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	<title>Willkommen in Bloggersdorf &#187; Depression</title>
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		<title>deprifrei.twoday.net</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 07:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwieriges Thema: Roman berichtet offen und ehrlich &#252;ber den Kampf mit seinen Depressionen. Hallo Roman. Du schreibst &#252;ber Depressionen. Wie kam es dazu? Seit meiner Jugend schreibe ich schon Gedichte, Texte, zeitweise auch Offline Tageb&#252;cher, die ich aber nach kurzer Zeit aufgab. Ich habe festgestellt, dass mir beim traditionellen Tagebuchschreiben eine direkte Kommunikation mit den [...]]]></description>
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<p>Schwieriges Thema: Roman berichtet offen und ehrlich &uuml;ber den Kampf mit seinen Depressionen.</p>
<h3>Hallo Roman. Du schreibst &uuml;ber Depressionen. Wie kam es dazu?</h3>
<p>Seit meiner Jugend schreibe ich schon Gedichte, Texte, zeitweise auch Offline Tageb&uuml;cher, die ich aber nach kurzer Zeit aufgab. Ich habe festgestellt, dass mir beim traditionellen Tagebuchschreiben eine direkte Kommunikation mit den Lesern fehlt, die in der Blogwelt vorhanden ist. Au&szlig;erdem kann man auch andere Betroffene kennenlernen, die wie ich unter Depressionen leiden. Von der M&ouml;glichkeit der Blogs habe ich vor einigen Jahren erfahren, als mir jemand begeistert in einem Internet-Forum f&uuml;r Jugendliche und junge Erwachsene davon berichtete. Erst seit kurzer Zeit sind Blogs auch wegen ihrer politischen Brisanz in einigen L&auml;ndern wie der arabischen Welt oder auch in China oder Russland mehr in den&nbsp; Fokus der &Ouml;ffentlichkeit ger&uuml;ckt.</p>
<h3>Du bist selbst betroffen. Wie hat sich das zum ersten Mal manifestiert?</h3>
<p>Ich denke man stellt selbst sehr sp&auml;t fest, dass man an einer Depression erkrankt ist. Fast jeder Mensch kennt Episoden, wo er sich schlecht f&uuml;hlt und nichts machen will, sowas nennt man in medizinischen Kreisen eine depressive Verstimmung, die aber im allgemeinen nach kurzer Zeit abklingt. Eine Depression ist oft ein schleichender Prozess, der sich &uuml;ber Monate, Jahre hinzieht und sich bei mir darin manifestierte, dass man soziale Kontakte meidet, unter Konzentrationsschwierigkeiten leidet, schlecht aus dem Bett kommt, ein Schweregef&uuml;hl sp&uuml;rt,Gr&uuml;beleien, Selbstmordgedanken hegt, mangelndes Selbstwertgef&uuml;hl, Schuldvorw&uuml;rfe an der eigenen Person und an dieser Welt&#8230; Ich denke, dass ich schon seit meiner Kindheit unter Depressionen gelitten habe, da ich in einer sehr instabilen Familie aufwuchs. Schon als Kind habe ich mich vor dieser Welt zur&uuml;ckgezogen, da ich mit ihr nichts gutes verbunden habe. Heute versuche ich aus dieser Isolation rauszukommen.</p>
<h3>Wie k&ouml;nnen sich depressive Menschen selbst helfen?</h3>
<p>Ich denke es ist f&uuml;r einen Depressiven sehr schwer, sich selber zu helfen, da ein Depressiver fast immer in einer passiven Haltung ist. Depressive ziehen sich wie ich es ja gesagt habe, oft in ihre eigene Welt zur&uuml;ck, weil sie alles was sie erleben, negativ deuten. F&uuml;r einen Depressiven ist das Internet ein Gl&uuml;cksfall, da er ohne Probleme andere Betroffene kennenlernen kann und so schon mal erf&auml;hrt, dass er nicht der Einzige ist, der diese Probleme hat. Manche erz&auml;hlen dann in ihrem Blog oder auch in einem Internetforum f&uuml;r Schwerm&uuml;tige, dass sie einen Aufenthalt in einer Klinik gemacht haben und ermuntern so den passiven Depressiven, ihrem Beispiel zu folgen. Das Wichtigste ist aus meiner Erfahrung, dass man aktiv wird und sein Schicksal mit dieser schweren Krankheit nicht als gottgegeben hinnimmt!</p>
<h3>Welche Medikamente oder Therapien helfen deiner Meinung nach am besten: Produkte der Pharmaindustrie, hom&ouml;opathische Mittel oder andere andere Methoden?</h3>
<p>Ich denke es gibt nicht DEN Weg aus der Depression, genauso gibt es auch viele Wege nach Rom. Als ich im April 2002 zum ersten Mal Antidepressiva nahm, habe ich eine sehr gute Verbesserung meiner eigenen psychischen Verfassung gesp&uuml;rt. Ich sah viele Dinge viel klarer, als vorher und wurde ausgeglichener. Zu dieser Zeit lebte ich in einem &Uuml;bergangsheim f&uuml;r psychisch Kranke und litt an Liebeskummer. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt, als es mir besser ging, die negative Stimmung in diesem &Uuml;bergangsheim ver&auml;ndern, aber ich hatte leider keinen Erfolg. Also kehrten die Depressionen nach einem halben Jahr wieder zur&uuml;ck, trotz Medikamente. Mein Fehler war, dass ich mein Leben nicht ver&auml;ndert habe, sondern dort weiter wohnte. Sp&auml;ter halfen die Medikamente oft nicht und ich wandte ab 2006 die Selbsthypnose an, um meine Depressionen mit positiven Suggessionen wie &quot;Ich bin &nbsp;frei von Depressionen&quot; loszuwerden. Mit dieser Methode habe ich oft Erfolg, aber auch nicht immer. Viel wichtiger als Medikamente und Selbsthypnose ist, dass man sein eigenes Verhalten ver&auml;ndert, die die Depressionen verursachen. Daher kann oft eine Verhaltenstherapie bei einem Psychologen helfen. Auch wichtig ist Bewegung und Sport und frische Luft und Sonnenlicht. Mit H&ouml;mopathie habe ich keine Erfahrungen gemacht.</p>
<h3>Welche Blogs liest du regelm&auml;&szlig;ig?</h3>
<p>Sehr gerne lese ich den Blog von einem &Ouml;sterreicher in den mittleren Jahren, der unter <a target="_blank" style="text-decoration: underline;" href="http://www.lovehunter1.twoday.net">www.lovehunter1.twoday.net</a> &uuml;ber sein Schicksal als Single berichtet. Da ich genauso unter dem Singledasein leide, kann ich mich in vielem, was er dort sarkastisch beschreibt wiederfinden. Auch lese ich manchmal den Blog von Eva, die unter <a target="_blank" style="text-decoration: underline;" href="http://www.danielle1798.twoday.net">www.danielle1798.twoday.net</a> &uuml;ber ihre Depris schreibt und der ich mit guten und netten Kommentaren versuche zu helfen. Auch lesenswert und leider viel zu wenig kommentiert, ist der politische Blog <a target="_blank" style="text-decoration: underline;" href="http://www.nichtalternativlos.wordpress.com">www.nichtalternativlos.wordpress.com</a>.</p>
<h3>Betreibst du noch andere Blogs?</h3>
<p>Ich f&uuml;hre noch den politischen Blog <a target="_blank" style="text-decoration: underline;" href="http://www.meinepolitischengedanken.twoday.net">www.meinepolitischengedanken.twoday.net</a>, den ich ich allerdings seit einiger Zeit nicht mit neuen Themen gef&uuml;ttert habe, was ich demn&auml;chst wieder tun will.</p>
<h3>Was k&ouml;nnen wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?</h3>
<p>Die Leser meines Deprifrei Blogs k&ouml;nnen auf jeden Fall erwarten, dass ich weiter ohne Selbstzensur &uuml;ber meine Probleme mit mir und meiner Krankheit berichten werde und auch mal ab und an gesellschaftliche Themen wie &quot;Mindestlohn&quot; &nbsp;oder &quot;raffgierige Manager&quot; aufgreifen werde. Die Menschen werden heute in der Arbeitswelt immer mehr unter Druck gesetzt, was auch viele psychische Erkankungen wie Depressionen beg&uuml;nstigt.</p>
<h3>Irgendwelche Worte zum Schluss?</h3>
<p>Die Frage klingt wie die Aufforderung nach einer Friedhofsrede, die ich aber nicht vorhabe. Trotz meiner Depris habe ich ja nicht vor Selbstmord zu begehen und ich habe die Hoffnung, dass ich manche Menschen durch meinen Blog helfen kann, besser mit ihrer Krankheit umzugehen und sich selbst nicht zu t&ouml;ten. Ich w&uuml;rde mich sehr freuen, wenn ich weitere Leser gewinnen k&ouml;nnte und man kann gerne Kommentare in meinem Blog hinterlassen, auch anonyme Beitr&auml;ge von nicht regristrierten Mitgliedern sind willkommen. Ich bin ein Mensch der auch eine kritische Diskussion nicht aus dem Weg geht und ich bin &uuml;ber Anregungen erfreut. Auch habe ich zu dem Thema eine eigene Homepage gemacht, die man unter <a target="_blank" style="text-decoration: underline;" href="http://www.depressionen.de.tl">www.depressionen.de.tl</a> erreichen kann und wo man z. B. etwas &uuml;ber Antidepressiva erfahren kann.&nbsp; Vielen Dank f&uuml;r die vielen letzten Worte, die ich noch sagen durfte. <img src='http://www.bloggersdorf.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Ich w&uuml;nsche dir weiterhin viel Kraft f&uuml;r die Zukunft.</h3>
<p><b>Link: </b><a href="http://deprifrei.twoday.net" target="_blank">deprifrei.twoday.net</a></p>
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