das Licht der Welt erblickt und dann mit allerlei Wasser und Papier in der Tiefe verschwindet. Wir sollten das, was wir von uns geben, manchmal genauer betrachten, es mehr schätzen und anderen davon berichten. Kommunikation, über Dinge reden, diskutieren und gemeinsam neue Ideen entwickeln. Das könnte so einiges bewirken.

Ich finde es übrigens großartig, wie Kindern die „Kotformen“ von Tieren durch den Maulwurf beigebracht werden. Was glaubt Ihr, wer denkt sich solche Zeichentrickfilme aus?
Britt: Jemand, der mitten im Leben steht und sich traut, die Dinge beim Namen zu nennen. Wahrscheinlich kein Lehrer.
Dirk: Oftmals ist das tägliche Geschäft immer noch ein Tabuthema. Dabei lassen sich an den Fäkalien z.B. Krankheiten und eine falsche Ernährung ablesen. Es kann also auch der Gesundheit dienen, sich mit seinem Stuhlgang zu beschäftigen. Trotzdem gilt es als eklig, darüber zu reden.

Habt Ihr euch in den Texten jemals mit den Farbspektren in der Schüssel befasst? Grünkohl, Rotwein etc.
Britt: Klar! In „Klugscheißen leicht gemacht, Teil 9“  im April 2008 ging es um das Farbspektrum. Isst man viel Fleisch, Blaubeeren oder sehr viel Lakritze, färbt sich der Stuhlgang schwarz-braun. Grün-braun wird er, wenn man viel Gemüse, Salat oder Spinat isst. Rot-braun kommt von Roter Bete. Und nimmt man sehr viele Milchprodukte, Eier oder stärkehaltige Koste wie Nudeln zu sich, kommt gelb-brauner Kot raus.
Dirk: Es ist relativ einfach, die Farben der Deutschlandflagge zu kacken. Mit etwas zeitlichem Abstand zwischen den Farben.

Der Klassiker: Kot in die Tüte, dem Feind vor die Tür, anzünden und klingeln. Jemals gemacht? Wir wären auch für andere Empfehlungen offen…
Dirk: Wir haben keine Feinde. Und das mit der brennenden Tüte, die dann ausgetreten wird und so – das finden selbst wir eklig. Nein, sowas macht man nicht.

Welche Blogs sind momentan außer Eurem so frisch-dampfend, dass Ihr sie lest und hier empfehlen würdet?
Britt: Mein absoluter Favorit momentan ist “Dark roasted blend”  Hier gibts „Weird & wonderful things“. Ansonsten hab ich ganz viele Advertising und Design-Blogs abonniert, das bringt mein Beruf so mit sich, z.B. joelapompe.net oder mastercom.over-blog.com oder notcot.org
Dirk: Ich habe so viele Blogs in meinem Reader, aber meine absoluten Lieblinge sind “Ralphs nutzloses Wissen”  für Klugscheißer, “Fail Blog”  für Fremdschämer, “The Big Picture”  für Fotoliebhaber, “Caschys Blog”  für Technikinteressierte und “Als wir Olme aßen”  für durchgeknallten Fäkalhumor (leider wurde hier lange nichts mehr geschrieben).

Abschließend habt Ihr noch kurz die Möglichkeit Eure Weisheiten unzensiert preiszugeben.
Britt: Niemals lesen auf dem Klo! Das begünstigt Hämorrhoiden! Außerdem empfehle ich in der Zeit zwischen Fastnacht und Ostern eine Fastenkur zur Darmreinigung. Ist die Kacke gesund, freut sich der Mensch!
Dirk: Naja, zu lange auf dem Klo lesen ist ungesund. Ich bin selbst bekennender Klo-Leser. Durch die Haltung auf der Klobrille werden die Backen auseinander gezogen, um dem Kot die Bahn frei zu machen. Dabei wird eben auch die Rosette frei gelegt und das kann die Bildung von Hämorrhoiden begünstigen.
Regelmäßiger Stuhlgang zwischen dreimal täglich und dreimal in der Woche ist normal. Weniger ist Verstopfung und mehr ist Durchfall. In beiden Fällen unbedingt den Hausarzt aufsuchen, denn der Verdauungstrakt ist ein Indikator der Gesundheit.
Unser Kackblog-Spruch: “Ich kacke, also bin ich!”

Ich danke Euch für die Zeit und wünsche weiterhin viel Erfolg bei Eurem Geschäfts-Blog.
Link: kackblock.net

meine-url-ist-laenger-als-deine.de

Dienstag, Februar 17th, 2009

Moin Jörn, ich freue mich, Dich zu Deinem zweiten Besuch im Bloggersdorf begrüßen zu dürfen. Erzähl doch mal, was hat sich bei Deinem Blog seit dem letzten Interview vor einem Jahr getan außer, dass Deine URL immer noch länger ist als meine?

Moin. Vor einem Jahr war ich gerade dabei, mein Blog von Joomla! auf WordPress umzuziehen. Mittlerweile ist es vollbracht und ich habe den Schritt noch nicht bereut. WordPress passt zwar nicht in allen Belangen 100%ig zu dem, was ich mir darunter vorstelle, aber ich denke, dass ich einige gute Mittelwege gefunden habe.

Wie würdest  Du persönlich die Nutzer beschreiben, die Du mit m.u.i.l.a.d. erreichen möchtest?

Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Manchmal würde ich gern sagen können, dass meine Leser soundso alt, soundso groß, soundso eingestellt und soundso solvent sind. Aber eigentlich ist das nicht wichtig für mich. Mein Blog ist mein Hobby, mit dem ich einerseits ein paar Sachen und Gedanken mit der Welt teilen und andererseits ein bisschen rumbasteln kann. Wenn es Leute gibt, denen es gefällt, was ich schreibe, ist das toll. Die sind dann automatisch meine Zielgruppe. Alle anderen fallen durch’s Raster.

Für die Statistik: Wie viele Leser hast Du monatlich im Durchschnitt?

Das ist sehr unterschiedlich. Letzten Monat hatte ich rund 2000 Unique Visitors. Vor ein paar Monaten habe ich mal einen SEO-Versuch gemacht und einen völlig sinnentleerten Eintrag über den Gina-Lisa-Porno geschrieben. Da sind die Zugriffszahlen regelrecht explodiert. Normal ist ein Wert zwischen 45 und 120 unique visitors pro Tag.

Du arbeitest unter anderem als Radiomoderator. Was fällt Dir leichter, das Verfassen von Blog- oder Moderationstexten?

Moderationen sind ganz klar schwieriger. Ein Blogeintrag ist einfache Prosa, wie wir es aus der Schule alle kennen. Das ist nur ein bisschen Rechtschreibung und Grammatik – fertig. Eine Moderation im Radio ist wesentlich schwieriger, weil man auf eine ganze Menge achten muss:
Ganz oben auf der Liste steht eine einfache, leicht verständliche Sprache. Als Moderator muss ich auch komplizierte Dinge so sagen können, dass sie sofort für jeden verständlich sind. Wenn ich mich in meinem Blog in irgendwelchen Nebensatzkonstruktionen verlaufe, kann der Leser noch mal vorne anfangen. Das geht im Radio nicht, das muss sofort ankommen und verstanden werden. Und dann gibt es natürlich Vorgaben des Senders, die einzuhalten sind. Ein Radiosender ist ja ein Wirtschaftsunternehmen, das Geld verdienen muss. Und Geld verdient man am besten, wenn man eine klar umrissene Zielgruppe hat. Die gilt es anzusprechen und sie thematisch in Ihrer Lebenswelt abzuholen. Das fängt damit an, dass man am Montagmorgen ganz anders drauf ist, als am Freitagnachmittag und das hört damit auf, dass man sich zum Beispiel eher für Filme und Sport interessiert als für, ähm, tja, was gibt’s denn sonst noch?

Das Internet entwickelt sich mit rasender Geschwindigkeit. Ob Webradio, Podcasts oder Corporate Blogs, alles scheint möglich. Was denkst Du, wie wird sich die klassische Radiobranche im Bezug auf diese Neuerungen langfristig entwickeln?

Wenn ich das ganz genau sagen könnte, würde ich diese Fragen vermutlich aus einem Liegestuhl in der Südsee meinem Sekretär diktieren oder so. :-)
Es gibt ein paar gute Ideen was das angeht. Viele Sender verstehen das Internet aber immer noch nicht als Freund, sondern als den bösen Erzfeind. Dabei muss man das Internet gar nicht zwingend als neues Medium begreifen, es kann ja auch ein neuer Verbreitungsweg sein, wenn UKW irgendwann abgeschaltet wird. Schon jetzt kann man die Inhalte, die im klassischen Betrieb ein bis zwei Mal ausgestrahlt und dann nur noch archiviert werden, via Podcast oder Webstream zweitverwerten. Blogs und Web 2.0-Communities werden viel mehr zur Hörerbindung genutzt werden und es wird ganz neue, spannende Erlösmodelle geben.Spätestens dann, wenn der erste große Sender – also die FFHs und Antenne Bayerns – anfangen im Web 2.0 Geld zu verdienen, geht der Run los. Denn dann wissen ja alle anderen sofort, wie es geht und müssen sich nichts eigenes mehr überlegen.
Kleiner Tipp: Stell solche Fragen nicht, darüber könnte ich stundenlang referieren. ;)

Welche Blogs würdest Du im Internet außer Deinem eigenen unbedingt empfehlen?
Och, bei meinen Blog-Vorlieben hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht besonders viel verändert. Von daher möchte ich lieber einen Twitterer empfehlen, dem man wirklich gut folgen kann, auch wenn man nicht selbst twittert: Gott. (www.twitter.com/jahwe?)
Ich hasse Walker Texas Ranger und glaube, selbst Steven Segal würde Chuck Norris zerpflücken. Deine Reaktion?

Wenn ich so was höre, gehe ich grußlos in Deckung. Chuck Norris soll bloß nicht den Eindruck haben, dass wir uns möglicherweise kennen. Obwohl, das ist ihm vermutlich sowieso egal.

Zum Abschluss fordere ich ein bisschen Kreativarbeit. Jörn Schaar dreht seinen ersten Blockbuster: Wo in New York würde Chuck Norris gegen wen Golf spielen und wie würde die Szene ablaufen?

Erst wollte ich sagen „Realistisch betrachtet ist es völlig egal, wo er gegen wen spielt und wie das ganze abläuft. Es würde ohnehin niemand überleben.“ Aber die Frage ist so klasse, die möchte ich nicht mit einer realistischen Antwort abfertigen.
Wir befinden uns im Central Park. Gegen Chuck Norris tritt das US-Ryder Cup-Team von letztem Jahr an, das vom inzwischen wieder von seiner Verletzung genesenen Tiger Woods, MacGyver und Mr. T unterstützt wird. Um acht Minuten vor acht Uhr morgens betreten die Protagonisten das Spielfeld. Chuck Norris ist schon länger da, denn weil sich kein Greenkeeper auftreiben ließ, der sich um das anlegen der Löcher kümmern wollte, hat Chuck Norris bereits in den frühen Morgenstunden höchstpersönlich 18 völlig regelkonforme Löcher mit 10,8 cm Durchmesser und 10 cm Tiefe angelegt. Mit seinem Urin. Danach befahl er der Sonne, aufzugehen. Die ersten Sonnenstrahlen scheinen zwischen den Wolkenkratzern hindurch und beleuchten die unwirkliche Szenerie: Die 12 völlig verängstigen Top-Golfer kauern zitternd hinter Mr. T und MacGyver. Letzterer nestelt gerade mit einem Stück Grillkohle und einer Essiggurke herum, als sein Blick auf das Spielfeld fällt: Chuck Norris hat aus einer albernen Laune heraus auch noch seinen Namen in den Boden des Central Parks gepinkelt! Zwei Minuten vor acht nimmt Tiger Woods Aufstellung ab ersten Abschlag, einem hammerharten Par 5 mit zwei Doglegs und 584 Meter Länge. Nicht eine Grille zirpt und nicht ein Vogel zwitschert. Aus Angst. Woods teet den ersten Ball auf, es ist ein Nike-Golfball der speziell für ihn entwickelt wurde. Mit seinem 100%ig korrekt auf ihn abgestimmten Driver prügelt er die Kugel um Punkt acht Uhr das Fairway hinunter, überspielt dabei ein Wasserhindernis, zwei Sandbunker und eine Gruppe unvorsichtiger Jogger, die offenbar das Schild mit der Aufschrift „Draußen bleiben oder es setzt eine Runde Roundhouse Kicks ins Gesicht. Chuck“ übersehen haben. Sein Ball fliegt perfekt gerade über den Knick des ersten Doglegs hinweg, prallt am skeletierten Schädel von Chuck Norris’ Frühstücks-Bullen ab und landet mit einem leisen Plopp genau mittig auf dem Ansatz des zweiten Doglegs, nur einen Schlag mit dem 5er Eisen vom Grün entfernt. Sicherheit macht sich beim Ryder Cup-Team breit und das ängstliche Wimmern verstummt allmählich.
Chuck Norris würgt den versehentlich verschluckten Vorderlauf seines Frühstücksbullen hoch, geht zum Abschlag, hält kurz inne und verpasst dem völlig verdutzten Justin Leonard einen Roundhouse Kick ins Gesicht. Was viele nicht wussten: Chuck Norris hat eine eigene Sprache entwickelt, die unter anderem auch Roundhouse Kicks beinhaltet. Vermutlich wollte er Justin nur zu seinem geschmackvoll gewählten Polohemd gratulieren, aber das werden wir nie erfahren.Mit einem 30 cm langen Streifen Bewehrungsstahl aus dem Betonbau und einer sonnengetrockneten Tomate ausgerüstet, betritt Chuck Norris schließlich zum zweiten Mal die Teebox. Er schlägt ab, der Ball landet im Loch und Chuck Norris schreibt sich eine null auf.„Aber Chuck“, sagt Mr. T mitleidig. „Du kannst Dir keine null Schläge aufschreiben, das ist gegen die Regeln.“ „Ja, das ist gegen die Regeln“, kräht ein selbstsicher wirkender Boo Weekly von hinten. Doch Chuck Norris schaut ihn nur an und zieht eine Augenbraue hoch. Weekly überschüttet sich darauf hin mit Benzin und zündet sich an, denn das ist weit weniger schmerzhaft, als von Chuck Norris einen Roundhouse Kick ins Gesicht zu bekommen. Chuck hat ihm trotzdem einen verpasst.
Fast gelangweilt tritt er von der Teebox aus die verbliebenen Mitglieder der gegnerischen Mannschaft mit einem Roundhouse Kick in die anderen Löcher und geht auf der 5th Avenue ein wenig shoppen. Später wird man hören, dass niemand überlebte.

Na, wenn das nicht filmreif ist?! Jörn, ich danke Dir für das Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg an den Mikrophonen, Golfschlägern und Filmschauplätzen dieser Welt.

Link: meine-url-ist-laenger-als-deine.de

kopfschuettel.de

Montag, Februar 16th, 2009

Hallo Bernd, willkommen zu zurück im Bloggersdorf. Unser letztes Interview liegt nun fast ein Jahr zurück. Was hat sich auf kopfschuettel.de seit dem getan?

Moin. Tja, was hat sich getan… Wir sind alle ein Jahr älter geworden, was? ;-)
Das Kopfschüttel-Blog auch – älter, aber auch erwachsener. Die auffälligste Veränderung ist wohl die heutige Gestaltung des Blogs. Ich hatte 2006 mit einem Standard-Layout von WordPress angefangen, mittlerweile habe ich ein eigenes Design. Für viele Stammgäste war es eine Umstellung, aber ich denke, dass die Ergonomie und der Wiedererkennungswert deutlich gestiegen sind.
Dann gibt es einige neue Gimmicks, beispielsweise das Kopfschüttel-Kreuzworträtsel oder den Kopfschüttel-Chat. Insbesondere den Chat halte ich für eine echte Innovation und es wundert mich auch ein bisschen, dass sich das Chatten nicht auch schon auf anderen Blogs durchgesetzt hat. Es zeigt sich, dass ein Chatraum eine gute Ergänzung ist, zumindest für das Kopfschüttel-Blog.
Ach ja: Neue Geschichten von meiner Liebsten und mir gibt es natürlich auch jede Menge.

Als ich auf Deiner Seite gestöbert habe, sind mir die Massen an Kommentaren aufgefallen, was ich zuvor noch bei keinem Blog gesehen habe. Wie viele Leser hast Du denn mittlerweile durchschnittlich?

Zahlen sind immer Schall und Rauch, denke ich. Aber es stimmt, die Kommentare nehmen einen großen (und auch entscheidenden) Teil des Kopfschüttel-Blogs ein. Durchschnittlich ca. 3.600 Besucher verirrten sich im Januar 2009 jeden Tag zu uns, in der Woche etwas mehr, am Wochenende etwas weniger.

Du hast eine hohe Besucherzahl erreicht und inzwischen sogar ein Buch veröffentlicht. Hättest Du Dir zu Beginn jemals ausmalen können, wie Berichte aus Eurem Alltag selbigen verändern könnten?

Nein. Das Blog hat meines – und auch das Leben der Liebsten – nachhaltig verändert, und insgesamt auch sehr positiv. Die Kommunikation mit den Lesern macht uns den meisten Spaß. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: erreicht ein Blog Popularität, steigt auch der administrative Aufwand immens. Neben den technischen Dingen, der SPAM-Vermeidung oder der Serversicherheit kommen auch viele andere Aufwände dazu, beispielsweise Interviews, SEO-Anfragen, Beschwerden, Urheberrechtsverletzungen, etc. Ich muss aufpassen, dass mir das Blog nicht meine gesamte Freizeit raubt. Schließlich habe ich ja auch noch einen Beruf und die Liebste darf natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Ich finde es erstaunlich, dass das Thema der Kommunikation zwischen Frau und Mann irgendwie nie „abgeschlossen“ ist. Jeder weiß, dass da irgendetwas nicht funktioniert und trotzdem findet man die Thematik in Filmen, Printmedien oder eben Blogs. Wie erklärst Du Dir dieses Phänomen?

Also für wissenschaftliche Erklärungen bin ich nicht der Richtige, aber ich sage es mal so: die Beziehung zwischen Frau und Mann, Dinge wie Attraktivität, Liebe, Verständnis, Kompromissfähigkeit, Meistern des Alltags… Das sind alles Sachen, die das Leben jedes Menschen begleiten und die im Grunde zu seinen wichtigsten Interessen gehören; und wo trotzdem jeder Mensch unsicher ist. Dieses Spannungsverhältnis mag ein Grund für die Attraktivität des Themas sein. Beispiel: Du hast zwar schon einmal eine hübsche Frau gesehen,dennoch kannst du jeden Tag eine noch hübschere Frau entdecken, obwohl du ja eigentlich zuvor schon Hunderte gesehen hast. Trotzdem wird es nie langweilig und bleibt immer reizvoll, einer schönen Frau hinterher zu schauen. Warum ist das so? Egal – aber es ist gut, dass es so ist.  Naja. Wie gesagt, Fromm oder Freud hätten es besser formuliert, aber du weißt schon, was ich meine. ;-)

Magst du Mario Barth?

Ja.

„Promi-Beziehungen“ zerfallen regelmäßig durch den Einfluss medialer Berichterstattung auf das Privatleben. Hast Du keine Angst, dass es problematisch werden könnte, wenn so viele Menschen an Eurem Beziehungsleben teilnehmen und dieses kommentieren können?

Die Liebste und ich achten sehr streng darauf, dass das Blog nur einen winzig kleinen Teil unseres Lebens zeigt, aber eben einen doch recht humorvollen, wie ich meine. Darüber hinaus wollen wir die beiden „Figuren“ Liebste und Kopfschüttler weiterhin universal halten, denn jeder Leser macht sich sein eigenes Bild von uns und diese wundervolle Phantasie und Gedankenwelt wollen wir niemandem nehmen. Das fällt insbesondere auf, wenn man sich als Leser die Hörspiele des Kopfschüttel-Blogs anhört. Man wird feststellen, dass man sich die Stimmen und das Verhalten ganz anders vorgestellt hatte. Dabei sind die Hörspiele ja auch nur Interpretationen von anderen.
Und dann muss man die Kirche auch im Dorf lassen: innerhalb von 2,5 Jahren habe ich 270 Geschichten veröffentlicht. Die Geschichten beschreiben vielleicht 2.700 Minuten unseres Lebens; das sind gerade einmal 0,2 Prozent. Natürlich merkt man das beim Lesen nicht und das ist auch nicht beabsichtigt. Aber wenn man genauer hinschaut, merkt man, dass hier kein „wahres“ Leben preisgegeben wird.

Ein Schlagwortspiel: Was fällt Dir zu den einzelnen Wörtern bezüglich des Zusammenlebens von Männlein und Weiblein ein?
Badezimmer

Warum haben Frauen 5 Haarschampoos?

Eifersucht

Setzt Begehren voraus

Fernsehprogramm

Einbahnstraße

Gibt es Blogs, die Du unseren Nutzern außer Deinem eigenen empfehlen möchtest?

Den Ecki muss man kennen (www.derecki.de), Lachen kann man auch bei www.radiopannen.de und www.her-life.com ist einfach schön.

Abschließend deine Chance für große Weisheiten, Aufrufe zur Geschlechterverständigung, Restaurantempfehlungen oder was auch immer Du los werden willst:

Au ja, mal was Politisches: Ich hätte ja eigentlich gar nichts gegen die Vorratsdatenspeicherung; wenn ich nicht aus 25 Jahren EDV-Erfahrung wüsste, dass immer schief geht, was schief gehen kann. Und wenn es doch einmal gut geht, dann nur solange, bis es schief geht.
Oder warum muss ich laut TMG ein riesen Impressum und eine Datenschutzerklärung veröffentlichen, wenn beispielsweise nicht einmal das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie dies tut? (www.energie-verstehen.de). Und bei denen läuft auch noch Google Analytics, natürlich liest man davon nur im Quelltext.
Vielleicht sollte ich eine Partei gründen. Den Namen kannst Du Dir ja sicher schon denken… ;-)

Bernd, ich danke Dir für das Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim Kopfschütteln.

Link: kopfschuettel.de

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