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kopfschuettel.de

Montag, Februar 16th, 2009

Hallo Bernd, willkommen zu zurück im Bloggersdorf. Unser letztes Interview liegt nun fast ein Jahr zurück. Was hat sich auf kopfschuettel.de seit dem getan?

Moin. Tja, was hat sich getan… Wir sind alle ein Jahr älter geworden, was? ;-)
Das Kopfschüttel-Blog auch – älter, aber auch erwachsener. Die auffälligste Veränderung ist wohl die heutige Gestaltung des Blogs. Ich hatte 2006 mit einem Standard-Layout von WordPress angefangen, mittlerweile habe ich ein eigenes Design. Für viele Stammgäste war es eine Umstellung, aber ich denke, dass die Ergonomie und der Wiedererkennungswert deutlich gestiegen sind.
Dann gibt es einige neue Gimmicks, beispielsweise das Kopfschüttel-Kreuzworträtsel oder den Kopfschüttel-Chat. Insbesondere den Chat halte ich für eine echte Innovation und es wundert mich auch ein bisschen, dass sich das Chatten nicht auch schon auf anderen Blogs durchgesetzt hat. Es zeigt sich, dass ein Chatraum eine gute Ergänzung ist, zumindest für das Kopfschüttel-Blog.
Ach ja: Neue Geschichten von meiner Liebsten und mir gibt es natürlich auch jede Menge.

Als ich auf Deiner Seite gestöbert habe, sind mir die Massen an Kommentaren aufgefallen, was ich zuvor noch bei keinem Blog gesehen habe. Wie viele Leser hast Du denn mittlerweile durchschnittlich?

Zahlen sind immer Schall und Rauch, denke ich. Aber es stimmt, die Kommentare nehmen einen großen (und auch entscheidenden) Teil des Kopfschüttel-Blogs ein. Durchschnittlich ca. 3.600 Besucher verirrten sich im Januar 2009 jeden Tag zu uns, in der Woche etwas mehr, am Wochenende etwas weniger.

Du hast eine hohe Besucherzahl erreicht und inzwischen sogar ein Buch veröffentlicht. Hättest Du Dir zu Beginn jemals ausmalen können, wie Berichte aus Eurem Alltag selbigen verändern könnten?

Nein. Das Blog hat meines – und auch das Leben der Liebsten – nachhaltig verändert, und insgesamt auch sehr positiv. Die Kommunikation mit den Lesern macht uns den meisten Spaß. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: erreicht ein Blog Popularität, steigt auch der administrative Aufwand immens. Neben den technischen Dingen, der SPAM-Vermeidung oder der Serversicherheit kommen auch viele andere Aufwände dazu, beispielsweise Interviews, SEO-Anfragen, Beschwerden, Urheberrechtsverletzungen, etc. Ich muss aufpassen, dass mir das Blog nicht meine gesamte Freizeit raubt. Schließlich habe ich ja auch noch einen Beruf und die Liebste darf natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Ich finde es erstaunlich, dass das Thema der Kommunikation zwischen Frau und Mann irgendwie nie „abgeschlossen“ ist. Jeder weiß, dass da irgendetwas nicht funktioniert und trotzdem findet man die Thematik in Filmen, Printmedien oder eben Blogs. Wie erklärst Du Dir dieses Phänomen?

Also für wissenschaftliche Erklärungen bin ich nicht der Richtige, aber ich sage es mal so: die Beziehung zwischen Frau und Mann, Dinge wie Attraktivität, Liebe, Verständnis, Kompromissfähigkeit, Meistern des Alltags… Das sind alles Sachen, die das Leben jedes Menschen begleiten und die im Grunde zu seinen wichtigsten Interessen gehören; und wo trotzdem jeder Mensch unsicher ist. Dieses Spannungsverhältnis mag ein Grund für die Attraktivität des Themas sein. Beispiel: Du hast zwar schon einmal eine hübsche Frau gesehen,dennoch kannst du jeden Tag eine noch hübschere Frau entdecken, obwohl du ja eigentlich zuvor schon Hunderte gesehen hast. Trotzdem wird es nie langweilig und bleibt immer reizvoll, einer schönen Frau hinterher zu schauen. Warum ist das so? Egal – aber es ist gut, dass es so ist.  Naja. Wie gesagt, Fromm oder Freud hätten es besser formuliert, aber du weißt schon, was ich meine. ;-)

Magst du Mario Barth?

Ja.

„Promi-Beziehungen“ zerfallen regelmäßig durch den Einfluss medialer Berichterstattung auf das Privatleben. Hast Du keine Angst, dass es problematisch werden könnte, wenn so viele Menschen an Eurem Beziehungsleben teilnehmen und dieses kommentieren können?

Die Liebste und ich achten sehr streng darauf, dass das Blog nur einen winzig kleinen Teil unseres Lebens zeigt, aber eben einen doch recht humorvollen, wie ich meine. Darüber hinaus wollen wir die beiden „Figuren“ Liebste und Kopfschüttler weiterhin universal halten, denn jeder Leser macht sich sein eigenes Bild von uns und diese wundervolle Phantasie und Gedankenwelt wollen wir niemandem nehmen. Das fällt insbesondere auf, wenn man sich als Leser die Hörspiele des Kopfschüttel-Blogs anhört. Man wird feststellen, dass man sich die Stimmen und das Verhalten ganz anders vorgestellt hatte. Dabei sind die Hörspiele ja auch nur Interpretationen von anderen.
Und dann muss man die Kirche auch im Dorf lassen: innerhalb von 2,5 Jahren habe ich 270 Geschichten veröffentlicht. Die Geschichten beschreiben vielleicht 2.700 Minuten unseres Lebens; das sind gerade einmal 0,2 Prozent. Natürlich merkt man das beim Lesen nicht und das ist auch nicht beabsichtigt. Aber wenn man genauer hinschaut, merkt man, dass hier kein „wahres“ Leben preisgegeben wird.

Ein Schlagwortspiel: Was fällt Dir zu den einzelnen Wörtern bezüglich des Zusammenlebens von Männlein und Weiblein ein?
Badezimmer

Warum haben Frauen 5 Haarschampoos?

Eifersucht

Setzt Begehren voraus

Fernsehprogramm

Einbahnstraße

Gibt es Blogs, die Du unseren Nutzern außer Deinem eigenen empfehlen möchtest?

Den Ecki muss man kennen (www.derecki.de), Lachen kann man auch bei www.radiopannen.de und www.her-life.com ist einfach schön.

Abschließend deine Chance für große Weisheiten, Aufrufe zur Geschlechterverständigung, Restaurantempfehlungen oder was auch immer Du los werden willst:

Au ja, mal was Politisches: Ich hätte ja eigentlich gar nichts gegen die Vorratsdatenspeicherung; wenn ich nicht aus 25 Jahren EDV-Erfahrung wüsste, dass immer schief geht, was schief gehen kann. Und wenn es doch einmal gut geht, dann nur solange, bis es schief geht.
Oder warum muss ich laut TMG ein riesen Impressum und eine Datenschutzerklärung veröffentlichen, wenn beispielsweise nicht einmal das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie dies tut? (www.energie-verstehen.de). Und bei denen läuft auch noch Google Analytics, natürlich liest man davon nur im Quelltext.
Vielleicht sollte ich eine Partei gründen. Den Namen kannst Du Dir ja sicher schon denken… ;-)

Bernd, ich danke Dir für das Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim Kopfschütteln.

Link: kopfschuettel.de

kopfschuettel.de

Samstag, März 1st, 2008

Wenn Bernd den Kopf schüttelt, geschieht dies meist aus Verwunderung über die wundersame Welt der Frauen. Wir finden die Geschichten des Alltags spannend – und die Frauen auch.

Hallo Bernd, was muss man über das Kopfschüttel-Blog wissen?

Das lässt sich mit wenigen Worten schnell und präzise beantworten: der Name ist Programm, denn genau daraus ist das Kopfschüttel-Blog hervorgegangen und ist bis heute auch der sich stets einstellende körperliche Effekt beim Lesen: verblüfft und verständnislos mit dem Kopf schütteln über die alltäglichen charmanten Dinge der Frauen. Und das gilt übrigens nicht nur für die Männer; erstaunlicherweise erfreut sich das Kopfschüttel-Blog auch bei den Damen größter Beliebtheit und vielleicht liegt das auch ein wenig daran, dass es sich nicht um verurteilenden Chauvinismus, sondern mehr um liebevolle Einblicke in den allzu oft missverständlichen Alltag zwischen Mann und Frau handelt, den es mit Humor und Verständnis jeden Tag aufs Neue zu meistern gilt.

Was bringt dich besonders zum Kopfschütteln?

Es sind im Wesentlichen zwei Dinge, mit denen mich die Liebste stets aufs Neue beeindruckt und zum Kopfschütteln bringt: zum einen gelingt es ihr immer wieder, mich mit ungewöhnlichen Ideen und verrückten Verhaltensweisen zu überraschen. Und zum zweiten versteht sie es ungemein geschickt, mich auf ihren Kurs einzuschwenken, bevor ich merke, was eigentlich passiert oder tatsächlich dahinter steckt. Frauen sind eben doch so ein bisschen anders, so ein wenig geheimnisvoll, so überaus reizvoll.

Was sagt deine Liebste zu deinem Blog? Sie ist ja quasi "Mit-Akteurin".

Meine Liebste ist weit mehr, als eine Akteurin; vielmehr ist sie die alleinige Hauptdarstellerin, sowohl im Kopfschüttel-Blog, als auch in meinem Leben. Meine Liebste liest sehr gerne die Kommentare, die zu jeder Geschichte von den Gästen hinterlassen werden. Wir achten aber gemeinsam sehr darauf, dass der Umgangston stilvoll bleibt und auch nicht unter die Gürtellinie geht.
Es gibt eine einzige Geschichte, die zwar fertig ist, aber nicht im Blog erscheint, da die Liebste den Wunsch hatte, diesen Dialog nicht zu veröffentlichen.
Wenn das Kopfschüttel-Blog erst einmal Hollywood-Ruhm erlangt hat, dreimal verfilmt wurde und die Liebste der begehrteste Fernsehstar gleich nach Dieter Bohlen ist, kann ich diese eine Geschichte ja vielleicht für 1.000.000 EUR Startgebot bei eBay versteigern…

Wie reagieren deine Leserinnen auf deine Geschichten des Alltags?

Aus verschiedenen Feedback-Quellen weiß ich, dass die Leserinnen und Leser des Kopfschüttel-Blogs sehr unterschiedliche Positionen haben, insbesondere was den Wahrheitsgehalt der Geschichten angeht oder bezüglich der Frage, ob es die Liebste überhaupt gibt. Wir belassen diese Fragen auch ganz bewusst unbeantwortet, um jedem Gast seinen eigenen Freiraum für Fantasie zu lassen und seine eigene Vorstellung von den geschilderten Situationen nicht zu beeinflussen. Auch aus diesem Grund liegt der Charme der wechselseitigen und insgeheim liebevollen Dialoge in dem hohen Wiedererkennungswert, kombiniert mit dem unweigerlichen Gefühl, sich als Leser selbst schon einmal in einer ähnlichen Situation befunden zu haben.

Frauen sind…

…selbst dann noch undurchschaubar, wenn sie aus Glas sind.

Welche Blogs liest du regelmäßig?

Ich lese gerne bei den Tellerdrehern, beim Bremer Shopblogger, Daywalkers Monstropolis bietet Verrücktes, Nicht-anrufen! Erstaunliches und Bloggersdorf befindet sich seit kurzem in meiner Liste. Es gibt noch eine Reihe weiterer Blogs, sie befinden sich in meiner Blogroll.

Es macht mir aber auch immer mal wieder Spaß, neue Blogs zu entdecken. Dafür öffne ich www.wordpress-deutschland.org und klicke mich einfach mal durch die „frisch gebloggt“-Liste. Da habe ich schon so manches Goldstück entdeckt.

Betreibst du noch andere Blogs?

Ja, das Schlaublog. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich dort weit weniger Engagement und Zeit investiere, als es beim Kopfschüttel-Blog der Fall ist. Eröffnet habe ich das Schlaublog seinerzeit, um die Freiheit zu haben, nach Lust und Laune einfach irgendetwas veröffentlichen zu können, was im Kopfschüttel-Blog aufgrund dessen strikten roten Leitfadens nicht so ohne weiteres möglich ist.

Was können wir in Zukunft von dir und deinem Blog erwarten?

Das Kopfschüttel-Blog ist ein wichtiger, aber nach wie vor humorvoller Bestandteil unseres Lebens geworden; und so soll es möglichst auch bleiben. Die unglaubliche Dynamik, die sich mit zunehmender Leserschaft entwickelt hat, beschert uns jeden Tag Erfrischungen in Form von Kommentaren, Emails oder anderen Neuigkeiten, die wir sehr gerne lesen und die unser Leben durchaus auch bereichert haben. Solange es der Liebsten und mir gefällt, wird es auch weiterhin verrückte Dialoge geben, die eigentlich nur eines widerspiegeln: unser ganz normales Leben. Und – und das beruhigt mich regelmäßig – anscheinend auch die Erfahrungen vieler anderer Männer, denen es alltäglich genauso ergeht, wie mir.

Irgendwelche letzten Worte?

Die Firma Bauknecht verwendete bereits im Jahre 1957 den Werbeslogan: „Bauknecht weiß, was Frauen wünschen.“ Also wenn das wirklich stimmt: da würde ich dann gerne mal ein Praktikum machen!

Vielen Dank für dieses Interview und wer beim Lesen auf der Hälfte des Textes eingeschlafen sein sollte: keine Sorge, dass ist gewöhnlich meine Wirkung auf Frauen…

Danke ebenso!

Link: www.kopfschuettel.de

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