Archive for the ‘Wissen’ Category

kackblog.net

Montag, April 20th, 2009

Hallo Britt, hallo Dirk, ich freue mich, Euch ein zweites Mal im Bloggersdorf begrüßen zu dürfen. Erzählt doch mal, was hat sich seit dem letzten Interview vor einem Jahr bei Kackblog.net getan?
Britt: Hallo! Freut uns auch! Ja, lang ist´s her und wir recherchieren und schreiben (und kacken) immer noch fleißig. Ein Artikel täglich, mindestens. Locker und ohne zu feste zu drücken. Wir sind ja zu zweit und können die „Arbeit“ gut aufteilen, falls einer von uns mal keine Zeit oder Lust hat. Das kommt aber echt nur ganz selten vor.
Im letzten Jahr kam der Kackshop dazu. Wer ein thematisch passendes Shirt oder Accessoires braucht („Aus dem Arsch, aus dem Sinn“, „Abkacken und Tee trinken“ oder „Wer zu spät kackt, den bestraft das Leben“, um nur einige zu nennen), der kann da gerne mal auf Shoppingtour gehen.

Mir scheint, dass sich viele Leute für Eure Scheiße interessieren. Wie viele Leser habt Ihr denn durchschnittlich?
Britt: Ganz so viele sind es leider nicht. Mein Ziel waren mal 1000 pro Tag. Momentan sind wir erst bei der Hälfte.
Dirk: Wir sind aber trotzdem zufrieden. Unsere Leser schreiben oft sehr interessante Kommentare. Da kommen tolle Konversationen zu Stande. Aber auch offline werden wir oft von Nichtlesern gefragt, was wir denn Neues geschrieben haben und wir können da wirklich stundenlang erzählen, bei dem ganzen Scheiß, den wir inzwischen zusammengetragen haben. :-D

Wie kann Kacke die Welt aus der momentanen wirtschaftlichen Lage retten?
Britt: Interessante Frage! Klar, mit Scheiße kann man schon immer viel Geld verdienen. Ich bin ja Optimist! Aber damit General Motors oder die Hypo Real Estate retten? … Dann schon eher Schiesser. Die sollten uns mal fragen! Ich hätte da so einige Ideen :-)
Dirk: Hm, Kacke kann die Wirtschaft momentan nicht wirklich retten, aber vielleicht zum Nachdenken anregen. Immerhin produziert ein jeder von uns tagtäglich etwas Einzigartiges, das nur kurze Zeit das Licht der Welt erblickt und dann mit allerlei Wasser und Papier in der Tiefe verschwindet. Wir sollten das, was wir von uns geben, manchmal genauer betrachten, es mehr schätzen und anderen davon berichten. Kommunikation, über Dinge reden, diskutieren und gemeinsam neue Ideen entwickeln. Das könnte so einiges bewirken.

Ich finde es übrigens großartig, wie Kindern die „Kotformen“ von Tieren durch den Maulwurf beigebracht werden. Was glaubt Ihr, wer denkt sich solche Zeichentrickfilme aus?
Britt: Jemand, der mitten im Leben steht und sich traut, die Dinge beim Namen zu nennen. Wahrscheinlich kein Lehrer.
Dirk: Oftmals ist das tägliche Geschäft immer noch ein Tabuthema. Dabei lassen sich an den Fäkalien z.B. Krankheiten und eine falsche Ernährung ablesen. Es kann also auch der Gesundheit dienen, sich mit seinem Stuhlgang zu beschäftigen. Trotzdem gilt es als eklig, darüber zu reden.

Habt Ihr euch in den Texten jemals mit den Farbspektren in der Schüssel befasst? Grünkohl, Rotwein etc.
Britt: Klar! In „Klugscheißen leicht gemacht, Teil 9“  im April 2008 ging es um das Farbspektrum. Isst man viel Fleisch, Blaubeeren oder sehr viel Lakritze, färbt sich der Stuhlgang schwarz-braun. Grün-braun wird er, wenn man viel Gemüse, Salat oder Spinat isst. Rot-braun kommt von Roter Bete. Und nimmt man sehr viele Milchprodukte, Eier oder stärkehaltige Koste wie Nudeln zu sich, kommt gelb-brauner Kot raus.
Dirk: Es ist relativ einfach, die Farben der Deutschlandflagge zu kacken. Mit etwas zeitlichem Abstand zwischen den Farben.

Der Klassiker: Kot in die Tüte, dem Feind vor die Tür, anzünden und klingeln. Jemals gemacht? Wir wären auch für andere Empfehlungen offen…
Dirk: Wir haben keine Feinde. Und das mit der brennenden Tüte, die dann ausgetreten wird und so – das finden selbst wir eklig. Nein, sowas macht man nicht.

Welche Blogs sind momentan außer Eurem so frisch-dampfend, dass Ihr sie lest und hier empfehlen würdet?
Britt: Mein absoluter Favorit momentan ist “Dark roasted blend”  Hier gibts „Weird & wonderful things“. Ansonsten hab ich ganz viele Advertising und Design-Blogs abonniert, das bringt mein Beruf so mit sich, z.B. joelapompe.net oder mastercom.over-blog.com oder notcot.org
Dirk: Ich habe so viele Blogs in meinem Reader, aber meine absoluten Lieblinge sind “Ralphs nutzloses Wissen”  für Klugscheißer, “Fail Blog”  für Fremdschämer, “The Big Picture”  für Fotoliebhaber, “Caschys Blog”  für Technikinteressierte und “Als wir Olme aßen”  für durchgeknallten Fäkalhumor (leider wurde hier lange nichts mehr geschrieben).

Abschließend habt Ihr noch kurz die Möglichkeit Eure Weisheiten unzensiert preiszugeben.
Britt: Niemals lesen auf dem Klo! Das begünstigt Hämorrhoiden! Außerdem empfehle ich in der Zeit zwischen Fastnacht und Ostern eine Fastenkur zur Darmreinigung. Ist die Kacke gesund, freut sich der Mensch!
Dirk: Naja, zu lange auf dem Klo lesen ist ungesund. Ich bin selbst bekennender Klo-Leser. Durch die Haltung auf der Klobrille werden die Backen auseinander gezogen, um dem Kot die Bahn frei zu machen. Dabei wird eben auch die Rosette frei gelegt und das kann die Bildung von Hämorrhoiden begünstigen.
Regelmäßiger Stuhlgang zwischen dreimal täglich und dreimal in der Woche ist normal. Weniger ist Verstopfung und mehr ist Durchfall. In beiden Fällen unbedingt den Hausarzt aufsuchen, denn der Verdauungstrakt ist ein Indikator der Gesundheit.
Unser Kackblog-Spruch: “Ich kacke, also bin ich!”

Ich danke Euch für die Zeit und wünsche weiterhin viel Erfolg bei Eurem Geschäfts-Blog.
Link: kackblock.net

another view on history

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Hallo Torsten, herzlich willkommen zu Deinem zweiten Interview im Bloggersdorf. Unser erstes Interview fand vor genau einem Jahr, kurz nach Beginn eures Blogs „Another view on history“ statt. Wie hat sich das Projekt seitdem entwickelt?

Das Projekt ist weiterhin ein reines Hobby-Projekt und wächst und gedeiht vor sich hin. Zwischenzeitlich mit einigen kleinen und größeren Pausen, weil die Beiträge ja doch recht aufwändig sind, und wir es nur dann vorantreiben können, wenn wir zeitlich gerade etwas Luft haben. Insgesamt aber denke ich, ist das Projekt weiterhin auf einem guten Weg.

 Ihr setzt den inhaltlichen Fokus Eurer Texte auf Einzelereignisse und erläutert in der Regel den historischen Kontext. Nach welchen Kriterien wählt ihr die Ereignisse aus und wie kann ich mir die dazugehörige Recherche vorstellen?

Das geschieht recht spontan. Eine genaue Planung gibt es da nicht. An Tagen, an denen wir dazu kommen, einen Artikel zu verfassen, schauen wir uns an, was in der Vergangenheit an diesem Datum passiert ist. Wenn wir dann ein Thema interessant finden, verfasst einer von uns dazu einen Artikel. Natürlich achten wir aber schon darauf, dass wir uns nicht nur innerhalb weniger Zeitabschnitte und Themen bewegen, sondern ein breites Spektrum abdecken. Dabei passiert es aber auch immer mal wieder, dass wir bei unseren eigenen Schwerpunkten hängen bleiben, so ich zum Beispiel vor allem bei Themen der britischen Geschichte.

Wodurch wird der Großteil Eurer Leser auf Euren Blog aufmerksam und wie viele Leser/ Besucher habt Ihr durchschnittlich pro Monat?

Das kann ich ehrlich nicht sagen. Wir haben das Projekt zu keinem Zeitpunkt aktiv beworben und werten auch unsere Statistiken in keiner Weise aus. Es handelt sich ja nicht um ein kommerzielles Projekt, bei dem das relevant ist. In der Hauptsache schreiben wir die Beiträge für uns, weil es uns Spaß macht.

Wie würdest Du die Stammleser von „Another view on history“ beschreiben ?

Auch das ist aus den oben genannten Gründen nicht so einfach zu beantworten – schlicht weil wir nicht wissen, wer unsere Stammleser sind. Ich würde aber darauf tippen, dass unser Blog nichts für den typischen Universitäts-Historiker ist, dazu ist es einfach nicht wissenschaftlich genug. Wir denken dabei eher an geschichtsinteressierte Laien, die sich nicht auf den Schlips getreten fühlen, wenn man auch mal ein Thema nicht so ernst aufgreift und Fakten und Fiktion vermischt.

Historiker gehen meist sehr penibel mit Ereignissen der Vergangenheit um, was regelmäßig zu öffentlichen Diskussionen führt. Ihr verbindet Eure Einleitungen oft mir fiktiven Inhalten. Führte dies jemals zu Kritik bezüglich der Wissenschaftlichkeit eurer Texte?

Weniger wegen der Wissenschaftlichkeit, als eher von Seiten von Besuchern, die die Intention des Blogs gar nicht erkennen und die Trennung nach Fakten und Fiktion nicht verstehen. So gab es durchaus schon emails, von Leuten, die unsere eigene Einstellung mit dem gleichsetzen, was wir unseren Protagonisten in den Mund legen und automatisch annehmen, unsere fiktiven Teile würden immer unsere Meinung wiedergeben oder diese gar als Tatsachenbehauptungen verstehen.

Ich habe oft den Eindruck, die deutschen Medien beschränken sich in der Vermittlung historischer Inhalte oft nur noch auf die Zeit des Nationalsozialismus und die jüngere Vergangenheit der Republik. Wie stehst Du zu dieser These?

Das ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Zwar werden auch immer mal wieder andere Themen aufgegriffen, aber dann meist im Nachtprogramm bei Arte oder Phoenix, wo die Anzahl der Zuschauer dann doch eher beschränkt ist. Klar, gerade die Zeit des Nationalsozialismus ist für die neueste Geschichte unseres Staates von ungeheurer Wichtigkeit. Ich sehe aber die Gefahr, dass da Abstumpfungsprozesse gegenüber den immer wieder durchgeleierten Themen genau zum Gegenteil der Intention der für die Auswahl der Themen Verantwortlichen führen. Viele interessante Prozesse, die auch bis heute von großer Bedeutung sind, aber vielleicht weiter zurückliegen, bleiben dabei leider auf der Strecke.

Das Interesse von Jugendlichen an historischen Ereignissen ist außerhalb des Geschichtsunterrichtes in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Was denkst Du darüber und welche Ansätze hältst Du für sinnvoll, um wichtige Ereignisse der Vergangenheit auch in jüngeren und nachfolgenden Generationen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen?

Ich glaube nicht, dass das ein originäres Problem des Interessensverlust an der Geschichte ist, sondern vielmehr ein generelles Problem der Interessenlosigkeit vieler Jugendlicher in allen Bereichen. Das gilt auch für politische Themen, genauso wie für den Sport, wo immer mehr Vereine mangels Nachwuchs ums Überleben kämpfen und viele andere Bereiche auch. Generell beschränkt sich meiner Meinung nach das Interesse von Kindern und Jugendlichen immer mehr nur auf den Bereich der Medien und immer weniger auf alles, was mit Wissen, sozialem Umfeld oder Engagement zu tun hat.
In Bezug auf die Geschichte ist das natürlich einerseits eine Frage der Schule, wo wir nur hoffen können, dass es Lehrern gelingt, bei ihren Schülern mehr Interesse für die Geschichte zu wecken. Hierzu bedarf es aber auch einer besseren didaktischen Ausbildung der zukünftigen Geschichtslehrer – ein Bereich, der neben der Wissenschaft an den Universitäten fast nicht zur Geltung kommt. Auch die Reformen des Lehramtstudiums haben da in den letzten Jahren nicht viel gebracht. Zwar soll es auf dem Papier eine deutliche Stärkung des Didaktik-Anteils am Studium geben, aber gleichzeitig werden eher Stellen in dem Bereich gekürzt, als das neue geschaffen werden und andererseits fehlt es den Schulen, an denen nun mehr Studenten eine größere Anzahl an Praktika absolvieren sollen, an Kapazitäten zur Betreuung dieser Studenten.
Auch im Schulalltag wird dann viel verpasst – steigende Klassenstärken und eine immer weiter stattfindende Abschiebung von Erziehungsaufgaben auf die Lehrer führen auch nicht gerade dazu, dass es den Lehrern gelingen kann, in ihrem Unterricht die Inhalte so aufzubereiten, dass bei allen Schülern Interesse geweckt wird.
Aber auch im Elternhaus kann hier viel gemacht werden. Vielleicht sollten Eltern ihren Kindern beim Frühstück eher eine Tageszeitung an die Hand geben, als den Fernseher anzuschalten, wie es leider viel zu oft passiert. In meiner Kindheit und Jugend war es zumindest noch so, dass ich morgens in der Zeitung gelesen habe. Bei den tagesaktuellen Themen stellt sich auch ein Kind dann schon oft die Frage nach dem Ursprung einer gewissen Thematik – und ganz oft ist man da dann ja schon im historischen Bereich. Und das ist dann noch der beste Weg, Interesse zu wecken, nämlich wenn das Interesse aus sich selbst heraus entsteht.

Zum Abschluss etwas Kniffliges. Wir sind zuletzt Zeitzeugen eines imposanten Ereignisses geworden: Barack Obama wurde zum ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt. Wie würdest Du dieses historische Ereignis am 20.01.2059 in Deinem Blog thematisieren?

Oh je, das ist wirklich knifflig. Wer weiß schon, was die nächsten Jahre bringen. Und ein historisches Ereignis lässt sich ja meist auch nur im Zusammenhang mit seinen Auswirkungen wirklich beurteilen.
Ziemlich sicher bin ich aber, dass ich als fiktiven Protagonisten jemanden nehmen würde, der dem, wenn man es realistisch betrachtet, doch ziemlich irrationalen Hype, um Barack Obama, besonders stark anheim gefallen war.
Meine Prognose ist, dass wir (oder unsere Nachkommen) vor allem zwei Dinge in Bezug auf Barack Obama in Erinnerung haben werden. Einerseits sicherlich die historische Bedeutung des ersten farbigen Präsidenten für die innere Entwicklung der USA, andererseits aber wahrscheinlich ein Scheitern Obamas, wenn man ihn wirklich in seiner Amtszeit an den, ja fast messianischen, Erwartungen messen sollte, die man in den letzten Monaten auf ihn projiziert hat. Das ist etwas, was kein Mensch wirklich zu schultern in der Lage ist – und was eine riesige Hypothek für ihn und sein Bild in der Geschichte sein könnte.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute für „Another view on history“.

Link:  another-view-on-history

grenzwissenschaft-aktuell.de

Montag, April 7th, 2008

Hallo Andreas. Was versteht man konkret unter "Grenzwissenschaften"?

Bezogen auf die Inhalte unseres Nachrichten-Blogs steht „Grenzwissenschaft“ für Forschungen und Theorien, die sich im Grenzbereich oder auch jenseits der etablierten Wissenschaften ansiedeln. Im weiteren Sinne also Parawissenschaften, rätselhafte Phänomene, Esoterik und Glaubensfragen. Hinzu bietet unser Nachrichtenspektrum aber auch die neusten Informationen aus „Forschung und Wissenschaft“ und zu „Space und Raumfahrt“, Themen, bei denen Forscher ja auch fortwährend an neue Grenzen stoßen und in Grenzbereiche vordringen.

Welchen Standpunkt vertritt das Blog zu den Berichten?

Da wir unsere Seite als Nachrichtenportal und Quelle verstehen, versuchen wir unsere Meldungen so objektiv wie möglich zu halten. Etwaige redaktionelle Kommentare werden auch als solche gekennzeichnet. Neben den News-Meldungen haben wir aber auch Fachartikel zu den Themen unserer Nachrichten.

Grundsätzlich ist es aber natürlich so, dass wir mit unserem Nachrichtenangebot grenzwissenschaftlichen Themen eine Plattform bieten wollen. Von daher sind wir diesen Themen gegenüber zumindest interessiert und offen eingestellt.

Derartige Themen werden im TV und in Magazinen kaum behandelt. Zurecht? Oder wird sich dies noch ändern?

Stimmt, und genau darin sehen wir auch unsere Aufgabe. Wer unsere Nachrichten täglich verfolgt, wird sich sicherlich wundern, warum man über das Eine oder Andere in den Massenmedien nichts oder nur wenig erfährt oder nur selten seriöse Informationen erhält. Klar bietet das Themenspektrum immer wieder auch Angriffsflächen für Scherze, Fälschungen und Kritik. Das sollte jedoch nicht dazu führen, entsprechende Ereignisse und Forschungen und deren Ergebnisse zu verschweigen und nicht darüber zu berichten. Wie man diese dann beurteilt und einstuft ist eine andere Frage.

Wie stehst du selber zu übernatürlichen Phänomenen?

Wie gesagt, ich stehe dem Themenspektrum unserer Meldungen offen und interessiert gegenüber. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass wir alle Meldungen und Aussagen sozusagen „blindgläubig“ als wahr annehmen oder so darstellen. Wir sind der Überzeugung, dass es Phänomene gibt, die wir noch nicht erklären können und das viele „blindskeptische“ Erklärungsversuche die geschilderten Ereignisse und Forschungsergebnisse nicht wirklich bzw. falsch erklären.

Aber natürlich berichten wir deshalb nicht gleich über jeden Krümmel, verzerrten Vogel, oder offenkundige Linsenspiegelung auf Urlaubsfotos – ebenso wenig machen wir aus jeder Meldung fehlinterpretierter Ballons, asiatischer Himmelslaternen & Co eine angebliche UFO-Nachricht.

Ich selbst erforsche (sozusagen hauptberuflich) seit 1993 das Phänomen der Kornkreise und schreibe hierzu Sachbücher. Auch hier gelten für mich die Prinzipien, die ich in vorigen und nachfolgenden Fragen erläutere. Was die Kornkreise anbetrifft, so bin ich fest davon überzeugt, dass es neben den zahlreichen und teilweise erstaunlich guten Fälschungen auch weiterhin ein echtes – also nicht von Menschen getrampeltes – Phänomen gibt. Leider wird auch dieses Thema oft nur anhand von Klischees in den Medien dargestellt: Entweder sind es dann kleine grüne Männchen oder lustige Lausbuben. Die Forschung am eigentlichen Phänomen findet hingegen genau jenseits dieser Stereotypen statt.

Wie skeptisch sollte man sein?

Wenn man „Skeptizismus“ so versteht, dass man nicht alles glaubt, was andere versuchen einem zu erzählen, Dinge und Situationen offen hinterfragt und sich selbst und seine Erfahrungen, Ideenwelten und Ansichten ständig überprüft, dann ist diese Einstellung absolut notwendig.

Leider wird der Begriff Skeptizismus heutzutags gerade von jenen Personengruppen, die sich selbst als „Skeptiker“ bezeichnen, meiner Meinung nach falsch verstanden und verwendet. Diese „Skeptiker“ unterschieden sich in ihrer Vorgehens- und Argumentationsweise kaum von jener, die sie bei so genannten „Gläubigen“ oder gar „Blindgläubigen“ bemängeln: Statt zu Hinterfragen werden grenzwissenschaftliche Themen und Methoden mit Dogmen belegt und grundsätzlich als Fälschungen, Fehlinterpretationen oder Aberglaube bezeichnet. Wissenschaftliche Ansprüche, wie sie gegenüber den Grenz- und Parawissenschaften angemahnt werden, werden in der eigenen Argumentation und Vorgehensweise immer dann fallen gelassen, wenn dies der eigenen Argumentation dient. Von einem solchen „blinden Skeptizismus“ halte ich persönlich gar nichts, da er in vielen Fällen die diskutierten Phänomene weder korrekt beschreibt noch untersucht.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Wir versuchen über das ganze Spektrum grenzwissenschaftlicher Themen einen Überblick zu haben. Bei der Fülle des Angebots ist das natürlich nicht immer einfach. Oft sind es auch Homepages, die nicht auf der Blog-Struktur basieren. Auch grenzwissenschaft-aktuell.de hat primär den Anspruch eine Nachrichtenseite zu sein und nutzt hierfür lediglich die Blog-Technologie. Wir sind also vielleicht kein klassischer Blog im ursprünglichen Sinne. Somit ist es jetzt auch aus Platzgründen schwer, da konkrete Seiten zu nennen ohne andere wichtige Seiten zu vernachlässigen. Auf unserer Seite haben wir eine Liste unserer direkten Partnerseiten, die zu dieser Frage einen ganz guten Einblick liefert.

Betreibst du noch andere Blogs?

Andere Blogs nicht. Aber zu meiner Forschung zum Thema Kornkreise betreibe die Info-Seite www.kornkreise-forschung.de

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Im April feiern wir unseren ersten Geburtstag. Innerhalb dieses Jahres haben wir es geschafft zu einer der führenden deutschsprachigen Internet-Seiten zu Para- und Grenzwissenschaft zu werden. Das ist für uns genug Ansporn unsere Seite auch in Zukunft mit neuen Features und Innovationen ständig zu verbessern. Geplant ist unter anderem die Ausweitung unserer Rubrik „Fachartikel“. Weiterhin werden wir uns auch in Zukunft bemühen, ausführlich über die neusten Nachrichten und Entwicklungen aus Grenz- und Parawissenschaften zu berichten.

Irgendwelche letzten Worte?

Na denn hier mal ein schönes Zitat zum Thema: „Wir brauchen Wissenschaftler, die notfalls auch Anomalien aushalten können, statt a priori als unmöglich abzutun, was die Grenzen ihres vertrauten Weltbilds sprengt.“

 

Link: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

geistesblitz.de

Montag, März 3rd, 2008

Timo Off, der Mann mit dem kurzen Nachnamen, kennt sich aus: Er beherrscht anspruchsvolle Mathematik und hohe Philosophie zu gleichen Teilen.

Hallo Timo. Was ist Geistesblitz.de?

Hallo David. Geistesblitz.de ist meine Internetseite, auf der ich  über Ideenfindung, frische Ideen und Ideen-Präsentation schreibe.

Wie bringst du als (ehemaliger) Mathematik-Lehrer einem Null-Bock- Kind/Teenager bei, das Mathematik eine spannende Kunst ist?

Mathematik ist die universelle Sprache, die so vielem zu Grunde  liegt. Mathe ist nicht einfach nur Rechnen. Mathe ist viel mehr: Es ist argumentieren, Probleme lösen (und erkennen, WIE man Probleme löst), kommunizieren und man lernt, wie man Modelle bildet. Mathematik ist übrigens unglaublich schön. Sie ist so reichhaltig und umfangreich, wie ein großes schönes Haus, in dem man immer wieder neue Ecken entdeckt.

Da du auch Philosophie studiert hast: Was ist der wahre Sinn des  Lebens? :)

Sinn ist immer dort, wo wir ihn sehen, wo wir ihn erkennen wollen.

Was vermittelst du deinen Lesern auf Geistesblitz.de sonst noch?

Wie kommt man auf Ideen? wie setzt man sie um und wie überzeugt man  andere von dieser Idee. Die einzig wirklichen Kategorien auf meiner  Seite sind "Ideen finden" und "Ideen präsentieren". Alle anderen Kategorien sind nachgeordnet.

Was ist schwieriger? Komplexe Mathematik, oder hohe Philosophie die neue Ansätze aufdeckt?

Mathematik ist *eigentlich* einfach. Manchmal ist die Lösung eines Beweises nur sehr gut versteckt. Mathematik strebt nach Klarheit, Einfachheit. Philosophie ist *eigentlich* einfach. Manchmal ist die Erkenntnis nur hinter Worthülsen versteckt. Philosophie strebt nach Klarheit, Einfachheit. Nein, das kann man nicht sagen, was denn nun schwieriger ist.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Etwa knapp 180 derzeit. ich nutze einen RSS-Reader und überfliege mehr, als dass ich alles lese. Aber ich glaube, dass ich diesen Info-Overload als Anregung brauche. Favoriten? Puh… schwer zu sagen.

Betreibst du noch andere Blogs?

ja, sehr selten: reden-archiv.de und noch viel seltener:  ideenfarbe.de

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Artikel über Ideen. Videos über Ideen. ein paar wenige Hinweise zu meinen Büchern und meinen Projekten.

Irgendwelche letzten Worte?

Kurz vor meinem letztem Atemzug werde ich sagen: "Moment, da fällt mir noch was ein…"

 

Link: www.geistesblitz.de

Fernstudium-rundschau.de

Freitag, Februar 22nd, 2008

Markus von Fernstudium-infos.de gibt Tipps und informiert seine Leser zum Thema Fernstudium.

Hallo Markus. Stell uns dein Blog kurz vor.

Die Fernstudium-Infos.de Rundschau versteht sich als Magazin mit täglichen Artikeln zum Thema Fernstudium. Das können Interviews mit Fernstudenten sein, die Ankündigung von neuen Fernstudiengängen, Veranstaltungstipps, Personalia usw.

Warum sollte man ein Fernstudium einem normalen Studium vorziehen?

Ein Fernstudium bietet sich besonders an, wenn man neben dem Beruf studieren muss oder möchte. Der große Vorteil liegt in der Flexibilität. Man kann lernen, wann und wo man will – zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, abends im Bett, im Freibad, etc. Bei den heutigen Arbeitszeiten kommt oft selbst ein Abendstudium nicht als Alternative in Frage. Aufgrund des Trends zum lebenslangen Lernen ist das Fernstudium als moderne Weiterbildungsform immer mehr im Kommen.

Fairerweise: Wo sind die Nachteile?

Um ein Fernstudium erfolgreich bewältigen zu können, muss man sich sehr gut selbst organisieren und motivieren können. Es gibt keine festen Termine (selbst Prüfungen können meist mehrere Male im Jahr abgelegt werden) und wenn man sich nicht selbst darum kümmert, trifft man auch keine Kommilitonen. Und man muss gut aus schriftlichen Unterlagen lernen können.

Studierst du selber bzw. hast du studiert? Wenn ja, was?

Von 2000 bis 2004 habe ich an der Privaten FernFachhochschule Darmstadt (die mittlerweile in Wilhelm Büchner Hochschule umbenannt wurde) Informatik studiert und mit dem Grad Diplom-Informatiker FH abgeschlossen. Im Moment mache ich einen weiterbildenden Fernunterrichts-Kurs zum Fachjournalisten an der Deutschen Fachjournalistenschule. Und danach habe ich auch schon Ideen für weitere Weiterbildungen…

Zu deinem Blog gehört auch ein Forum. Was kannst du dazu sagen?

Das Forum war sogar schon vor dem Blog und dient zum Austausch rund um das Thema Fernstudium. Interessenten, aktive Fernstudenten und Absolventen können dort diskutieren und unterstützen sich gegenseitig. Mit mittlerweile über 6.500 registrierten Benutzern und fast 40.000 Beiträgen hat sich eine recht aktive Community gebildet. Übrigens steht auf Fernstudium-Infos.de auch für jeden Benutzer ein kostenloses Blog zur Verfügung.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Zu viele, um sie hier alle aufzulisten. Daher nur eine kleine Auswahl: Weiterbildungsblog.de, fernstudiert.de/wordpress, moebius-dental.de/blog, openstudent.wordpress.com, kulczewski.de/blog/fernstudium, wallandergoesabi.twoday.net

Betreibst du noch andere Blogs?

Tagebuch zum Fernstudium an der Fachjournalisten-Schule: fernstudium-infos.de/blogs/redaktion/

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Auch in Zukunft werde ich täglich das Thema Fernstudium umfassend und von allen Seiten beleuchten – und dabei multimedialer werden.

Irgendwelche letzten Worte?

Wähle einen Beruf den Du liebst – und Du musst nie wieder arbeiten (Konfuzius).

Viele Grüße
Markus

Ja, dann danke ich dir für diese Infos. Wer weiss, vielleicht wäre ein (Fern)Studium auch mal etwas für mich.

Link: www.fernstudium-rundschau.de